Hammer Eisbären gehen die Verteidiger aus

Gegen Ratingen gab es zuletzt immer spannende Spiele.
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Gegen Ratingen gab es zuletzt immer spannende Spiele.

Hamm - Ein Trainer, sagt Eisbären-Coach Ralf Hoja, hat eigentlich immer etwas zu nörgeln. So war der frühere Iserlohner Eishockey-Bundesligaspieler nach den beiden Kantersiegen seiner Mannschaft in der Endrunde der Regionalliga West gegen Diez-Limburg (14:5) und in Neuss (9:4) nur bedingt zufrieden.

„Natürlich war es gut, dass sich die Mannschaft nach den unglücklichen Niederlagen im Penaltyschießen am Vorwochenende einmal den Frust von der Seele geschossen hat“, sagt Hoja. „Doch neun Gegentore waren in diesen beiden Spielen einfach zu viel.“ Mit Blick auf die beiden Heimaufgaben gegen den EC Lauterbach (Freitag, 20 Uhr) und gegen die Ratinger Ice Aliens (Sonntag, 18.30 Uhr) setzt der Coach schon allein angesichts der Qualität der Kontrahenten darauf, dass seine Schützlinge weitaus konzentrierter an die Aufgabe gehen.

„Dass man bei einer hohen Führung in der Rückwärtsbewegung etwas nachlässiger wird und nicht mehr so konsequent am Mann steht, ist durchaus verständlich“, meint Hoja. „Doch gegen Lauterbach oder Ratingen müssen wir in dieser Hinsicht konzentrierter arbeiten, wenn wir etwas erreichen wollen.“ Die Lauterbacher Luchse sind laut Hoja ein sehr unangenehmer Gegner, der gut in die Endrunde gestartet ist und ebenfalls schon acht Punkte auf dem Konto hat. Dabei gelang dem Team sogar ein 4:2-Heimerfolg über Ratingen. Allein das müsste für die Eisbären Warnung genug sein, den Gegner nicht zu unterschätzen. Mit Pierre Wex haben die Vogelsberger in dieser Woche allerdings ihren Kapitän verloren, der zum Klassenkonkurrenten nach Neuwied gewechselt ist. „Mal sehen, wie die Mannschaft das verkraften wird“, sagt der Hammer Trainer, der im Rennen um Platz eins in der Endrunde einen Dreikampf zwischen Ratingen, Hamm und Neuwied erwartet. In den Ratinger Ice Aliens sieht er momentan das Team, das als Mannschaft am besten funktioniert. „In den Spielen gegen Ratingen hat man uns zwar stets attestiert, dass wir das bessere Team waren, doch am Ende haben immer die Ratinger gewonnen“, hofft Hoja darauf, dass seine Mannschaft am Sonntag auf eigenem Eis endlich ein Sieg gegen den aktuellen Tabellenführer gelingt.

Allerdings sieht die personelle Situation bei den Eisbären alles andere als rosig aus. Den Hammern gehen die Verteidiger aus. Läuft es ganz schlecht, fehlen gegen Lauterbach gleich vier Abwehrspieler. Bei Kai Domula wurde jetzt ein Innenbandriss im Knie diagnostiziert. Er wird in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Andre Kuchnia ist an der Schulter verletzt, Tim Pietzko hat muskuläre Probleme. Und Til-Lukas Schäfer fehlt gegen die Luchse aus beruflichen Gründen.

„Da müssen wir uns etwas einfallen lassen“, betont Hoja, der zudem mit dem Ausfall von Stürmer Kamil Vavra rechnet, der sich wegen eines Infekts vorerst abgemeldet hat. „Ich hoffe nur, dass Kamil die Jungs, die direkt in der Kabine neben ihm sitzen, nicht auch noch angesteckt hat“, sagt der Hammer Trainer.

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