Schalke 04

Kutucu kommt über die Joker-Rolle nicht hinaus - Trainer Wagner begründet

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Ahmed Kutucu (rechts) kommst auf Schalke bislang nicht über die Joker-Rolle hinaus.

Schalkes Eigengewächs und Hoffnungsträger Ahmed Kutucu bleibt außen vor, wenn es um einen Platz in der Startelf geht. Trainer David Wagner erklärt, warum.

Gelsenkirchen - In den sozialen Netzwerken, vor allem auf Twitter, lief es während der meisten Bundesliga-Partien des FC Schalke 04 in dieser Saison fast immer identisch ab. Der Unmut darüber, dass die Königsblauen ihre Chancen zu selten nutzten, war groß. Damit auch über Guido Burgstaller, der in allen der bisherigen neun Meisterschaftsbegegnungen von Beginn an ran durfte, aber noch keinen Treffer auf dem Konto hat.

Die Anhänger sehnen sich förmlich nach Ahmed Kutucu und fordern mehr Spielzeit für das Schalker Eigengewächs. Die bisherige Bilanz des 19-Jährigen in der laufenden Bundesliga-Saison: sieben Joker-Einsätze, insgesamt nur 131 Minuten, aber bereits ein Tor und eine Vorlage.

Von Beginn an durfte Kutucu bislang noch nicht ran, wird von David Wagner immer nur sporadisch aufs Feld geschickt. Warum eigentlich? "Es wäre das Falscheste, einem 19-jährigen Eigengewächs, das wahnsinnig viel Talent hat und gerade erst aus der A-Jugend kommt, irgendetwas aufzubürden, was nicht sein muss", erklärte Schalkes Cheftrainer im Vorfeld des Auswärtsspiels am Sonntag beim FC Augsburg (18 Uhr/bei uns im Live-Ticker sowie live im TV): "Ich sehe diesen Druck nicht."

Wagner: Kutucu "einer unser stärksten Einwechselspieler"

Weiter erklärte der 48-Jährige: "Sicher hat Ahmed ganz, ganz viele Qualitäten, eine ist seine Unbekümmertheit. Er ist einer unser stärksten Einwechselspieler, weil er direkt da ist und das Stadion mitnehmen kann. Das sollte man auch nicht unterschätzen, dass man sich solch einer Option beraubt."

Doch Wagner räumte ein, dass es auch sportliche Gründe habe, vor allem taktischer Natur. Zum Spielstil des Schalker Trainers gehört das ständige Pressing und die Arbeit gegen den Ball - von allen zehn Feldspielern. In der Hinsicht sieht er bei Kutucu noch Nachholbedarf.

In der Art und Weise, wie er zu verteidigen habe, "hat er extremst viel, was er noch dazu lernen kann - was aber auch völlig normal ist", erklärte Wagner: "Der Junge kommt aus der A-Jugend des FC Schalke 04, da hat man wahnsinnig viele Tore geschossen, konnte aber wahrscheinlich die Hälfte der Liga sicherlich relativ dominant bespielen. Das ist hier jetzt anders. Aber ich bin super guter Dinge, weil ich sehe, wie viele Schritte er macht und wie wissbegierig er ist."

Burgstaller als Vorzeige-Pressing-Stürmer

In dieser Hinsicht lobte Wagner derweil Guido Burgstaller, der für ihn Schalkes "bester Pressing-Stürmer" sei. Doch Rabbi Matondo wie auch das Duo Benito Raman und Mark Uth, das zuletzt im DFB-Pokal bei Arminia Bielefeld einen bleibenden Eindruck beim Trainer hinterließ, hätten sich dahingehend extremst weiterentwickelt - und waren dabei auch noch als Torschütze beziehungsweise als Vorbereiter erfolgreich. "Das macht mir richtig viel Freude, weil sie dadurch absolute Alternativen sind", meinte Wagner.

Kutucu indes wird weiterhin akribisch daran arbeiten, künftig ebenfalls eine solche für die Startelf zu sein.

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