Rollhockey

Zarod bleibt Trainer des SK Germania Herringen

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Christian Zarod

Im Sommer 2016 hatte Christian Zarod beim Rollhockey-Bundesligisten SK Germania Herringen als Trainer die Nachfolge von Hans-Werner „Alfredo“ Meier angetreten. Unabhängig vom Ausgang des Finales um die Deutsche Meisterschaft am Wochenende gegen die IGR Remscheid haben sich der Coach und der Verein auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt.

Hamm – Einen Moment überlegen musste Christian Zarod schon, als sich die Frage stellte, ob er noch ein weiteres Jahr als Trainer auf der Bank des deutschen Rollhockey-Meisters SK Germania Herringen sitzen wolle. Allerdings nicht allzu lang. Denn nach dem Gespräch mit dem SKG-Vorsitzenden Michael Brandt war schnell klar, dass er auch nach drei zeitintensiven Jahren noch die nötige Energie und Lust besitzt, um weiter mit der Mannschaft zu arbeiten. „Das ist schon alles sehr umfangreich, weil ich ja auch Abteilungsleiter bin. Da denkt man natürlich darüber nach, wie lange man das noch macht“, wägt der 37-Jährige ab. „Aber wir haben uns darauf geeinigt, dass ich noch ein Jahr weiter mache. Stand jetzt wird es das letzte sein – es sei denn, ich sage dann, es passt auch weiterhin alles – sportlich wie privat.“

Ein freundschaftliches Verhältnis

Dass es mit ihm und der Mannschaft so gut passen würde, hätte Zarod nicht für möglich gehalten, als er im Sommer 2016 als Nachfolger von Hans-Werner „Alfredo“ Meier vom Co- zum Cheftrainer befördert wurde. „Absolut nicht“, sagt er. „Weder, dass wir so erfolgreich sein würden, noch dass es so viel Spaß macht mit den Jungs. Das ist ja kein Verhältnis wie zwischen Trainer und Spieler, sondern ein sehr freundschaftliches.“ Auch im Umgang mit dem Vorsitzenden Michael Brandt und dessen Stellvertreter Norbert Hages stimmt die Chemie, so dass sich Brandt sehr froh darüber zeigt, den Coach zumindest für eine weitere Saison halten zu können. „Wir haben gehofft und darauf gesetzt, dass er weiter macht“, sagt der Vorsitzende. „Wir wissen, dass es neben Beruf und Familie mächtig anstrengend ist, Woche für Woche abzuliefern. Das ist schon eine große Herausforderung. Daher waren wir froh, dass er gesagt hat, ich will den Titel und noch einmal nach Europa raus.“

Denn die Spiele in der European League sind für Zarod ähnlich wie für die Mannschaft ein absoluter Höhepunkt. „Da wollen wir unbedingt wieder hin“, sagt der Coach. „Die Auslosung im vergangenen Jahr war schon super – wer spielt nicht gerne gegen Mannschaften wie Sporting Lissabon. Das gibt die nötige Motivation, um das entsprechend weiter zu machen.“

"Die Ausgangslage könnte schlechter sein"

In seiner ersten Saison führte Zarod das Team gleich zum Pokalsieg, in der vergangenen folgte das zweite Double der Vereinsgeschichte, und er wurde zum Trainer des Jahres in Hamm gewählt. Jetzt soll am Samstag im Final-Rückspiel gegen die IGR Remscheid (15.30 Uhr/Glückauf-Halle) die nächste Meisterschaft perfekt gemacht werden. „Die Ausgangslage könnte schlechter sein“, weiß er nach dem 7:4-Erfolg vom vergangenen Samstag in Remscheid. „Gewonnen ist aber noch gar nichts – wir müssen mit derselben Einstellung da reingehen wie in das Hinspiel.“

Dass Zarod so einschlagen würde, hätte auch Brandt nicht geglaubt. „Am Anfang war das nicht absehbar. Damals war es so, dass die Mannschaft wesentlich besser mit dem Co-Trainer klar kam als mit ‘Starcoach’ Alfredo“, sagt er. „Mittlerweile hat Christian auf allen Ebenen geliefert und ist nach wie vor zu 100 Prozent dabei. Und auch die Spieler waren alle dafür, zu versuchen, den Trainer weiter an uns zu binden.“

Dafür, dass sich die Erfolge weiter einstellen, weiß Zarod auch weiterhin Michael Brandt und Norbert Hages an seiner Seite. „Wir haben einfach ein tolles Verhältnis zueinander“, sagt Brandt. „Und wir werden versuchen, das Rad gemeinsam positiv in Bewegung zu halten.“

Vorverkauf

Der Vorverkauf für das DM-Finale hat begonnen. Karten für die Partie am Samstag gibt es beim Restaurant Plaka, Jahns Markt&Mehr und im Reisebüro Busche.

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