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Zoe Osterhoff in Polen: Preisgeld, Punkte und eine böse Überraschung

Zoe Osterhoff, Hammer Reiterin.
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Zoe Osterhoff, Hammer Reiterin.

Zoe Osterhoff, Hammer Springreiterin, war in der vergangenen Woche in Polen unterwegs. Beim internationalen Zweisterne-Event in Ciekocinko im Rahmen der Baltica Equestrian Spring Tour 2020 gab es gute Platzierungen, aber auch eine böse Überraschung.

Hamm - Mit sieben Pferden trat Osterhoff die Reise an: Its’s a Miracle und Askarba für die Youngstertour sowie Elovely, Chacenny, Ferrari VDL, Ravel H und Hawaii-S für die Mittlere und Große Tour. „Insgesamt lief es sehr gut für mich. Die Youngster sprangen gut, die anderen auch alle“, sagt Osterhoff, „nur im Großen Preis war’s nicht so toll.“ Da stand nach vier Abwürfen der 63. Platz zu Buche.

Der größte Coup gelang der 21-Jährigen am vergangenen Freitag im Hauptspringen des Tages. Hinter dem Polen Wojciech Wojcianiec mit Naccord Melloni belegte Osterhoff mit Elovely den zweiten Platz.

Für die Top-Platzierung mit dem 11-jährigen Niederländer gab es umgerechnet knapp 4 500 Euro Preisgeld und ordentlich Punkte für die Weltrangliste. Die dürften helfen, dass Osterhoff im kommenden Ranking Anfang August vom aktuell notierten 528. Rang ein paar Plätze nach vorne rutschen wird. Zudem zählt sie als 78. weiter zu den weltweit 100 besten U25-Springreitern.

Zoe Osterhoff: "Es war ein schönes Gefühl"

Mit der 7-jährigen Schimmelstute It’s a Miracle belegte Osterhoff in Ciekocinko in der Nachwuchstour den zweiten Platz in einem Fehler/Zeit-Springen und war als Achte in einem Zweiphasen-Springen platziert. Mit Ferrari VDL war sie am Abschlusstag als Neunte platziert, in einem Zweiphasen-Springen über 1,40 Meter kam sie mit Chacenny als 14. unter 85 Startern ebenfalls noch ins kleine Geld.

„Es war ein schönes Gefühl, endlich mal wieder los zu kommen“, sagt Zoe Osterhoff, die nun darauf wartet, Startplätze bei weiteren internationalen Turnieren zu bekommen – dann vornehmlich in den Niederlanden und in Belgien.

„Ich bin da aber noch nicht wieder so richtig organisiert. Wir schauen jetzt von Woche zu Woche, weil die Startgenehmigungen immer sehr kurzfristig kommen und wir vieles spontan machen müssen“, sagt die Reiterin, die in dieser Woche „mit ein paar anderen Pferden“ noch an einem Late Entry in Warendorf teilnehmen wird.

Den Turniertag mit M**- und S*-Springen bei ihrem Heimatverein RV Rhynern wird sie in der kommenden Woche auslassen. Die Anfahrt von ihrem aktuellen Standort nahe der niederländischen Grenze dauere für ihr jungen Pferde einfach zu lange, sagt sie.

Schrauben an Hängerreifen gelöst

Eine lange Fahrt hat allerdings ein Mitarbeiter am Montag angetreten. Er musste noch einmal die gut 1 300 Kilometer nach Ciekocinko zurücklegen, weil Zoe Osterhoff dort einen Hänger stehen lassen musste. „Irgendwer hat an den Hängerreifen die Schrauben gelöst. Wir waren vielleicht 200 Meter vom Platz weg, als ein Reifen abgeflogen ist“, erzählt Osterhoff vom Schrecken direkt zu Beginn der Rückfahrt.

Der Hänger diente – hinter dem großen Pferdetransporter mit sieben Plätzen für die Vierbeiner – ausschließlich zum Transport von Einstreu und Futter für die Pferde. Gottlob ist nichts passiert. Auch der Hänger hat keinen Schaden genommen, musste mangels passender Schrauben jedoch zurückbleiben. Zoe Osterhoff: „Ich hoffe mal, dass sich da einer nicht mehr als einen bösen Scherz erlaubt hat.“

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