Breitenreiter dürfte gegen Frankfurt auf Di Santo setzen

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Fleißpunkt für Einsatzbereitschaft: Schalkes torloser Stürmer Franco Di Santo (links).

Gelsenkirchen - Während die Spieler am Nachmittag nach und nach zur nicht öffentlichen Trainingseinheit eintrudelten, stand Trainer André Breitenreiter vor einer kleinen Gruppe Journalisten und versuchte, sich nicht von der plötzlich durchbrechenden Sonne blenden zu lassen. Der 41-jährige Cheftrainer des FC Schalke 04 war auch vor der heutigen Heimpartie gegen Eintracht Frankfurt (20 Uhr) darauf bedacht, einen klaren Blick zu behalten

Der unterscheidet sich manchmal von der öffentlichen Wahrnehmung. So sieht Breitenreiter zum Beispiel in Neuzugang Franco Di Santo weiterhin eine große Verstärkung fürs Team. Während der bislang torlose Stürmer, der in der Sommerpause vom SV Werder Bremen kam, bei den Fans noch nicht angekommen scheint, hat er bei Breitenreiter bereits einige Meriten gesammelt.

„Franco ist am Sonntag marschiert ohne Ende, er hat im Verlauf der Partie klaglos drei Positionen ausgefüllt, was ja auch nicht normal ist für einen Südamerikaner“, lobt Breitenreiter den Argentinier.

Zudem sei Di Santo ein „total mannschaftsdienlicher Spieler“ und „ein positiver Typ“. Weshalb der 26-Jährige wahrscheinlich auch heute gegen die Frankfurter wieder in der Startformation stehen wird. „Und es würde mich freuen, wenn er sich mit einem Tor belohnen würde“, so Breitenreiter.

Kritische Meinung zum Matchwinner gegen den VfBStuttgart

Eine ähnlich nuancierte Meinung hat Breitenreiter zu Leroy Sané. Während der 19-Jährige wegen seines Tores beim glücklichen 1:0-Sieg beim VfB Stuttgart als Matchwinner gefeiert wurde, sah der Schalke-Coach die Leistung des 19-Jährigen recht kritisch: „Leroy hat kein gutes Spiel gemacht in der ersten Halbzeit. Da war noch Potenzial nach oben, vor allem, was das Defensiv-Verhalten angeht“, sagt Breitenreiter, was er in der Halbzeitpause auch angesprochen habe.

Natürlich weiß der Schalke-Coach um das unglaubliche fußballerische Talent, mit dem das Eigengewächs gesegnet ist: „Er hat eine super Qualität.“ Gleichzeitig ist es Breitenreiter aber auch wie bei den anderen jungen Schalker Spielern ein großes Anliegen, diese Talente weiterzuentwickeln.

Spieler sollen Zeit bekommen

„Sie dürfen Fehler machen“, sagt der Trainer, aber: „Sie sollen auch dazu lernen.“ Dass dies nicht von heute auf morgen passieren wird, ist Breitenreiter bewusst: „Es wird sicher Rückschläge geben, aber die Spieler werden Zeit bekommen.“

Heute erhofft sich Breitenreiter gegen die Eintracht aus Frankfurt allerdings ein weiteres Erfolgserlebnis. Nach drei Siegen in Folge (Mainz, Nikosia und Stuttgart) soll auch gegen die Hessen ein Dreier her. „Dafür werden wir arbeiten müssen ohne Ende“, sagt der 41-Jährige voraus. Eben so, wie es Franco Di Santo nach Breitenreiters Ansicht bereits am Sonntag in Stuttgart vorgelebt hat.

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