Keeper vom SC Freiburg

Schalke zahlt Millionen-Ablöse für Schwolow: Ist der Transfer sinnvoll? Pro und Kontra

Der FC Schalke 04 verpflichtet wohl Alexander Schwolow. Acht Millionen Euro legt der finanziell angeschlagene Klub auf dem Tisch. Doch braucht Königsblau eine neue Nummer eins? Pro und Kontra.

  • Schalke 04 soll unmittelbar vor der Verpflichtung von Alexander Schwolow stehen.
  • Acht Millionen Euro werden die Knappen wohl in Raten für den 28-Jährigen an den SC Freiburg bezahlen.
  • Braucht Schalke eine neue Nummer eins trotz Ralf Fährmann und Markus Schubert? Pro und Kontra.

Hamm - Der FC Schalke 04 hat offenbar eine neue Nummer eins für die Saison 2020/21. Torhüter Alexander Schwolow (28) ist im Anflug auf Gelsenkirchen. Der Krisenklub reagiert damit auf die so lang anhaltende Torwart-Problematik. Der Keeper soll für acht Millionen Euro vom SC Freiburg kommen.

NameAlexander Schwolow
Geboren2. Juni 1992 in Wiesbaden
PositionTorwart
Beteiligte PersonenRalf Fährmann, Markus Schubert

Mit der Bekanntmachung des Transfers von Alexander Nübel (23) zum FC Bayern im vergangenen Dezember nahm alles seinen Anfang. Nübel raus, Markus Schubert (22) rein. Schubert raus, Nübel zurück in den Kasten. Sicherlich verunsicherte das nicht nur die beiden Torhüter, sondern besonders auch die Schalker Hintermannschaft. Doch ist der bevorstehende Transfer von Schwolow sinnvoll? Wir haben Pro und Kontra gegenübergestellt.

Pro: Schalke macht mit Alexander Schwolow alles richtig

Ja, Schalke hat gute Torhüter in seinen Reihen. Markus Schubert kam vor einem Jahr, um Alexander Nübel abzulösen. Ralf Fährmann kehrt nach seiner Leihe zurück und ist zweifelsfrei ein erfahrener Keeper. Dennoch ist der Transfer von Alexander Schwolow richtig.

Sicherlich hat Schalke im Kader andere Baustellen als auf der Position des Torwarts. Doch die Besetzung für diesen Posten ist keineswegs eine unwichtige. Ein guter, gestandener Keeper gibt (insbesondere einer jungen Mannschaft) Halt und Sicherheit. Schwolow wäre also ein wesentlicher Bestandteil für das Gesamtkonstrukt des Teams. Daher ist es nur legitim, dass sich die Verantwortlichen um Sportvorstand Jochen Schneider dort entsprechend verstärken.

Magdeburg - SC Freiburg: Freiburgs Torwart Alexander Schwolow ist am Ball.

Natürlich wäre es für alle ideal gewesen, Markus Schubert hätte sich vollständig bewehrt, als er Nübel im Schalker Tor ersetzt hatte. Seine Unsicherheiten und Patzer brachten die Bosse der Königsblauen verständlicherweise zum Umdenken. Das Risiko, schon jetzt mit Schubert als klare Nummer eins in die neue Saison zu gehen, war ihnen offenbar zu groß.

Auch die kolportierten acht Millionen Euro als Sockel-Ablöse sollten dafür nicht abschrecken. Dass Schalke dafür einen gestandenen und guten Torhüters bekommt, zeigt die Reaktion der Freiburger Fans in den sozialen Medien, die dem Keeper schon jetzt hinterhertrauen und damit ausdrücken: Schalke macht mit Schwolow alles richtig. (Von Marcel Guboff)

Kontra: Schalke schränkt sich mit Transfer von Schwolow selbst ein

Kann es sich Schalke 04 derzeit erlauben, einen neuen Torhüter für acht Millionen Euro zu kaufen? Wohl eher nicht! Denn während hier über eine Gehaltsobergrenze für Neuverpflichtungen und dort über eine Bürgschaft des Landes NRW in zweistelliger Millionenhöhe diskutiert wird, greift der Gelsenkirchener Traditionsklub tief in die Taschen.

Sicherlich ist die Position des Torhüters eine der wichtigsten auf dem Feld. Diese jedoch könnte Königsblau mit dem zur Verfügung stehenden Personal besetzen. Trotz mangelnder Spielpraxis im vergangenen Jahr hatte Ralf Fährmann auf Schalke bewiesen, dass er ein zuverlässiger Rückhalt ist. Er lebt den Klub - ähnlich, wie es Benjamin Stambouli tut - nämlich mit viel Herzblut.

Etwas, was der leblosen Schalker Mannschaft in der Rückrunde gefehlt hat. Nun jedoch sendet der Verein nicht nur ein fatales Zeichen an den einstigen S04-Kapitän. Sondern er begrenzt sich zudem bei der weiteren Kader-Planung. Ein personeller Umbruch ist von Nöten, will Schalke endlich die Kurve kriegen. Mit acht Millionen Euro weniger auf dem sowieso schon leeren Konto bleibt dieser wohl aus. So schränkt sich Königsblau selbst ein.

Keine Frage: Alexander Schwolow ist ein guter Torhüter, der im Trikot des SC Freiburg bewiesen hat, dass er zur Spitze der Bundesliga gehören kann. Allerdings ist eben jener schon 28 Jahre alt. Einen Transfer-Profit dürfen sich die Knappen somit nicht erhoffen. (Von Sven Schneider)

Rubriklistenbild: © picture alliance/Peter Steffen/dpa

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