Der SKG steht dicht vor dem erneuten Finaleinzug

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Justin Klein, Kevin und Lucas Karschau (von links) wollen erneut jubeln.

HAMM - Die Tür steht sperrangelweit offen. Und bereits am Samstag will der SK Germania Herringen den entscheidenden Schritt hindurch machen. Um 18 Uhr beginnt in der Glückauf-Sporthalle das zweite Play-off-Halbfinalspiel gegen den TuS Düsseldorf-Nord. Nach dem 5:3-Erfolg in der Landeshauptstadt in der vergangenen Woche fehlt dem deutschen Rollhockey-Meister SKG in der „best of three“-Serie nur noch ein Sieg, um erneut ins Finale einzuziehen und der Titelverteidigung ein großes Stück näher zu kommen.

Sollte es im ersten Anlauf nicht klappen, müsste eine dritte Partie am Sonntag (15.30 Uhr) die Entscheidung bringen, Heimrecht hätten dann wieder die Herringer. So weit allerdings wollen es die favorisierten Germanen gar nicht erst kommen lassen. „Wir haben eine ideale Ausgangsposition. Es wäre schön, wenn wir den ersten Matchball nutzen könnten“, sagt SKG-Vorsitzender Michael Brandt. Und das nicht nur, um eine unnötige Zitterpartie zu verhindern. Sondern auch, um Kraft zu sparen. Denn sollten die Germanen zum dritten Mal in Folge nach der nationalen Krone greifen, hätte der Vorjahres-Double-Gewinner an den drei letzten Mai-Wochenenden ein straffes Programm zu bewältigen. Auf das erste DM-Endspiel (16. Mai) würden die beiden Pokalfinals gegen den RSC Cronenberg folgen (23./24. Mai), ehe anschließend endgültig der Deutsche Meister in der zweiten und gegebenenfalls dritten Begegnung ermittelt wird (30./31. Mai).

Doch zunächst gilt die volle Konzentration der Herringer der Aufgabe gegen die Düsseldorfer, die „wir auf keinen Fall unterschätzen dürfen“, wie Brandt betont. Denn die Landeshauptstädter absolvieren eine gute Saison, waren Vorrunden-Vierter und schalteten im Viertelfinale Cronenberg aus. „Das ist eine eingespielte Truppe“, sagt der Vorsitzende und verweist vor allem auf den vor der Saison aus Basel nach Düsseldorf zurückgekehrten Andreas Paczia sowie Schlussmann Jan Kutscha als Säulen des Teams. „Wenn die Düsseldorfer in Führung gehen sollten, stehen sie gut. Dann wird es sehr schwierig“, erklärt Brandt.

Der SKG-Chef ist allerdings guter Dinge, dass die Herringer genau das zu verhindern wissen. Nicht nur, weil sie das erste Duell mit einer ungewohnt defensiven Ausrichtung souverän gestalteten und sich die Düsseldorfer in der Glückauf-Halle traditionell schwer tun. Sondern auch, „weil wir den taktischen Vorteil haben“, sagt Brandt mit Blick auf die Tatsache, dass dem TuS am Samstag nur ein Erfolg weiterhilft. „Düsseldorf steht mit dem Rücken zur Wand, muss etwas tun und offensiv agieren. Das spielt uns in die Karten und sollte uns Räume für Konter geben.“ So hat Trainer Hans-Werner Meier sein Team in den Übungseinheiten entsprechend vorbereitet. Die Herringer wollen die Gäste bereits im Aufbauspiel durch konzentrierte, enge Deckungsarbeit empfindlich stören und nach Balleroberung schnell umschalten.

Im Training fehlte Liam Hages. Ob er am Samstag auflaufen kann, ist mehr als fraglich, nachdem er in Düsseldorf wieder auf die bereits lädierte Schulter gefallen war. Eine Operation spätestens im Sommer scheint unausweichlich. „Er wird sich umziehen, aber auf keinen Fall zur Startformation gehören“, betont Brandt und hofft, dass Hages im Halbfinal-Rückspiel nicht zum Einsatz kommen muss und somit geschont werden kann. Zumal Stefan Gürtler in guter Form ist und auch Philipp Michler immer besser in Schwung kommt. „Wir“, sagt Brandt, „haben ja auch in Düsseldorf viel durchgewechselt und die Partie trotzdem kontrolliert.“ - mb/fh

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