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Wortmann greift bei der Hammer SpVg zur Floskel: „Wir müssen den Bock umstoßen“

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Von: Rainer Gudra

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Für ihren großen Einsatz wurde die HSV, hier mit Breuer (vorne) und Loheider, in Sinsen nicht belohnt.
Für ihren großen Einsatz wurde die HSV, hier mit Breuer (vorne) und Loheider, in Sinsen nicht belohnt. © gudra

Das erste Spiel nach der Entlassung von Trainer Heiko Hofmann brachte der Hammer SpVg in der Fußball-Westfalenliga 1 nicht die erhoffte Wende – das 0:1 in Sinsen war die vierte Niederlage in Folge mit einem Torverhältnis von 1:11.

Hamm - Kein Wunder, dass auch der Sportliche Leiter Holger Wortmann, der die Mannschaft gemeinsam mit Philipp Grodowski und Karl-Heinz Zielinski betreut, eine in dieser Situation beliebte Floskel verwendet: „Wir müssen den Bock umstoßen.“ Dies möglichst am Sonntag (14.30 Uhr, 24nexx Arena) gegen Westfalia Kinderhaus.

Der Auftritt der HSV in Sinsen beendete zwar nicht die Ergebniskrise, räumte aber viele Zweifel aus, denn: „Da war eine Mannschaft auf dem Platz zu sehen, in der jeder für jeden gekämpft hat, wo miteinander gespielt und gearbeitet wurde“, sagt Wortmann. Nur ein Problem hat das Übergangs-Trainertrio nicht beseitigen können: die Abschlussschwäche. „Wir müssen im letzten Drittel ein Stück weit noch entschlossener sein, vermehrt in die Box kommen und dazu das Spiel über die Flügel bis zur Grundlinie forcieren“, sagt Wortmann. Sequenzen dazu ließ er am Freitag im Abschlusstraining durchexerzieren.

Kein Druck in der Trainerfrage

Auch Kinderhaus trifft selten – zuletzt immerhin dreimal beim Unentschieden in Nottuln. 12:13 lautet das Torverhältnis nach elf Spielen, doch Wortmann weiß: „Auch sie sind gewillt, nach vorne zu spielen, haben zudem ein gutes Anlaufverhalten.“

Die Gäste haben ein typisch für Trainer Holger Möllers zusammengestelltes Team: „Viele talentierte junge Spieler, gut ausgebildet, sehr laufstark und sehr motiviert“, sagt Wortmann, und deshalb weiter: „Es ist eine Mannschaft, die uns alles abverlangen wird. Man sollte sie nicht nach dem Tabellenstand bewerten... Uns allerdings auch nicht.“

Obwohl das Polster zum TuS Haltern auf dem ersten der drei Abstiegsplätze nur noch drei Punkte beträgt, herrscht Ruhe im Hammer Osten. „Es zeichnet uns gerade aus, dass wir alles klar ansprechen und sachlich analysieren“, sagt Wortmann. Mit potenziellen Trainerkandidaten habe man in dieser Woche gar nicht gesprochen, „auch wenn sich Berater melden und einige sich selbst ins Gespräch gebracht haben.“ Druck habe man nicht, sagt der Sportliche Leiter, der die Mannschaft wohl auch bis zur Winterpause gut betreut sieht. Bis dahin ist’s ja auch nicht mehr weit. Die letzten Gegner: Verl II daheim, Spitzenreiter Erkenschwick und am 4. Dezember RW Deuten zum Rückrundenstart.

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