Stambouli fehlt einige Wochen

Verteidiger-Not: Diese Alternativen hat Schalkes Coach Tedesco

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Weston McKennie (l.) und auch Daniel Caligiuri wären Optionen für die Schalker Abwehr.

Nach der Verletzung von Benjamin Stambouli schrumpft auf Schalke die Zahl der Innenverteidiger. Doch Trainer Domenico Tedesco hat noch Alternativen parat. Das sind seine Optionen.

Gelsenkirchen - Der Abgang von Thilo Kehrer zu Paris Saint-Germain spülte dem FC Schalke 04 zwar 37 Millionen Euro in die Kasse, bedeutet allerdings gleichzeitig eine Option weniger für die quantitativ ohnehin nicht üppig besetzte Innenverteidigung. Cheftrainer Domenico Tedesco betont, auch ohne den 21-Jährigen „sehr gute Alternativen“ zu haben.

So weit, so richtig. Doch eine ist bereits vor dem Liga-Auftakt der Königsblauen am Samstag beim VfL Wolfsburg (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) weggebrochen. Benjamin Stambouli wird wegen einer Syndesmose-Verletzung mindestens fünf bis sechs Wochen fehlen. Eine weitere Untersuchung soll endgültig Klarheit bringen. Aber „wir haben noch drei Innenverteidiger, die das sehr gut machen“, sagt der Coach mit Blick auf Salif Sane, Naldo und Matija Nastasic. Tatsächlich hat der 32-Jährige durchaus noch die eine oder andere Möglichkeit mehr für die Abwehr.

Niklas Wiemann: Der 19-Jährige aus der A-Jugend absolvierte bereits die Vorbereitung mit den Profis. „Seine Spiele waren gut und selbstbewusst“, lobt Tedesco: „Er hat eine gute Stellung, eine gute Präsenz auf dem Platz.“ Dass er danach zunächst wieder bei der U23 war, lag daran, dass Schalke defensiv zunächst gut aufgestellt war. „Ein Junge in seinem Alter muss spielen“, sagt der Cheftrainer: „Die Situation hat sich nun geändert, daher ist Niki wieder oben - mit Perspektive.“ Dass er vor allem gegen starke Gegner beginnt, scheint jedoch unwahrscheinlich.

Weston McKennie: Der US-Amerikaner ist im zentralen Mittelfeld auf der Sechs sowie Acht einsetzbar – und in der Dreierkette, wo der 19-Jährige bereits einige Male zum Einsatz gekommen war. Tedesco hatte McKennie erstmals im Winter-Trainingslager 2018 dort positioniert – und der Spieler erfüllte seine Aufgabe dort zur Zufriedenheit des Trainer-Teams.

Viererkette: Es wäre die Innenverteidiger-freundliche Lösung, da nur zwei benötigt würden. Abdul Rahman Baba oder Hamza Mendyl würden die Linksverteidiger-Position bekleiden, während ein klassischer Rechtsverteidiger nicht im Aufgebot steht. Allerdings könnten zum Beispiel Daniel Caligiuri oder Alessandro Schöpf diese Rolle problemlos bekleiden. Oder aber Schalkes Wunschspieler Sebastian Rudy, sollte der Transfer zustande kommen. Der 28-Jährige ist eigentlich Sechser, Bundestrainer Joachim Löw bot den Bayer jedoch auch schon rechts in der Viererkette auf

Verpflichtung eines neuen Innenverteidigers: Tedesco und Sportvorstand Christian Heidel betonen, den Markt natürlich im Sinne von Schalke 04 weiter im Auge zu behalten. Dennoch scheint es unwahrscheinlich, dass sich die Königsblauen mit einem reinen Innenverteidiger verstärken – vorausgesetzt, die Ausfallzeit von Stambouli bleibt in einem überschaubaren Rahmen. „Wir werden sicherlich keine Schnellschüsse machen“, sagt Tedesco. „Es gilt, eine Zeit zu überbrücken und den Jungs, die verletzt sind, das Gefühl zu geben: ‚Die Saison ist lang, wir brauchen euch.‘ Diesen Spagat müssen wir hinbekommen.“

Dass noch jemand kommt – aller Voraussicht nach Rudy -, gilt indes als beschlossen. Aber unter bestimmten Voraussetzungen. „Wir wollen den Kader überschaubar halten, aber in der Breite trotzdem qualitativ gut aufstellen“, erklärt Heidel: „Jeder in diesem Kader soll die Fähigkeit haben, am Wochenende zu spielen. Wir wollen keinen Kader, bei dem du schon vorher weißt: Diese vier Spieler sind nicht dabei.“

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