Umbruch vollziehen

Baustelle FC Schalke 04: Sportvorstand Schneider plant, muss aber bald liefern

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Schalke ist immer noch eine Baustelle, Sportvorstand Jochen Schneider werkelt.

Der FC Schalke 04 braucht einen Umbruch. Kleine Schritte sind getan, längst nicht alle. Sportvorstand Jochen Schneider hat viel Arbeit vor sich – vielleicht zu viel.

Gelsenkirchen – Der Sommer naht, die Sonne strahlt. Nur über Schalke hängt noch ein großer Schatten. Die vergangene Saison ist noch nicht komplett aufgearbeitet. Zwar hat der S04 sich in David Wagner als Trainer und Michael Reschke als Kaderplaner organisatorisch bereits verstärkt. Ein Sportdirektor fehlt aber noch immer. Und, viel wichtiger, in Sachen Neuaufstellung der Mannschaft hat sich noch nichts getan.

Offen ist noch die Zukunft von Mike Büskens und Michael Kreutzer, die als Assistenten an der Seite von Huub Stevens im Abstiegskampf in die Bresche gesprungen sind, sowie Teammanager Gerald Asamoah. Eine Identifikationsfigur in diesem Sinne täte den Knappen gut, die ohnehin ihre Außendarstellung aufpolieren wollen – und könnte durchaus neben Wagners Wunsch-Co-Trainer Christoph Bühler einen geeigneten Platz im Kader finden.

Schalke bleibt stabil beim Ticketpreis – Änderungen gibt es beim S04 dennoch

Schalke und sein Sportdirektor: Krösche geht zu RB Leipzig und ist raus

Bleibt weiter die Frage nach dem Sportdirektor. Markus Krösche galt als heißer Kandidat, schließt sich nun aber RB Leipzig an und folgt dort auf Schalkes jetzigen Sportvorstand Jochen Schneider. Womit wir direkt beim Thema wären: Ist bei den Königsblauen überhaupt Platz für einen Sportdirektor neben Schneider und Reschke? Zusätzliche Gelder durch internationale Spiele werden die Knappen nicht einnehmen, der S04 muss sparsamer sein. Und: Welche Kompetenzen sollte man einem Sportdirektor übertragen? In Axel Schuster steht zudem noch ein weiterer Akteur auf der Gehaltsliste, der ebenfalls einen gewissen Machtanspruch an den Tag legen dürfte.

Schalke muss sparen – aber muss auch auf dem Transfermarkt zuschlagen

Die erforderliche Sparsamkeit trifft den Verein aber nicht nur auf operativer Ebene. Transfers haben die Königsblauen bisher noch nicht getätigt. Zwar soll die Scoutingabteilung erst noch neu ausgerichtet und aufgestellt werden, Neuzugänge sollten aber auch genug Zeit bekommen, um sich einzuleben. Streichkandidaten wie Nabil Bentaleb, Amine Harit (beide undiszipliniert) Yevhen Konoplyanka (zu teuer) oder Schweiz-Nationalspieler Breel Embolo (verletzungsanfällig) stehen vor einer ungewissen Zukunft.

Der FC Schalke darf daher jetzt nicht zaudern, sollte einen radikalen Neuanfang wagen – und sich gleichzeitig auf die Stärken besinnen. Für Schneider und den gesamten S04 eine heikle Aufgabe. Starke Spieler, die den Königsblauen wirklich weiterhelfen können, sind heiß umkämpft. Schnell könnte es passieren, dass man weitere „Söldner“ verpflichtet. Schneider tut daher vielleicht gut daran, abzuwarten – wenn er eben nicht zu lange wartet.

FC Schalke 04 im Umbruch: Hier drückt der Schuh

Der Schuh drückt beim Revierklub nämlich überall. Alexander Nübel konzentriert sich auf seinen Einsatz bei der U21-Nationalmannschaft, eine Vertragsverlängerung könnte danach platzen. Ralf Fährmann wäre dann noch zwischen den Pfosten zur Stelle, ist aber über seinen Zenit.

In der Defensive fehlt der richtige Anführer, der im richtigen Moment die Ketten verschiebt, kämpferisch vorangeht. Benjamin Stambouli rutschte in diese Rolle, muss aber noch weiter hineinwachsen. Matija Nastasic und Salif Sané an seiner Seite haben ihr ganzes Potenzial noch nicht ganz ausgeschöpft. Trotzdem täte den Schalkern ein knallharter Defensivmann mit dem cleveren Auge für den Spielaufbau noch gut.

FC Schalke 04 im Umbruch: Kreativität im Mittelfeld und Angriff nötig

Ähnlich im Mittelfeld. Eine Verletzung hat Alessandro Schöpf zurückgeworfen, er könnte den kreativen Part übernehmen. Spieler wie Sebastian Rudy oder Omar Mascarell müssen auf dem Platz aber mehr in die Zweikämpfe kommen und gleichzeitig für den nötigen Druck nach vorne sorgen. Mit etwas Glück könnten die Knappen hier einen jungen Wilden auftun, der sich entwickelt.

Im Sturm das alte Problem. Der richtige Knipser fehlt. Mark Uth war lange verletzt, funktionierte aber beim S04 auch nicht so richtig. Rabbi Matondo auf der Außenbahn hat noch ganz viel Luft nach oben – könnte sich sogar als Flop herausstellen. Guido Burgstaller passt zwar von der Mentalität her in den Ruhrpott – das alleine reicht aber nicht. Viel Maloche haben die Knappen also noch vor sich.

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