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In neuer Rolle: Schöpf, der ackernde Allrounder

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Von: Marcel Guboff, Jens Greinke

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Alessandro Schöpf schnürte beim Schalker Sieg gegen Werder einen Doppelpack.
Alessandro Schöpf schnürte beim Schalker Sieg gegen Werder einen Doppelpack. © dpa

Gelsenkirchen - Beim Sieg des FC Schalke 04 gegen Werder Bremen schnürt Alessandro Schöpf den zweiten Doppelpack seiner Karriere. Aber nicht nur deswegen ist er Mann des Tages.

Eine Flanke flog über Alessandro Schöpf in den Strafraum von Schalke 04. Serge Gnabry war einen Tick schneller. Der Österreicher kam zu spät, rannte dem Bremer in die Hacken und verursachte somit einen Elfmeter. „Es war unglücklich“, kommentierte Schöpf. „Ich sehe ihn nicht in meinem Rücken. Er kreuzt vor mir rein und sucht den Kontakt.“ Schiedsrichter Günter Perl hatte keine andere Wahl, als auf den Punkt zu zeigen.

Es war ein Schönheitsfehler in Schöpfs Spiel, der das Gesamtbild aber nicht trüben sollte. Denn beim 3:1 der Königsblauen gegen Werder gehörte er zu den besten in seinem Team. Der 22-Jährige erzielte nicht nur den zweiten Doppelpack seiner Karriere – zuerst war ihm das im September 2014 im Dress des 1. FC Nürnberg gelungen -, sondern findet sich sehr gut im 3-5-2-System zurecht. Eines, das wie auf Schöpf zugeschnitten scheint. „Wenn du so engagiert bist und so viel läuft, dann kommst du auch in die gefährlichen Situationen“, meinte Trainer Markus Weinzierl und verteilte ein Sonderlob an den Österreicher: „Man hat in den letzten Wochen schon erkannt, dass er sich auf der rechten Seite sehr, sehr wohl fühlt.“

Schöpf spult die meisten Kilometer ab

Auch wenn Schöpf nach eigener Aussage am liebsten im Zentrum hinter den Spitzen aufläuft, kommen seine Stärken auf der rechten Außenbahn gut zu Geltung – hinten zur Absicherung wie vorne im Strafraum. „Momentan passt es ganz gut“, sagte der 22-Jährige: „Ich kann hinten helfen und auch in der Offensive immer wieder mit in den Sechzehner gehen. Das macht Riesenspaß.“

Was die Zahlen untermauern: Schöpf spulte gegen Bremen 13,33 Kilometer ab, hatte 108 Läufe, kam auf fünf Torschüsse sowie acht Flanken und gewann 14 Zweikämpfe – jeweils Bestwert auf Seiten der Schalker.

Schon in den vergangenen Partien überzeugt er in seiner neuen Rolle und hat sich so seinen Stammplatz erkämpft. Seine beste Phase seit seinem Wechsel zu Schalke 04? Das vermochte er nicht einzuschätzen, sagte nur: „Momentan ist es ganz ordentlich, was ich mache. Die Mannschaft funktioniert, und deswegen funktioniert auch jeder einzelne Spieler von uns.“ So gut, dass sogar kleine Schönheitsfehler nicht sonderlich in die Bewertung eingehen.

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