Yaglioglu führt Deutschland zur Kleinfeld-WM

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Selbstbewusst zur Kleinfeld-WM: Tigin Yaglioglu.

HAMM - Tigin Yaglioglu ist erst 23 Jahre alt, doch aus der deutschen Fußball-Kleinfeld-Nationalmannschaft ist er nicht mehr wegzudenken. Der Hammer Fußballer führt die Auswahl als Kapitän in das dritte internationale Turnier binnen eineinhalb Jahren – und in ein neues Abenteuer.

Denn nach zwei Europameisterschaften startet das Team ab diesem Wochenende bei der WM. Ausgetragen wird sie in den Vereinigten Staaten – genauer: in Dallas/Texas. Bei den kontintalen Titelkämpfen in Griechenland (2013) und Montenegro (2014) war für das Team des Deutschen Kleinfeld-Fußball-Verbandes (DKFV) jeweils im Halbfinale Endstation. Einen Platz unter den besten Vier peilt Yaglioglu trotz jetzt globaler Konkurrenz auch für den „WMF World Cup“, wie die Kleinfeld-WM offiziell heißt, selbstbewusst an.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen können, wenn wir in der Hauptrunde nicht sofort auf die USA treffen. Obwohl: Wir sind Deutschland – und die ,Großen’ haben in Brasilien ja gezeigt, was man mit Turnier-Gastgebern so machen kann...“, sagt der Student der Sporthochschule Köln, der für den rheinischen Oberligisten SSV Merten antritt, und erinnert zudem an die EM-Turniere, bei denen Deutschland jeweils die Gastgeber-Teams aus dem Turnier warf.

Gespielt wird in Texas nach den Regeln der Major Arena Soccer League (MASL), einer semiprofessionellen Hallenfußball-Liga, die in den USA recht verbreitet ist. Das bedeutet für die europäischen Kleinfeldfußballer einige Umstellungen: Der Platz hat die Maße eines Eishockey-Feldes und ist damit größer als die Kleinfelder hier. Zudem sind die Banden in den Ecken abgerundet. Die Spielzeit ist mit 4 x 15 Minuten länger als bei der EM.

Der deutsche Kader hat sich im Vergleich zu den europäischen Titelkämpfen Ende des vergangenen Jahres leicht verändert. Neu hinzu kommen drei Aktive, die in den USA leben und arbeiten und nebenher in der MASL spielen. Vor allem aber hat Yaglioglu einen prominenten Neuzugang für seine Mannschaft: Marius Ebbers. Der langjährige Bundesliga-Profi, der unter anderem für den 1. FC Köln und St. Pauli stürmte und seit Anfang dieser Saison zum Spaß beim Fünftligisten SC Victoria Hamburg kickt, reiste mit dem Team bereits am Montagfrüh in die USA, um sich dort zu akklimatisieren.

Jede Hilfe ist willkommen, denn schon die Gruppengegner der Deutschen sind nicht von Pappe. Im Eröffnungsspiel in der Nacht zu Sonntag (0 Uhr/MESZ) trifft Deutschland im Allen-Event-Center auf Mexiko, das neben Brasilien und USA zum Kreis der Favoriten zählt. Indien als zweiter Gegner (Sonntag, 21 Uhr) ist „für uns ein Riesenfragezeichen“, wie Yaglioglu zugibt.

Und zum Schluss geht es gegen keinen Geringeren als Europameister Rumänien (Dienstag, 2.30 Uhr). „Eine spaßige Gruppe“, scherzt Yaglioglu. Die DKFV-Auswahl muss Zweiter werden, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Die zwei besten Gruppendritten kommen ebenfalls weiter. - sst

Die offizielle Turnierseite www.wmfworldcup.com zeigt Spiele im Livestream.

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