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Zu wenig Qualität im Abschluss - SG kassiert erste Heimniederlage

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Von: Rainer Gudra

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Simon Schroth, hier im Duell mit Marvin Stöver, vergab vor der Pause zweimal die Führung.
Simon Schroth, hier im Duell mit Marvin Stöver, vergab vor der Pause zweimal die Führung. © Reiner Mroß/Digitalbild

Auch wegen ihrer Heimstärke hat die SG Bockum-Hövel in der Fußball-Landesliga (4) als einzige Mannschaft dem souveränen Spitzenreiter IG Bönen folgen können – wenn auch mit Abstand. Im zwölften Spiel der Saison vor eigenem Publikum ist die Serie gerissen.

Hamm - Mit 2:0 (0:0) siegte der Werner SC am Gründonnerstag auf dem Kunstrasen des Adolf-Brühl-Stadions durch Tore von Chris Thannheiser und hat nun selbst wieder Chancen auf Rang zwei. „Die Niederlage ist bitter und tut schon weh“, meinte David Schmidt, „denn Möglichkeiten hatten wir genug.“ Allerdings nicht die Qualität, sie zu nutzen. „Wir hatten gefühlt Chancen für zwei Spiele, hätten aber – der Klassiker – bis morgen spielen können. Heute wäre kein Ball mehr reingegangen“, ergänzte der Spielertrainer.

Schroth zweimal frei vor Klante

Zwei lädierte Mittelfüße sorgten dafür, dass gegen Werne die besonderen Fähigkeiten von Mergim Deljiu und Rafael Lopez Zapata fehlten, die ja oft den Unterschied machen. „Ich denke schon, dass man das an der einen oder anderen Stelle gemerkt hat“, befand auch ihr Trainer. Dabei tauchte zum Beispiel Simon Schroth in der ersten Halbzeit zweimal frei vor Luis Klante auf, war aber im Abschluss nicht präzise genug, sodass der Werner Keeper Sieger im Eins-gegen-eins blieb. „Einen davon muss er machen. Gehen wir in der ersten Halbzeit in Führung, dann gewinnen wir das Ding“, ärgerte sich Schmidt. „Und dann kassieren wir aus einer halben Chance das erste Gegentor.“

Doppelpack von Thannheiser

Das war richtig schön anzusehen. Nach Vorarbeit des gerade eingewechselten Maurice Goebel lupfte Thannheiser die Kugel aus halblinker Position über Tobias Krakor hinweg ins rechte obere Dreieck (56.). In der Folge erhöhte die SG den Druck und probierte es immer wieder über die schwache linke Abwehrseite der Gäste, doch die oft scharf hereingespielten Flankenbälle von Jannik Kastner fanden zu selten Abnehmer. Zweimal wurde es dennoch gefährlich. Klante parierte glänzend gegen Jawad Foroghi und Mike Kaczor. „Unser Tor vorher war verdient, aber da hat er uns dann den Sieg gerettet“, meinte Wernes Co-Trainer Joel Simon.

Am Ostermontag spielfrei

Die Entscheidung fiel durch einen Foulelfmeter: Foroghi verfolgte Mirac Kavakbasi zu ungestüm und brachte diesen zu Boden, Thannheiser ließ Krakow keine Abwehrchance. Auf der Gegenseite blieb zuvor der Pfiff aus, als Kastner von Innenverteidiger Nico Holtmann rustikal am Torschuss gehindert wurde. „Wenn Jannick sich da fallen lässt in der Box, kriegen wir auch Elfmeter“, war sich Schmidt sicher. Kein Pfiff, kein Ausgleich. „Ich hoffe, dass wir jetzt am Montag gegen Wiescherhöfen spielen können und eine neue Serie starten werden“, meinte Schmidt. Kurz darauf wurde er von der Aktualität eingeholt. Seine Jungs haben spielfrei.

Bockum-Hövel: Krakor – Balci, Baaka, Krausch, Kaczor – Franica (72. Orlowski), Rieping (46. Foroghi), Westmeyer, Müsse – Schroth, Kastner

Werne: Klante – Stöver, Martinovic, Holtmann – C. Lachowicz, Sönmez (88. Niewalda), Heidicker, Poggenpohl (63. Dadal) – Kavakbasi, Thannheiser (86. Drews), Abdinghoff (55. Goebel)

Schiedsrichter: Nico Thielmann (Siegen)

Zuschauer: 80

Tore: 0:1 Thannheiser (56.), 0:2 Thannheiser (85., Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Kastner, Westmeyer, Foroghi, Müsse / Poggenpohl, Goebel, Kavakbasi

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