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Young Rooster erhält bei den Hammer Eisbären seinen ersten Profivertrag

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Von: Peter Schwennecker

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Lennart Esche bestritt als Förderlizenzspieler der Young Roosters Iserlohn schon fünf Oberliga-Spiele im Trikot der Hammer Eisbären.
Lennart Esche bestritt als Förderlizenzspieler der Young Roosters Iserlohn schon fünf Oberliga-Spiele im Trikot der Hammer Eisbären. © Robert Szkudlarek

Die Kooperation, die die Hammer Eisbären zum Jahreswechsel mit dem DEL-Klub Iserlohn Roosters eingegangen sind, trägt jetzt erste Früchte.

Hamm - Verteidiger Lennart Esche von den Young Roosters, der am Freitag 20 Jahre alt wird, erhält beim Eishockey-Oberligisten seinen ersten Vertrag als Profi. Er ist übrigens eines der wenigen Talente aus dem Nachwuchsbereich der Sauerländer, die das auch schaffen. Deshalb freut sich der Sportliche Leiter der Eisbären, Ibrahim Weißleder, dass sich Esche für Hamm entschieden hat.

Zweite Mannschaften sind selten

„Wenn du im Nachwuchsbereich bei einem DEL-Klub bist, bleibt dir nach der Jugendzeit lediglich der Wechsel oder das frühzeitige Ende der Laufbahn, wenn du den Sprung nicht schaffst“, weiß Weißleder nur zu gut, welche Probleme die Nachwuchsspieler eines großen Profi-Klubs haben. Denn eine zweite Mannschaft, in der die Talente aufgefangen werden können, gibt es bei den meisten Vereinen aus finanziellen Gründen nicht.

Kontakt über Artur Grass

Weißleder hatte im Januar Kontakte zum Young-Roosters-Trainer Artur Grass geknüpft. „Mein Coach hatte mich dann gefragt, ob ich Lust hätte, in Hamm mal Oberliga zu spielen“, erzählt Esche. „Ich habe gleich zugesagt.“ Zum Ende der vergangenen Saison bestritt der Verteidiger als Förderlizenzspieler fünf Begegnungen im Hammer Trikot, hinterließ dabei einen sehr guten Eindruck. Er bestach auch in brenzligen Situationen vor allem mit seiner Ruhe und mit seiner ausgezeichneten Übersicht, mit der er gute Pässe nach vorne spielte.

Indirektes Lob für den Rookie

Mit einer Größe von 1,73 m ist er recht klein. „Das körperbetonte Spiel ist nicht meine Stärke“, sagt Esche. „Aber ich kann ein Spiel sehr gut lesen.“ Das erkannte auch Eisbären-Trainer Jeff Job, der den Iserlohner meist in der ersten Reihe einsetzte. „Und als ich sogar beim Überzahlspiel auf das Eis durfte, war ich schon überrascht“, gesteht der Nachwuchsmann ein. Ein größeres Lob kann es für einen Rookie eigentlich nicht geben.

Auch Weißleder traut Esche, dessen Vater Jens übrigens von 1996 bis 2004 mit einer kleinen Unterbrechung in Hamm als Stürmer Eishockey spielte, sehr viel zu. „Lennart wird bei uns einen weiteren Schritt machen“, betont der Sportliche Leiter.

Lehre als Versicherungskaufmann

Esche selbst, der erst einmal einen Einjahresvertrag unterzeichnete, sieht die Eisbären als gutes Sprungbrett für die Zukunft an. „Mir wäre es schon am liebsten, wenn ich erst einmal meinen Lebensunterhalt mit Eishockey bestreiten könnte“, hat er durchaus höhere Ziele. Dennoch hat er sich abgesichert, absolviert derzeit parallel eine Lehre als Versicherungskaufmann und steht dabei kurz vor dem Abschluss.

Seit seinem dritten Lebensjahr steht er übrigens mit Schlittschuhen auf dem Eis. Zum ersten Mal wechselt er jetzt den Verein. „Mein Vater hat mir erzählt, dass es ihm in Hamm immer sehr gut gefallen hat“, sagt Esche. Und dieser Eindruck hätte sich auch bei seinen wenigen Einsätzen bestätigt.

Viel Zeit im Fitnessstudio

Die Erwartungen sind groß. „Ich glaube, dass wir in der kommenden Saison eine gute Truppe haben werden“, brennt der Iserlohner auf die neue Herausforderung. Vor allem im Fitnessstudio wird er sich im Sommer quälen, um zum Trainingsauftakt im August in guter Verfassung bei den Eisbären zu erscheinen. Seine Vorfreude auf das erste Jahr im Seniorenbereich ist groß.

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