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Wochen der Weichenstellung für die HSV

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Von: Rainer Gudra

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Philipp Grodowski steht der HSV wieder zur Verfügung, Julius Woitaschek (im Hintergrund) muss wegen einer Rotsperre allerdings zuschauen.
Philipp Grodowski steht der HSV wieder zur Verfügung, Julius Woitaschek (im Hintergrund) muss wegen einer Rotsperre allerdings zuschauen. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Für die Hammer SpVg beginnt am Sonntag mit dem Heimspiel gegen die Sportfreunde Siegen (15 Uhr, 24nexx Arena) der Endspurt in der Einfach-Runde der Fußball-Oberliga Westfalen. 

Hamm - Es sind zwar noch keine „Wochen der Wahrheit“ bis zum 27. März, aber vor der Teilung der Liga in Auf- und Abstiegsrunde mit den weiteren Aufgaben gegen Gütersloh (5. Platz), Vreden (13.) und Haltern (17.) durchaus „Wochen der Weichenstellung“.

Vor dem ersten Punktspiel in diesem Jahr sind für die HSV beide Szenarien denkbar. Doch die Wahrscheinlichkeit, in der unteren Hälfte des Tableaus zu landen, ist für das Team von Steven Degelmann ungleich größer als die Chance auf einen Platz unter den zehn Besten. „Wir wollen erst einmal eine gute Grundlage legen, damit wir nicht nach jedem Spiel auf andere Ergebnisse gucken müssen“, sagt der HSV-Trainer. Für den Liga-14. werden daher vor allem die Partien in Vreden und Haltern besondere Bedeutung haben.

Degelmann erwartet Siegener Qualität

„Wir müssen auf jeden Fall noch gut punkten“, sagt Degelmann, dessen Team sich vor Weihnachten mit den Siegen daheim gegen Rheine (2:1) und in Sprockhövel (1:0) großen Respekt verschafft hatte. Und gerade der Auftritt gegen Rheine macht Hoffnung, denn: „Siegen hat eine ähnliche Qualität.“ Das Liga-Spiel der Sportfreunde am vergangenen Sonntag gegen die SG Wattenscheid 09 (1:1) hatte sich die Sportliche Leitung der HSV nicht angesehen, sich aber anderweitig informiert. „Sie haben ihre Stärke gewiss im Offensivspiel und erzielen dafür eigentlich noch zu wenig Tore“, sagt Degelmann, der die Siegener im 4-2-3-1 erwartet, wobei zuletzt Justin Huber und Leandro Fünfsinn in einem 4-4-2-Grundgerüst die Doppelspitze bildeten.

Wie auch immer, die Hammer haben bei der Generalprobe ihre Defensivarbeit trotz der 1:2-Niederlage bei der Paderborner U21 sehr gut erledigt. So dürfte die Dreier-Abwehr mit Mika Oxe, Patrick Nemec und Emre Cakir auch gegen Siegen Bestand haben. „Ob die jetzt mit Neuner und Zehner oder zwei Neunern spielen, da ändert sich für uns nichts“, sagt Degelmann, der aber einen besonderen Blick auf die rechte Seite der Gäste wirft, wo mit Arda Nebi ein feiner Techniker unterwegs ist.

Gute personelle Lage bei der HSV

Personell sieht es bei den Gastgebern gut aus, denn bis auf den rotgesperrten Julius Woitaschek und Langzeit-Patient Marcel Todte stehen alle Mann zur Verfügung – also auch Hosan Ahmed und Philipp Grodowski, die beim „absolut wertvollen Test“ (Degelmann) in Paderborn nicht dabei waren. So werden sich trotz der insgesamt guten Vorstellung beim Zweitliga-Unterbau wohl Änderungen in der Startelf ergeben.

„Die Trainingswoche war sehr intensiv, jeder wollte sich noch einmal zeigen“, freute sich Degelmann über „ein bisschen Unruhe“ unter den 22 Spielern, die dabei waren. „Ansonsten“, sagt er, „hoffe ich, dass wir nach einer so langen Pause wieder gut reinkommen.“ Nach 86 Tagen ohne Liga-Wettkampf auch erst einmal nicht so einfach.

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