Dritte Pokalrunde

"Keine Emotionen" - HammStars-Coach Rosic trifft auf alte Weggefährten

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Trifft im Pokal auf seinen Ex-Klub: HammStars-Trainer Ivan Rosic.

Ein Freund des WBV-Pokals wird Ivan Rosic, Trainer der Zweitregionalliga-Basketballer TuS 59 HammStars, wohl nicht mehr. Das Duell gegen seinen Ex-Klub ändert daran nichts.

Hamm - Wenn die TuS 59 HammStars am Samstag in der dritten Runde des WBV-Pokals auf die Lippe Baskets Werne treffen (18 Uhr/Sporthalle Märkisches Gymnasium), dann ist die Begegnung für TuS-Trainer Ivan Rosic mit seinem Ex-Klub eines sicher nicht: eine besonders emotionale Angelegenheit. 

„Ich pflege keine Emotionen zu Werne“, versichert der Coach, der selbst in Werne wohnt und dort sechs Jahre als Spieler und sieben als Trainer tätig war. „All meine Emotionen sind voll auf meinen aktuellen Verein ausgerichtet. Ich bin zu 100 Prozent bei den HammStars glücklich und zufrieden, so dass da nichts übrig bleibt für etwas anderes“, so Rosic. „Meine Vita in Werne ist sicher nicht kurz, aber jetzt bin ich im dritten Jahr in Hamm“, schiebt er hinterher. 

In zwei Wochen geht es erneut gegen Werne

Dennoch wird es für den 47-Jährigen ein Tag, an dem er einige alte Weggefährten treffen dürfte. Und die würde er am liebsten mit einer Niederlage auf den Heimweg schicken. Dass er dafür alles investieren will, versichert Rosic, obwohl es gleich zwei Gründe gibt, die nicht unbedingt dafür sprechen. Denn zum einen kann sich der Hammer Coach nur schwer mit dem Pokal-Wettbewerb anfreunden. „Es ist ja kein Geheimnis, dass ich kein großer Fan des Pokals bin“, sagt er, liegt der Wert der Partie doch irgendwo zwischen notwendigem Übel und willkommenem Testspiel. 

„Aber ich mache alles mit. Zumal das Spiel für uns ist mit Blick auf das schwere Auswärtsspiel am kommenden Samstag in Iserlohn durchaus nützlich sein kein. So bleiben wir im Rhythmus gegen einen gleichwertigen Gegner, was zu diesem Zeitpunkt ganz wichtig für uns ist“, entkräftet Rosic sein Argument gleich selbst. Zum anderen treffen die Hammer schon in zwei Wochen erneut auf den TV Werne – dann um wertvolle Meisterschaftspunkte. 

Taktieren kommt für Rosic nicht in Frage

„Der Zeitpunkt für dieses Spiel ist eher ungünstig. Daher bin ich ein wenig zwiegespalten“, sagt er. „Unsere Priorität liegt ganz klar auf der Meisterschaft. Dennoch werden wir uns akribisch auf den Samstag vorbereitet und die Begegnung sicher nicht kampflos abgeben. Wir wollen zuhause den Rahmen für ein gutes Basketballspiel schaffen.“ 

Taktieren kommt für den Basketball-Fachmann jedenfalls nicht in Frage, auch wenn er sich sicher ist, dass „sich beide Seiten nicht ganz in die Karten schauen lassen werden und trotzdem alles daran setzen werden, um es für sich zu entscheiden.“ 

Rosic mit komplettem Kader gegen eingespieltes Team aus Werne

Personell wird Rosic jedenfalls keine Kompromisse eingehen und seinen kompletten Kader aufbieten. Soweit er zur Verfügung steht, zumindest. Denn Nachwuchsakteur Max Schell kränkelt. „Den hat die Grippe erwischt“, sagt Rosic. „Er hätte aber sowieso nicht spielen dürfen, da er mit einer Doppelspiel-Lizenz von Münster für uns ausgestattet ist und daher im Pokalwettbewerb nicht startberechtigt ist. Somit werden wir mit einem Elferkader auflaufen.“ Gegen Werne erwartet Rosic ein „sehr umkämpftes Spiel, bei dem sicherlich die Tagesform ausschlaggebend sein wird“. 

Dabei lobt er beim Gegner vor allem die Tatsache, dass es sich um ein „seit einigen Jahren eingespieltes Team“ handelt, das zur aktuellen Saison noch einmal „punktuell verstärkt worden ist.“ So kam im Sommer mit Simon Bennett ein sehr erfahrener Akteur aus der 1. Regionalliga dazu, „der die Fäden zusammenhält. Ich glaube, dass sie breit aufgestellt sind“, schätzt Rosic den derzeitigen Tabellen-Fünften der 2. Regionalliga daher hoch ein.

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