Asamoahs Abschiedsspiel steigt am 14. November

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GELSENKIRCHEN - Gerald Asamoah hängt seine Fußballschuhe an den Nagel: Nach dem letzten Saisonspiel der U23 gegen Borussia Mönchengladbach II wird der Schalker Publikumsliebling seine aktive Laufbahn beenden. Einmal wird er das königsblaue Trikot jedoch noch überstreifen. Am Samstag, 14. November, steigt sein Abschiedsspiel.

Von Jens Greinke

Als ein Schalker Verantwortlicher vor gut zwei Jahren zum Telefonhörer griff und Gerald Asamoah ein Abschiedsspiel vorschlug, reagierte der Angesprochene zunächst regelrecht empört: „,Aber ich will doch noch gar nicht aufhören‘, habe ich ihm damals gesagt“, erinnert sich Asamoah heute. Mittlerweile jedoch hat sich „Asa“ an die Vorstellung gewöhnt, die Fußallschuhe endgültig an den Nagel zu hängen. „Ich werde im Oktober 37 Jahre alt, die Knochen tun weh und ich will noch ein bisschen mit meinen Kindern im Garten spielen“, sagt er mit dem ihm eigenen, so gewinnenden breiten Grinsen.

Gut zu wissen

Tickets für „Asa seine letzte Schicht“ können im Internet bestellt oder auch am Schalter des S04-ServiceCenters auf dem Vereinsgelände erworben werden (montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 14 Uhr).

Am 14. November werden mit dem Abschiedsspiel in der Arena (Anstoßzeit steht noch nicht fest) gut 19 Jahre Profifußball für den in Ghana geborenen und in Hannover aufgewachsenen Asamoah zu Ende gehen. „Trotz meiner Herzerkrankung“, wie Asamoah anfügt. Eine Verdickung der Herzscheidewand hätte 1998 fast zum schnellen Ende der Karriere geführt. Ein Herzspezialist hatte ihm damals dazu verhelfen können, die Laufbahn fortzusetzen. Asamoahs Erkrankung sorgte u.a. dafür, dass in der Schalker Arena Anfang der 2000er Jahre flächendeckend Defibrillatoren angebracht wurden, die seitdem öfters zum Einsatz gekommen sind.

1999 wechselte der bullige Stürmer von Hannover 96 nach Gelsenkirchen, geholt vom damaligen Manager Rudi Assauer, dem „Asa“ heute noch dankbar ist. Mittlerweile spiele sich sein „ganzes Leben im Ruhrgebiet ab“, sagt er. Und das soll auch in Zukunft so bleiben. „Ich werde mit Schalke auf alle Fälle verbunden bleiben, ich stehe da im engen Dialog mit Manager Horst Heldt“, sagt der Vater von drei Kindern. Die Tendenz geht dabei klar zu einer sportlichen Aufgabe. Nachdem Asamoah in den vergangenen zwei Jahren dem Kader der Schalker U23 angehört hatte, kann er sich auch in Zukunft gut vorstellen, „im Jugendbereich als Trainer tätig zu sein“.

Zusagen für das Abschiedsspiel hat Asamoah bereits zuhauf, ehemalige Schalker Mitspieler wie Kevin Kuranyi, Mike Büskens sowie viele Nationalspieler haben bereits zugesagt. Mit 43 Länderspieleinsätzen ist Asamoah weiterhin Schalkes Rekordnationalspieler, für Königsblau hat er zwischen 1999 und 2011 insgesamt 279 Bundesliga-Spiele absolviert - darunter auch die traumatischen Vier-Minuten-Meisterschaft im Jahr 2001.

Ein Höhepunkt waren für Asamoah auch stets die Derbys gegen Borussia Dortmund. Vom Schalker Erzfeind hat er bislang noch niemanden eingeladen. Auch Torwart Roman Weidenfeller nicht, der Asamoah 2007 in einem Spiel übelst beleidigt haben soll. „Aber es ist ja noch ein bisschen Zeit. Vielleicht überlege ich es mir noch mal“, sagt „Asa“. Und grinst breit.

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