Ligakonkurrent

Wiescherhöfen-Konkurrent und Frohlinde-Coach Michael Wurst poltert: Insgesamt 500 Euro Strafe!

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Michael Wurst beim Dreh der Doku-Soap (WDR) im Jahr 2003. [Archiv]

Michael Wurst ist Trainer des FC Frohlinde, Liga-Konkurrent des TuS Wiescherhöfen, und Stadionsprecher beim VfL Bochum – und wetterte am Wochenende gegen einen Schiedsrichter.

Update, 12. April, 11.12 Uhr: Die Offiziellen Mitteilungen des FLVW sind da und bestätigen: Der FC Frohlinde, Ligakonkurrent des Tus Wiescherhöfen, wurde zu einem Ordnungsgeld in Höhe von 300 Euro verdonnert für das Verhalten von Michael Wurst am Spielfeldrand. Das ist aber nicht alles.

Die Fans des FC Frohlinde bringen dem Verein nämlich eine weitere Strafe ein: 200 Euro kommen hinzu. Der Grund: "Vernachlässigung des Spielordnungsdienstes sofern ein Spielabbruch nicht stattfand" und "Verhalten von Zuschauern, die dem Verein FC Frohlinde zuzuordnen sind, nach Spielende". Das macht insgesamt 500 Euro – viel Geld.

Zusätzlich zur Geldstrafe: Dustin Wurst vier Spiele gesperrt

Der Ex-Rhyneraner Dustin Wurst wurde für sein Verhalten zudem gesperrt und darf bis einschließlich 5. Mai nicht am Spielbetrieb mitwirken.

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Update, 8. April, 18.51 Uhr: Die Schiedsrichterbeleidigung war wohl nicht der erste Fall in dieser Saison. So musste Michael Wurst als Trainer von Wiescherhöfens Ligakonkurrent FC Frohlinde schon seinen dritten Innenraumverweis in dieser Saison hinnehmen. Auch die Höhe der Strafe ist mittlerweile bekannt: Sie beträgt nach unseren Informationen 300 Euro.

Die Rote Karte hat im Übrigen nicht irgendein Spieler bekommen, wie diese Redaktion erfuhr. Sondern: Ex-Rhyneraner Dustin Wurst, der Cousin von Michael. Vielleicht haben ja die Familienbande zum emotionalen Ausrutscher beigetragen. Dustin Wurst jedenfalls soll jetzt vier Wochen gesperrt sein – harter Rückschlag für die Frohlinder im Meisterschaftskampf.

Wurst poltert: Staffelleiter Engelage spricht von Ordnungsgeld "in nicht geringer Höhe"

Update, 8. April, 15.32 Uhr: Der Vorfall ist auch von Helmut Engelage, Staffelleiter der Landesliga 3, nicht unbemerkt geblieben – und auch nicht ungestraft.

"Ich habe ein Ordnungsgeld verhängt", sagte Engelage auf Nachfrage dieser Redaktion. Die genaue Zahl wollte er nicht mitteilen. Nur so viel: "Es handelt sich nicht gerade um eine geringe Höhe." 

Die Sache sei damit vom Tisch, mit einer Sperren hätte Michael Wurst nicht mehr zu rechnen. "Ein Ordnungsgeld zeigt da auch viel mehr Wirkung", so Staffelleiter Engelage.

Bericht: So heftig wettert Frohlinde-Coach Michael Wurst gegen den Schiedsrichter 

Hamm – Michael Wurst ist im Ruhrgebiet bekannt. Als Stadionsprecher des Zweitligisten VfL Bochum, als Teilnehmer einer Doku-Soap im WDR – und als Fußballer. In seiner Rolle als Trainer des FC Frohlinde, Konkurrent des TuS Wiescherhöfen in der Landesliga, ist er nun aber über sein Ziel hinausgeschossen. Auf Facebook wetterte er gegen einen Schiedsrichter.

Mittlerweile ist der Beitrag gelöscht, er liegt dieser Redaktion aber vor. So schrieb er: "Ich habe mich an dieser Stelle noch nie beschwert, nie nachgetreten, oder die Schuld einer Niederlage bei anderen gesucht!" Bis zum Wochenende nach der späten Niederlage seines Teams gegen den SSV Buer – Frohlinde kassierte in der 93. Minute den Gegentreffer zum 0:1.

"Ich bin mir sicher: Er hatte eine leichte Fahne"

Wurst beschwerte sich darauf hin öffentlich über die Leistung des 19-jährigen Schiedsrichters Lasse Lütke-Kappenberg, der unter anderem auch in der Jugend-Bundesliga Spiele leitet. Demnach hätte ein Spieler in Richtung Schiedsrichter "Hast du getrunken?" gerufen nach einer strittigen Entscheidung, sah dafür die Rote Karte. Folgerichtig. Wurst ließ sich allerdings zur Aussage verleiten, der Schiedsrichter hätte "eine leichte Fahne" gehabt. Harter Tobak.

Facebook-Beitrag wieder gelöscht

Ein Grund wohl auch, warum Wurst, dessen Cousin Dustin als Spieler und Trainer beim SV Westfalia Rhynern aktiv war, den Facebook-Post wenig später gelöscht hat. "Ich habe mir ein Stück weit meinen Frust von der Seele geschrieben – bleibe im Kern aber dabei", so Wurst im Gespräch mit dieser Redaktion. Allerdings wolle er auch "einem 19-Jährigen, der einen schlechten Tag hatte, nicht die Zukunft verbauen", so Wurst, der bereit wäre, mögliche Konsequenzen zu akzeptieren. "Ich habe in den Wald reingerufen. Jetzt muss ich auch damit leben, dass eventuell etwas zurückkommt", sagte er.

TuS Wiescherhöfen und der FC Frohlinde kicken in einer Liga.

Der FC Frohlinde führt die Staffel 3 der Landesliga nach 24 Spieltagen mit 47 Punkten an, Verfolger SC Obersprockhövel steht bei 43 Zählern. Der TuS Wiescherhöfen rangiert abgeschlagen im Mittelfeld auf dem neunten Platz mit 33 Punkten. Zum Duell Frohlinde – Wiescherhöfen kommt es am 12. Mai (Sonntag) um 15.15 Uhr, im Hinspiel unterlag er TuS mit 1:2.

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