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Fazit und Ausblick: Schalke hat nach der Hinrunde Hunger auf mehr - und wo Wagner reagieren muss

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Schalke 04 hat nach der erfolgreichen Hinrunde Hunger auf mehr.

Auf Schalke sind sie zufrieden mit der Hinrunde - auch wenn Trainer David Wagner einige Dinge störten. Er hatte Hoffnung auf Besserung - dann kam die Entscheidung von Alexander Nübel.

Die Stimmung auf Schalke war zum Hinrunden-Abschluss gut – trotz des unnötigen Remis gegen Freiburg. Denn mit 30 Punkten nach 17 Partien stehen die Königsblauen besser da, als es viele nach der Katastrophensaison gedacht haben.

Wie bewerten die Knappen selbst die erste Hälfte? Wie geht es weiter? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Was sagen die Verantwortlichen?

Sie sind rundum zufrieden – nicht nur wegen der Ausbeute. „Die Mannschaft hat in allen Spielen genau das gezeigt, was wir verlangt haben: Dass sie aktiv spielt, Bock auf Zweikämpfe hat, sich reinhaut und bei Ballgewinn schnell umschaltet“, sagte Sportvorstand Jochen Schneider: „Das ist überragend.“ Vor allem, weil es so schnell funktionierte. Trainer David Wagner hob ebenfalls das erreichte Ziel hervor, einen von Leidenschaft, Emotionen, Intensität und positiver Aggressivität geprägten Fußball gezeigt zu haben: „So kann es weiter gehen.“

War wirklich alles gut?

Geht es nach Wagner: nein. Er sprach von einer Hinrunde, „die alles andere als rosarot war. Wir hatten wahnsinnig viele Probleme – und zwar nicht nur auf, sondern auch abseits des Feldes.“ Da waren etwa die zahlreichen Ausfälle – vor allem in der Innenverteidigung. Von vier möglichen Kandidaten blieb nur Ozan Kabak verletzungsfrei. Hinzu kamen viele Störgeräusche wie die lange offene Zukunft von Keeper Alexander Nübel, die Diskussion über nicht treffende Stürmer – allen voran Guido Burgstaller – oder die Rassismus-Affäre um Klub-Boss Clemens Tönnies. „Aber wie wir all das als Mannschaft und Verein gelöst haben, ist großartig“, sagte Wagner.

Wer waren die Gewinner der Hinserie?

Im Grunde genommen die ganze Mannschaft, die gezeigt hat, es besser zu können als beim Beinahe-Abstieg eine Saison zuvor. Und dennoch stechen vor allem Amine Harit und Suat Serdar heraus, die sich zu den wichtigsten Säulen innerhalb des Teams entwickelten.

Wer waren die Verlierer?

Da ist allen voran Steven Skrzybski zu nennen. Der 27-Jährige ist der einzige aus dem Vorjahres-Profi-Stamm, der auf keine Bundesliga-Minute kommt. Ein Winter-Abgang ist daher sehr wahrscheinlich. Laut Bild sollen Ex-Klub Union Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Bielefeld Interesse haben.

Was sind Wagners Wünsche für die Rückrunde?

Der Trainer hofft vor allem auf eine Rückserie „mit ein bisschen weniger Schwierigkeiten. Denn das würde dazu führen, dass wir uns konstanter, stabiler und harmonischer weiterentwickeln können“, so der 48-Jährige: „Wir sind immer noch dabei, zu lernen.“

Ist dieser Wunsch realistisch?

Schwierig nach der Bekanntgabe, dass Nübel den Klub verlässt und wohl zum FC Bayern wechselt. Denn die Fans sind aufgebracht, Nübel steht ein Spießrutenlauf bevor. Wagner wird nicht umhinkommen, einen neuen Kapitän zu bestimmen und Nübel sogar auf die Bank zu setzen.

Formuliert Schalke nun ein konkretes Saisonziel?

Nein. Zwar sprachen einige Profis zuletzt offen darüber, in die Champions League zu wollen, die Verantwortlichen sind da aber weiter zurückhaltender. „Mit der Problematik, die wir letztes Jahr hatten, müssen wir uns nicht beschäftigen“, sagte Wagner. „Ansonsten werde ich einen Teufel tun uns selbst ein Limit setzen. Diese Vorrunde hat uns allen Hunger auf mehr gemacht.“

Wird sich der Kader verändern?

Hat er schon mit der Leihe von Michael Gregoritsch. Auch ein neuer Stürmer könnte kommen, während Spieler wie Skrzybski den Klub wohl noch verlassen werden.

Wie geht es weiter?

Schalker reist am 3. Januar – einen Tag später als ursprünglich geplant – ins Trainingslager nach Fuente Alamo (Spanien). Dort hofft Wagner, dass der Großteil der zuletzt sieben Verletzten wieder mitwirken kann. Für Salif Sané und Weston McKennie kommt die Vorbereitung mit der Mannschaft noch zu früh, Letztgenannter wird aber mitreisen und individuell arbeiten.

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