SG Bockum-Hövel vergrößert ihren Kader deutlich

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Thomas Wilczek wechselt vom SVF Herringen zur SG Bockum-Hövel.

HAMM - Die SG Bockum-Hövel wird den Kader zur kommenden Saison deutlich vergrößern. Sieben Spieler – größtenteils von Konkurrenten aus der Fußball-Bezirksliga – hat der Klub vom Adolf-Brühl-Stadion für die Spielzeit 2015/16 bereits verpflichtet. Hinzu kommen drei A-Jugendliche, die in den Seniorenbereich aufrücken. Und die Planungen der SG sind nicht abgeschlossen.

„Wir sind noch auf der Suche nach einem Torwart“, sagt Markus Matzelle, der sich auch im nächsten Jahr mit Stefan Küritz das Traineramt teilen wird. Aber die Fahndung nach einem Schlussmann gestaltet sich bisher „nicht ganz so einfach“.

Dagegen ist die Zusammenstellung des Kaders in allen anderen Mannschaftsteilen bereits weit fortgeschritten, einige Akteure kehren nach Bockum-Hövel zurück. Wie Steven Farchmin, derzeit noch in Diensten des klassenhöheren Nachbarn SV Herbern. Darüber hinaus kommen Michael Mryka und Simon Peper vom TuS Wiescherhöfen zur SG. Der benachbarte designierte Absteiger SVF Herringen verliert Thomas Wilczek und Fabian Düser an die Bockum-Höveler, zudem gaben Kerim Isiktekin und Ismail Uysal (TSC Hamm) ihr „Ja-Wort“. Aus dem eigenen Nachwuchs werden Mike Taeger, Andre Nillies und Pirmin Langenkemper den Bezirksligisten verstärken.

Das Gros des derzeitigen Aufgebots bleibt den Bockum-Hövelern zudem erhalten. Fest steht bislang nur der Abgang von Dennis Steinke, den es wohl zurück nach Wiescherhöfen zieht. „Sonst haben fast alle ihren Verbleib zugesichert“, sagt Matzelle, der mit Blick auf die „Offensive“ des Klubs in Sachen Kaderplanung betont: „Das heißt nicht, dass bei uns jetzt das Portemonnaie aufgemacht worden ist.“ Vielmehr reagiere die SG auf die Erfahrungen der laufenden Spielzeit, in der Verletzungen, berufliche Verpflichtungen oder Urlaube immer wieder für personelle Engpässe und teilweise für Trainingseinheiten mit nur acht Akteuren sorgten. Zumal im Winter Tarik Basoglu, Carsten Edelkötter und Mevan Askar den Klub verließen beziehungsweise kürzer traten. „Wir werden den Kader auf 24, 25 Spieler aufstocken“, erklärt Matzelle, der mit Küritz zwar nicht gezielt nach weiteren Akteuren sucht, aber die Augen noch offen hält.

Denn eine erneute Talfahrt wie in diesem Jahr möchte die SG auf jeden Fall vermeiden, die „Blutzufuhr“ soll vielmehr dafür sorgen, dass „wir uns oben herantasten“. Das schien eigentlich schon in dieser Saison zu gelingen, die durchaus verheißungsvoll begonnen hatte. Noch im März wies die Tabelle die Bockum-Höveler nach dem 4:2-Erfolg im Nachholspiel gegen den TSC Hamm als Teil der erweiterten Spitzengruppe aus. Danach aber ging es bergab, die SG ist mittlerweile das viertschwächste Rückrundenteam. „Bis zur Winterpause war alles in Ordnung, bis dahin waren wir sportlich zufrieden. Aber danach gab es einen deutlichen Abwärtstrend. Wir spielen zurzeit nicht gut, und das sieht man an den Ergebnissen“, sagt Matzelle auch mit Blick auf den schwachen Auftritt seines Teams am Sonntag beim 1:2 in Herringen.

Zusätzlich wurmt ihn allerdings die „eklatante“ Schwäche der SG im Adolf-Brühl-Stadion, wo am Montag übrigens mit dem Bau der Kunstrasenplätze begonnen wurde. Die Bockum-Höveler haben die zweitschlechteste Heimbilanz aller Bezirksligisten. So ist der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz vier Spieltage vor Saisonende auf sieben Zähler zusammengeschmolzen. „Ich hatte mir schon mehr erhofft“, gesteht Matzelle. Hoffnungen, die sich nun im nächsten Jahr erfüllen sollen.

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