Stammplatz von Geis erobert

Anfangsprobleme überwunden: Stambouli kämpft sich zurück

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Benjamin Stambouli stand zuletzt dreimal in Folge in der Schalker Startelf.

Gelsenkirchen - Benjamin Stambouli wurde beinahe schon mit dem Stempel "Flop" versehen. Doch aktuell zeigt er, warum Schalke 04 den Franzosen im Sommer verpflichtet hat.

Das größte Lob gab es für den Mann, den sie auf Schalke „Benji“ nennen, zuletzt vom Kapitän, den sie auf Schalke „Benni“ nennen. So sagte Benedikt Höwedes nach dem 2:0-Sieg über Hertha BSC Berlin über Benjamin Stambouli: „Benji macht das wirklich gut. Er ist sehr laufstark in der Mitte und holt sich viele Bälle ab. Er ist natürlich eine wichtige Anspielstation für uns, durch ihn können wir die Bälle ins Mittelfeld hinein tragen. Er bewegt sich dort gut und ist sehr zweikampfstark.“

13 gewonnene Zweikämpfe gegen Berlin - und damit die meisten auf Seiten der Königsblauen - untermauern diese Aussage. Und Höwedes fasste damit exakt jene Eigenschaften des Franzosen zusammen, wegen derer er im vergangenen Sommer von Paris St. Germain für gut acht Millionen Euro verpflichtet worden war.

Der 26 Jahre alte gebürtige Marseillais, der das Wappen von Olympique Marseille als Tattoo auf seiner linken Brust trägt, scheint endlich in die Spur zu kommen. „Ich versuche derzeit, meine Qualitäten in unser Spiel einzubringen“, sagt er vor dem wichtigen Europa-League-Spiel bei PAOK Saloniki (Donnerstag, 21.05 Uhr/bei uns im Live-Ticker).

Stambouli verdrängt Geis auf die Bank

Statt Johannes Geis hat sich Stambouli den Platz an der Seite von Nabil Bentaleb auf der Doppel-Sechs zurückerobert. Die Position, auf der er auch zu Beginn der Saison eingesetzt worden war. Doch nach ein paar fatalen Ballverlusten, die zu Gegentreffern geführt hatten, war der erfahrene Profi ins zweite und ab und an sogar ins dritte Glied zurück gerutscht. Wie beim 1:0-Duselsieg gegen den FC Ingolstadt, dem ersten Spiel nach der Winterpause, als überraschenderweise Dennis Aogo den Vorzug vor dem 26-Jährigen erhielt.

Die Schalker Verantwortlichen hatten noch vor wenigen Wochen nicht mit ihrer Kritik am Franzosen hinter dem Berg gehalten. „Benjamin hat Qualität und ist ein Ballbesitzspieler, aber in der Hinrunde hat er ein-, zwei-, dreimal mit entscheidende Fehler gemacht“, sagte beispielsweise Cheftrainer Markus Weinzierl, der aus diesem Grunde lange das Risiko eines Einsatzes scheute.

Keine voreiligen Schlüsse

Auch Christian Heidels Wertung fiel zu dieser Zeit deutlich aus: „Natürlich – und da mache ich gar kein Hehl daraus – haben wir Stambouli zugetraut, mehr Einsatzzeiten zu bekommen. Das steht außer Frage“, sagte der Schalker Sportvorstand noch Ende Januar.

Burgstaller und Goretzka schießen Schalke zum 2:0 gegen Hertha BSC

Doch Heidel mahnte im gleichen Atemzuge vor voreiligen Schlüssen: „Wir haben jetzt ein halbes Jahr rum. Ich habe schon dutzende Spieler erlebt, die ein paar Anfangsprobleme hatten. Benjamin ist zwar ein gestandener Mann, aber es ist eben doch eine neue Liga, eine neue Mannschaft, ein neues System und neue Ideen. Unter Umständen braucht er ein bisschen mehr Anlaufzeit.“

Aus diesem Grunde folgerte Heidel: „Wir sind die Allerletzten, die ihn schon abschreiben. Er hat noch alle Möglichkeiten, das nachzuholen.“

Genau das scheint Stambouli gerade zu tun.

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