Schalke 04

Nübel nach Remis gegen Köln: "Da war ich schon in Sorge"

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Schalke 04 kassierte in der Nachspielzeit noch das Remis gegen Köln.

Schalke lässt sich gegen Köln in der Nachspielzeit noch den Sieg aus der Hand nehmen. Die Gäste treffen nach einer Ecke. Keeper Alexander Nübel hatte eine Vorahnung.

Gelsenkirchen - Mit einem klasse Reflex parierte Schalkes Keeper Alexander Nübel einen Schuss aus rund elf Metern vom Kölner Anthony Modeste. Das war in der ersten Minute der Nachspielzeit, die Königsblauen waren auf bestem Wege, den fünften Sieg in Serie einzutüten und damit sogar die Tabellenspitze zu erobert.

Doch es kam anders. Nach der darauffolgenden Ecke war Jonas Hector per Kopf für die Rheinländer erfolgreich, sodass sich Schalke mit einem 1:1 begnügen musste. Nübel habe nach seiner Rettungstat gegen Modeste eine Vorahnung gehabt. "Da war ich schon in Sorge, weil die Zuteilung nicht gepasst hat", erklärte der Kapitän, der weiterhin mit einem Wechsel zum FC Bayern München in Verbindung gebracht wird. "Dann ist es typisch, dass der Ball noch rein geht. Ich habe dann noch einen nach vorne gezogen." Es war der kleinere Kutucu, der gegen Hector im Luft-Duell am kurzen Pfosten keine Chance hatte.

Auch Stürmer Guido Burgstaller meinte: "Wir müssen schneller stellen und unsere Formation finden." Einteilung sei das Stichwort, so Nübel, "aber das werden wir intern besprechen und aufarbeiten."

Zunächst aber blieb den Königsblauen das Gefühl einer Niederlage. "Es tut am Ende dann sehr weh, nach einem Standard so ein Gegentor zu kassieren", meinte Nübel, der nach seinen Adduktorenbeschwerden unter der Woche wieder schmerzfrei war. Kölns Keeper Timo Horn sagte: "Wenn man nach dem Spielverlauf in der letzten Minute noch zum Ausgleich kommt, dann fühlt sich das wie ein Sieg an."

Schalke steigert sich nach Umstellung

Fakt ist aber auch, dass die Punkteteilung keineswegs unverdient war. Denn Schalke fand nur sehr, sehr schleppend in die Partie. Es war viel Kampf dabei, aber im Vergleich zu den Vorwochen wenig Glanz. Zusammengefasst: zu viele Fehler, zu wenig Ideen.

Schalke gibt gegen Köln den Sieg aus der Hand

"Die erste Halbzeit war nicht gut von uns, wir hatten zu wenig Ballbesitzphasen", sagte Schalkes Coach David Wagner. Burgstaller ergänzte: "Wir haben viel zu viele lange Bälle gespielt und keinen Fußball gezeigt."

Im zweiten Abschnitt steigerten sie die Königsblauen deutlich - vor allem mit der Hereinnahme von Weston McKennie für den schwachen Mark Uth und kur darauf folgende Umstellung auf eine Raute im Mittelfeld. "

Wagner bemängelt Schalker Chancenverwertung

"Nach der Pause waren wir viel besser drin", sagte Wagner. Der Coach merkte aber auch an: "Allerdings war unsere Chancenverwertung nicht gut. Aufgrund der Möglichkeiten, die wir in der Schlussphase hatten, hätten wir das Spiel gewinnen müssen. Diese Situationen haben wir zu schlampig ausgespielt."

Der Treffer durch Suat Serdar (72.) blieb jedoch der einzige der Schalker trotz zahlreicher Möglichkeiten etwa durch McKennie, Amine Harit oder Burgstaller, der nur den Pfosten traf (88.). Dies sollte sich rächen, als Köln in der Nachspielzeit durch einen Kopfball von Hector doch noch zuschlug. "Wenn man beide Halbzeiten sieht, dann ist das 1:1 ein gerechtes Remis", stellte Wagner fest.

Ob Ex-Schalker Thilo Kehrer das Spiel auch verfolgt hat, ist nicht bekannt. Wenig später schickte er indirekt aber eine Liebeserklärung an den FC Schalke 04.

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