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OSC 01 Hamm sagt die 48. Auflage ab - Winterlaufserie nur virtuell

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Von: Rainer Gudra

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Massenstarts bei der Hammer Winterlaufserie, so wie hier vor zwei Jahren über 15 Kilometer, wird es – wie bereits 2021 – auch in diesem Winter nicht geben.
Massenstarts bei der Hammer Winterlaufserie, so wie hier vor zwei Jahren über 15 Kilometer, wird es – wie bereits 2021 – auch in diesem Winter nicht geben. © Robert Szkudlarek/Digitalbild

„Wir haben gewartet bis zum bitteren Schluss, aber wir müssen leider absagen.“ Vorstandsmitglied Michael Vielberg verkündete das Aus für die 48. Sparkassen-Winterlaufserie des OSC 01 Hamm mit größtem Bedauern in der Stimme.

Hamm - Die erwartbare Begründung folgte schriftlich: „Wir sind gehalten, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor kurz- oder langfristigen Gesundheitsschäden zu bewahren. Das kann uns nicht gelingen, weil die Coronafälle zurzeit steil ansteigen und damit das verantwortbare Risiko unkontrollierbar wird.“

Am Mittwoch kam für die traditionellen Wettbewerbe – geplant für den 30. Januar (zehn Kilometer) sowie 13. und 27. Februar (15 Kilometer/Halbmarathon) – zum zweiten Mal in Folge die vorzeitige Absage. Dafür soll der Pandemie, wie schon 2021, virtuell mit einer „Light-Version“ getrotzt werden. „Die ist nicht nur als Ersatz, sondern auch als Widerstand gegen die Ohnmacht in der Welt des Corona-Virus zu verstehen“, heißt es in der OSC-Mitteilung auf dem Anmeldeportal myraceresult.com.

Abgespeckte version nicht vorstellbar

„Die stark steigenden Fallzahlen lassen uns gar keine andere Chance. Mit den ganzen Einschränkungen ist das alles nichts. Eine abgespeckte Version der Serie ohne großes Starterfeld, sanitären Anlagen oder Kaffee und Kuchen im Veranstaltungszelt mögen wir uns nicht vorstellen“, sagt Vielberg, und: „Es überrascht mich, dass der eine oder andere Lauf unter solch abgespeckten Bedingungen überhaupt noch durchgeführt wird.“

Für die drei Teilwettbewerbe 2022 rund um das Jahnstadion hatte es insgesamt bereits mehr als 300 Nennungen gegeben. Kurzfristig ist das Anmeldeportal geschlossen gewesen, seit Donnerstag aber für die „WLS light“ wieder geöffnet. „Wir hoffen darauf, dass die Veranstaltung nicht in Vergessenheit gerät. Schon im vergangenen Jahr war das ein großer Erfolg. Da haben wir zum Beispiel auch spezielle Startnummern für den Ausdruck vorbereitet, oder viele Bilder veröffentlicht“, berichtet Vielberg, schränkt aber ein: „Okay, die Leute können laufen, vielleicht auch mit mehreren in einer Gruppe, aber es ist nicht zu vergleichen mit einem normalen Wettkampf.“

Spenden für Hospiz und Aktion „Läuferherz“

Dennoch hoffen die Verantwortlichen des OSC darauf, dass sich möglichst viele Sportlerinnen und Sportler auch an der virtuellen Serie beteiligen werden, denn sie ist als Charity-Veranstaltung ausgeschrieben. Teilnahmegebühren werden vom Veranstalter nicht erhoben, aber es wird um Spenden gebeten. Sie werden, wie schon 2021, zu gleichen Teilen dem Christlichen Hospiz in Hamm und der Aktion „Läuferherz“ der Kinderkrebshilfe Münster zugute kommen.

Für die drei virtuellen Wettbewerbe ist jeweils ein 9-tägiger Wertungsabschnitt vorgesehen: Für die zehn Kilometer vom 29. Januar bis zum 6. Februar, für die 15 Kilometer vom 12. bis zum 20. Februar sowie für den Halbmarathon vom 26. Februar bis zum 6. März.

„Vertrauen auf die Ehrlichkeit aller“

Zu Beginn eines jeden Abschnitts erhält jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer per E-Mail einen Link, über den die – an welchem Ort auch immer – gelaufene und selbst gestoppte Zeit gemeldet wird. Zum Nachweis von Zeit und Strecke (GPS) sind ein Screenshot aus der Laufapp oder ein Foto von der Uhr hochzuladen. Die Zeiten werden für die Gesamtwertung sowie für die Altersklassen eines jeden Laufes erfasst. „Wir vertrauen auf die Ehrlichkeit aller Teilnehmer“, sagt Michael Vielberg.

Anmeldungen: Auf dem Portal myraceresult.de befinden sich unter Alle Events/Winterlaufserie die Anmeldefunktion und weitere Infos.

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