Die HSV will ihre Serie bei Aufsteiger TSV Marl-Hüls verteidigen

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Drei Spiele ohne Niederlage – diese Serie will die HSV um Nils Kisker (am Ball) beim TSV Marl-Hüls verteidigen.

Hamm - Zwei Siege in Folge, dazu am vergangenen Sonntag ein 3:3-Remis gegen die ambitionierten Sportfreunde Siegen nach 1:3-Rückstand – nach bleiernen Wochen schlägt sich der spielerische Aufschwung der Hammer SpVg nun auch in Punkten nieder. Doch die Serie ohne Niederlage ist am Freitagabend in Gefahr, denn der Fußball-Oberligist tritt zur vorgezogenen Meisterschaftspartie beim TSV Marl-Hüls an (19.30 Uhr).

„Der TSV ist mit Vorsicht zu genießen. Die Mannschaft überrascht immer wieder – mal mit Siegen, mal mit Niederlagen“, sagt HSV-Trainer Ferhat Cerci. Für ihn ist die Tagesform der „Wundertüte“ aus dem nördlichen Ruhrgebiet, derzeit Elfter der Tabelle, ohnehin nicht das Entscheidende. „Wir schauen auf uns. Wir können nur die eigene Leistung kontrollieren, und die muss stimmen“, so der 34-Jährige. „Wir haben zwar drei Spiele in Folge nicht verloren, aber das heißt gar nichts. Selbstzufriedenheit ist gefährlich. Es ist nicht weit nach unten“, sagt Cerci und warnt daher seine Spieler eindringlich: „Wenn ich das Gefühl habe, dass im Training jemand auch nur einen Schritt weniger macht, ist er schnell raus aus der Start-Elf oder dem Kader.“

Allzu groß ist Cercis Sorge vor dem Schlendrian nicht. Die Mannschaft zeigte sich in den vergangenen Wochen meist hellwach. Dass es gegen Siegen nicht zu mehr als einem Remis reichte, lag an Patzern in der Abwehr. „Die müssen wir abstellen, sonst bekommen wir Probleme“, sagt Cerci. Das gilt besonders für die Partie am Freitag, denn Marl-Hüls verfügt in der Offensive über gefährliche Waffen. Der torhungrige Spielgestalter Sebastian Westerhoff und Toptorjäger Michael Smykacz (16 Treffer) können jedem Gegner Kopfschmerzen bereiten. Der routinierte Christian Erwig ist dagegen nicht mehr dabei; er stürmt seit der Winterpause für den SuS Stadtlohn. Sonderbewacher für die herausragenden Marler Akteure will Cerci nicht abstellen: „Das ist nicht meine Art. Wir müssen das im Kollektiv lösen.“

Einer der Problemlöser wird Yakup Köse sein. Der Kapitän und zentrale Aufbauspieler der Hammer SpVg kehrt nach seiner Gelbsperre wieder in die Start-Elf zurück. Für ihn wird Serefettin Sarisoy, der gegen Siegen etwas überraschend sein Oberliga-Debüt in diesem Jahr feierte, wohl wieder weichen müssen. Einsetzbar sind auch wieder die beiden Außenverteidiger Michael Kaminski und Amadeus Piontek, die nach gesundheitsbedingten Ausfällen zuletzt Spielpraxis in der U 23 sammelten. Ob sie zum Kader gehören oder weiter in der parallel spielenden Reserve zum Einsatz kommen, ließ Cerci zunächst offen.

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