Die Zeit drängt: TuS Uentrop fehlt noch Geld für die 1. Liga

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Künftig für den TuS Uentrop in der 1. Liga? Alexandra Scheld (links) und Nadine Sillus.

Hamm - Der Januar ist vorüber, nicht aber die Suche des Tischtennis-Zweitligisten TuS Uentrop nach Sponsoren, die ihm zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die 1. Liga ermöglichen würden.

Bis Ende des vergangenen Monats wollten die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Karl-Heinz Figge und Willi Lehmköster ursprünglich Klarheit haben, doch nun könnte es Mitte Februar werden, ehe eine Entscheidung über die Zukunft des Spitzenreiters fällt.

Dass sich das Team von Trainer Alexander Daun sportlich für das Oberhaus qualifiziert, ist bei drei Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten MTV Tostedt wahrscheinlich. Sicher ist hingegen, dass der Verein für den Aufstieg kein finanzielles Risiko eingehen wird. „Wir werden uns definitiv nicht verschulden“, sagt Lehmköster.

Der Klub rechnet mit Mehrkosten von etwa 40 000 Euro gegenüber dieser Saison. Einen Teil des Geldes verschlingen höhere Abgaben (Verband, Schiedsrichter, Versicherung). Der Löwenanteil würde in die Verpflichtung von zwei neuen Akteurinnen für das obere Paarkreuz fließen, denn personell unverändert und damit sportlich chancenlos möchte der Verein das Abenteuer Bundesliga nicht in Angriff nehmen. Die langjährigen Uentroperinnen Alexandra Scheld und Nadine Sillus würden im Falle des Aufstiegs wohl an den unteren Positionen zum Einsatz kommen.

Zeit, die Mannschaft beim Deutschen Tischtennis Bund (DTTB) für die 1. Liga zu melden, hat der TuS zwar bis zum 15. März. Doch jeder Tag, der ohne Planungssicherheit verstreicht, mindert die Möglichkeiten der Uentroper auf dem Transfermarkt. „Die Zeit drängt. Es wird immer schwieriger, Spielerinnen zu bekommen, die in unser Anforderungsprofil passen“, sagt Lehmköster, der bereits die Fühler nach Neuzugängen ausgestreckt hat.

Die Hoffnungen von Lehmköster und Figge, der auch Schatzmeister des Tischtennis-Fördervereins ist, leben noch. In den kommenden Tagen führen sie Gespräche mit einem weiteren potenziellen Sponsor. Die Mannschaft hat derweil spielfrei. Erst am 14. Februar treten die Uentroperinnen bei der TTVg WRW Kleve an – dann vielleicht ja schon mit der Gewissheit, dass sie um den Aufstieg spielen. - sst

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