Trost- und torloses Remis in Wiescherhöfen

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Laufduell: Andre Budde enteilt Sassenbergs Kapitän Stefan Wortmann.

Hamm - Steven Degelmann war nicht unzufrieden. Der Spielertrainer des TuS Wiescherhöfen wusste, dass das torlose Remis gegen den VfL Sassenberg das passende Ergebnis am Ende einer zerfahrenen Begegnung an der Wielandstraße gewesen war.

„Das war sicherlich eins unserer schlechteren Spiele in letzter Zeit“, sagte Degelmann, dessen Team in den finalen zehn Minuten nach einer Roten Karte gegen Jan-Christoph Behnke (79.) in Unterzahl agieren musste. „Ich bin schon froh, dass wir das Ganze konzentriert zu Ende gespielt haben. Dann muss man auch mal mit einem 0:0 zufrieden sein“, so der Coach.

Von Beginn an passte sich das Duell, das wegen der verspäteten Anreise des äußerst unsicher leitenden Schiedsrichters Robert van Brackel (Schwerte) mit Verzögerung begann, dem trostlosen Wetter an. Im Dauerregen und bei böigem Wind waren die Sassenberger auf Kompaktheit bedacht, lauerten auf Wiescherhöfener Fehler. Die gab es reichlich. Dem TuS fehlten von Beginn an die Ideen und die nötige Präzision im Spiel nach vorn. In der niveauarmen, ausgeglichenen ersten Halbzeit wählten die Gastgeber im Aufbau viel zu oft lange Bälle – ein untaugliches Mittel. „Wir hatten nicht das Selbstvertrauen wie in den Wochen davor“, sagte Degelmann. „Uns fehlte die Struktur nach vorne.“ So waren Chancen absolute Mangelware. Die dickste Gelegenheit zur Führung hatte noch Eduard Lorengel, der nach einem Sassenberger Fehler freistehend an VfL-Schlussmann Julian Reher scheiterte (24.). Auf der Gegenseite fand ein scharf hereingegebener Freistoß von Igor Wagner keinen Abnehmer (43.).

Degelmann nutzte die Pause, um umzustellen – personell wie taktisch. Unter anderem war Andre Budde fortan die einzige Spitze. Tatsächlich kam sein Team etwas besser in Tritt, erarbeitete sich ein optisches Übergewicht. Und eine weitere gute Möglichkeit, als Budde nach einem weiten Abschlag von Marco Behrend seinen Gegenspieler Andre Risse düpierte und allein vor Reher stehend über das Tor zielte (57.). Wenig später spitzelte er eine Degelmann-Flanke neben den Kasten (68.), ehe ein feiner Seitfallzieher über das Gehäuse ging (86.). Ein Treffer „wäre aber eher ein Lucky Punch gewesen“, meinte Degelmann mit Blick auf die vergebenen Chancen. „Verdient wäre ein Sieg nicht gewesen.“

Zum Zeitpunkt der letzten Möglichkeit waren die Gastgeber bereits in Unterzahl. Der zur Pause eingewechselte Behnke leistete sich am eigenen Strafraum ein hartes Foul gegen den agilen Daniel Langliz. Der Unparteiische wertete das Einsteigen als „gesundheitsgefährdend“, Degelmann sah das wie alle Wiescherhöfener anders, hätte die Gelbe Karte für angemessen gehalten: „Ich fand ohnehin nicht, dass das Spiel überhart war.“

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