Thomas Kruse starker Achter beim Silvesterlauf

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Die beiden besten LG-Aktiven beim Hauptlauf: Thomas Kruse (links) und Andreas Beulertz.

Soest/Hamm - Einfach nur „happy“ war Eyob Solomun. Viel mehr bekam der gebürtige Eritreer, der seit zwei Jahren in Deutschland lebt, im Ziel auf dem Soester Marktplatz zunächst nicht heraus. Er hatte allerdings auch allen Grund, glücklich zu sein. Nach 14 Kilometern Sololauf kam er in einer fantastischen Zeit von 45:18 ins Ziel beim 34. Silvesterlauf von Werl nach Soest.

Den Sieg eines Pärchens wie im Vorjahr verhinderte Laura Hottenrott. Die Favororitin kam als schnellste Frau ins Ziel, eine knappe Minute vor Solomun Ehefrau Mealat Yemane.

Zwischenzeitlich drohte sogar der Uralt-Streckenrekord über die 15-km-Strecke von Jean Weijts aus dem Jahr 1986 in Gefahr zu geraten. Doch letztlich blieb der 22-jährige Solomun mit seinen 45:18 Minuten doch ein Stück über der Bestmarke von 43:33 Minuten.

Bei besten äußeren Bedingungen nahmen rund 4500 Läuferinnen und Läufer den Hauptlauf, dessen Strecke über die ehemalige B1 von Werl über Westönnen, Ostönnen und Ampen bis nach Soest führte, in Angriff – darunter auch zahlreiche Aktive aus Hammer Vereinen. Bester unter ihnen war bei seiner ersten Silvesterlauf-Teilnahme Thomas Kruse, der auf einen imponierenden achten Platz lief. „Ich war 90 Sekunden schneller als gedacht“, strahlte Kruse, für den 51:10 Minuten zugleich neue persönliche Bestzeit waren. „Die Wetterbedingungen waren einfach perfekt für mich. Außerdem hat mich ein Mitläufer aus Aachen mitgezogen“, bilanzierte er.

Seit vielen Jahren ist Kruses Mannschaftskollege Andreas Beulertz am Silvestertag auf der für den Autoverkehr gesperrten Bundesstraße eins unterwegs, und immer war er weit vorn dabei. Diesmal war es der 16. Platz insgesamt und der zehnte in der Hauptklasse (20 bis 29 Jahre) mit 52:55 Minuten. Beulertz war das Rennen etwas entspannter angegangen, wollte sich nach einer sehr starken Saison diesmal etwas zurückhalten: „Das, was zu erwarten war, habe ich heute abgeliefert. Ich bin ohne Ambitionen auf eine neue Bestzeit ins Rennen gegangen“, war er mehr als zufrieden.

Matthias Marks wurde in der Gruppe ab 45 Jahren mit 58:20 Minuten Neunter. Kristine Rabe steigerte sich auf 64:51 Minuten und belegte damit in der Frauenklasse den sechsten Platz. Katrin Walter aus Uentrop, die für die LF Bönen an den Start geht, war schnellste Frau aus dem Hammer Raum. Mit 62:09 Minuten erreichte sie den zehnten Rang insgesamt und wurde Dritte bei den über 35-Jährigen. Ein Silvesterlauf ohne Helga Eisemann (Westfalia Rhynern) ist kaum denkbar. In der Altersklasse W 60 lief sie nach 73:15 Minuten auf den dritten Platz.

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Im zehnten Jahr wurde der Fünf-Kilometer-Lauf von Ampen nach Soest angeboten. Mit 565 Teilnehmern war die Beteiligung so hoch wie noch nie, es mussten sogar Startnummern nachgedruckt werden. Erstmals waren mehr weibliche als männliche Aktive dabei. Den Startschuss gab die hoch talentierte Sprinterin Gina Lückenkemper aus Welver-Meyerich, die dann ins Trainingslager nach Teneriffa flog. Die Vorjahressieger Andreas Schewalje und Linn Kleine verteidigten ihre Titel, beide starten für die LG Hamm Kamen Holzwickede. Ihren besten Lauf bisher lieferte die erst 14-jährige Kleine ab. Im Ziel waren lediglich vier Männer vor ihr. Und mit der ganz starken Zeit von 18:23 Minuten verbesserte sie ihren Hausrekord und die Kreisbestzeit vom Nikolauslauf noch einmal deutlich. 244 meist ältere Mitläuferinnen blieben hinter ihr. In der deutschen Bestenliste steht sie bei den Schülerinnen jetzt zeitgleich mit Anneke Vortmeier (ASV Duisburg) auf dem ersten Platz. „Das Rennen lief extrem gut“, freute sich Kleine. Mit 19:23 Minuten war Sophia-Alina Kappelmann auf der 5-Km-Strecke noch nie so schnell und gewann die Frauen-Hauptklasse (insgesamt 4.). Siebte im Ziel und zweite der Hauptklasse war Sophia Schewalje nach 21:57 Minuten.

Titelverteidiger Andreas Schewalje wiederholte seinen Vorjahrssieg mit deutlichem Vorsprung nach 16:23 Minuten vor 242 Mitläufern. „Ich habe im vergangenen Jahr schon gewonnen und wollte auch in diesem Jahr eine gute Zeit laufen. Nach etwa 800 Metern konnte ich mich absetzen und habe die Führung danach auch nicht mehr hergegeben“, so der 27-jährige.

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