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Schöpf: Plötzlich Startelf und Standard-König

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Von: Marcel Guboff

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Alessandro Schöpf bereitete in Leverkusen zwei Schalker Treffer vor und erzielte einen selbst.
Alessandro Schöpf bereitete in Leverkusen zwei Schalker Treffer vor und erzielte einen selbst. © dpa

Leverkusen - Alessandro Schöpf poliert Schalkes Standard-Quote beim Sieg in Leverkusen ein wenig auf. Auch Holger Badstuber hat seinen Anteil daran. Dabei wusste der Österreicher erst nichts von seinem Startelf-Einsatz.

Wenn sie erst einmal ins Rollen kommen, dann kriegen sie auch nicht genug. „Vier Tore waren zu wenig, wir hätten noch ein, zwei mehr schießen können“, sagte Alessandro Schöpf. Das 4:1 von Schalke 04 bei Bayer Leverkusen war in der Höhe verdient, und tatsächlich hätte die Ausbeute noch etwas höher ausfallen könne. Aber wichtig war für die Königsblauen, endlich mal wieder auswärts zu punkten – und dann auch noch an einem Freitagabend. „Das ist das Schönste, was man sich vorstellen kann“, meinte Manager Christian Heidel.

Aber er wusste genauso wie die Profis, dass die Partie schon früh einen anderen Verlauf hätte nehmen können. Nämlich dann, wenn Leverkusens Julian Brandt seine Chance nach 38 Sekunden genutzt hätte. „Da hält Ralle wieder überragend“, lobte Schöpf seinen Keeper Ralf Fährmann. Ansonsten hätte „das hier ganz anders aussehen können“, ergänzte Heidel.

Tipp von Badstuber

Doch Schalke fand schnell in die Spur und lenkte das Geschehen genauso fix in die richtige Bahn. Nach 18 Minuten führte Königsblau bereits mit 3:0 – womit das Duell im Grunde schon entschieden war. „Da waren wir brutal effektiv“, sagte Heidel.

Einen entsprechenden Anteil daran hatte Schöpf. Das 2:0 legte er Benedikt Höwedes per Ecke auf (10.), den dritten königsblauen Treffer erzielte er selbst, ehe er per Freistoß Guido Burgstaller in Szene setzte (50.), der die Gäste bereits nach sechs Minuten in Front gebracht hatte. Am vierten Tor wirkte in gewisser Weise aber auch Holger Badstuber mit. „Die Ecke wollte ich an den kurzen Pfosten bringen, weil ich weiß, dass Bene da durchläuft“, erklärte Schöpf. „In der Halbzeit meinte Holger dann zu mir, dass am zweiten Pfosten immer sehr viel Platz ist.“

Tore sieben und acht nach Standards

Am Ende sprangen für Schöpf also drei Scorer-Punkte heraus – und Schalke war mal durch Standards erfolgreich. Es waren die Tore sieben und acht nach ruhenden Bällen in dieser Saison. Auch dank des Österreichers. Sonder-Schichten? Keineswegs.

„Ich wusste gar nicht, dass ich spiele“, räumte der 23-Jährige ein. Schöpf rutschte für Max Meyer in die Startelf, der über muskuläre Probleme in der Wade klagte. „Ich habe das erst gesehen, als wir die Aufstellung besprochen haben", sagte er: "Aber es ist ganz gleich, wer die Tore macht oder vorlegt Wichtig ist, dass wir als Mannschaft auf dem Platz eine gute Leistung zeigen.“

Drei Endspiele für Schalke

Dennoch verfiel keiner in Königsblau in große Euphorie. „Wir können das einordnen“, sagte Heidel: „Das Wichtigste ist, jetzt keinen Umzug zu veranstalten, weil wir gewonnen haben. Wir müssen uns darauf konzentrieren, dass wir am nächsten Sonntag eine ganz schwere Aufgabe in Freiburg haben.“

Die Tabelle der Bundesliga

Denn die letzten drei Partien seien für Schale alles Endspiele, meinte Schöpf und versprach: „Wir versuchen alles, was in unserer Macht steht, um noch irgendwie in den internationalen Bereich zu kommen.“

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