Fußball

So will die SG Bockum-Hövel zurück in die Erfolgsspur finden

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Noel Urban (rechts) vom Landesligisten TuS Wiescherhöfen wechselt von der Wielandstraße in den Hammer Norden zum Fußball-Bezirksligisten SG Bockum-Hövel. Foto: mross

Nach der völlig verkorksten Landesliga-Saison will die SG Bockum-Hövel in der Fußball-Bezirksliga wieder Erfolgserlebnisse einfahren und hat daher das Team auf einigen Positionen personell neu aufgestellt.

Hamm – Mit viel Euphorie war der Bezirksliga-Meister im vergangenen Sommer in die neue Landesliga-Saison gestartet. Doch am Ende fuhr die SG mit Spielertrainer David Schmidt in 30 Partien lediglich fünf Siege ein und musste als Vorletzter nach nur einem Jahr direkt wieder eine Liga tiefer.

In der neuen Spielzeit wollen die Bockum-Höveler wieder für mehr positive Schlagzeilen sorgen. „Natürlich will man als Fußballer nach einem Abstieg wieder hoch. Aber nach unserem Katastrophen-Jahr müssen wir erst mal wieder Fuß fassen und in die Spur finden. Wenn uns das schnell gelingt, dann können wir oben sicherlich ein Wörtchen mitreden“, sagt Spielertrainer David Schmidt, der daher nicht mit einem konkreten Ziel in die anstehende Saison gehen, sondern von Spiel zu Spiel schauen möchte.

Mit Samet Sahin (SV Stockum), Steven Farchmin (Eintracht Werne), Jannis Vertgewall (Werner SC), Nika Amoev (SV Herbern) und Mike Kaczor (Laufbahn beendet) stehen fünf Akteure aus dem Kader der vergangenen Spielzeit nicht mehr zur Verfügung. Mit Noel Urban (TuS Wiescherhöfen), David Franica (SVE Heessen), Kevin Kocaalan (TSC Hamm), Essidin El Jebouri (Westfalia Rhynern II) und Justin Krausch (A-Junioren SuS Kaiserau) hat die SG aber auch genau fünf Neuzugänge verpflichtet. Zudem hoffen Schmidt und Markus Matzelle, der Sportliche Leiter, in dieser Woche noch eine weitere Verstärkung zu präsentieren. „Wichtig war uns, dass das Gerüst geblieben ist. So etwas ist nach einem Abstieg nicht immer selbstverständlich. Aber wir haben es geschafft und haben wieder junge, hungrige Spieler dazu geholt“, sagt Schmidt, der aber auch zugibt, dass es für ihn und Matzelle nicht leicht war, entsprechende Zugänge zu finden: „Wenn man nicht viel Geld hat und zuletzt auch sportlich keinen Erfolg hatte, muss man die Jungs eben anders überzeugen“, so der Coach.

Bei den neuen Spielern handelt es sich vornehmlich um Offensivakteure. Denn vor allem im Sturm hatte die SG in der vergangenen Saison viele Probleme, erzielte in 30 Partien lediglich 32 Treffer. „Defensiv sind wir gut aufgestellt. Daher haben wir für vorne was gemacht“, betont der 30-Jährige, für den es nach dem schwachen Abschneiden in der Vorsaison keine Selbstverständlichkeit ist, dass er als Trainer der SG in seine dritte Spielzeit gehen kann. „Bei anderen Vereine wäre man nach so einer erfolglosen Saison sicherlich entlassen worden. Aber ich kann mich nur bei Markus Matzelle und den anderen Verantwortlichen bedanken, dass sie mir weiter das Vertrauen schenken“, meint der Coach.

Schmidt, der mit seiner Mannschaft am 11. Juli wieder im Adolf-Brühl-Stadion mit dem Training startet, ist sich sicher, dass ihn die vergangene Spielzeit als Trainer geprägt und weiter gebracht hat. „Ich denke, ich habe in diesen zwei Jahren viele Erfahrungen gesammelt. Zuerst ging es hoch, dann wieder runter. Es ist wichtig, dass man lernt, mit all diesen Dingen umzugehen“, erläutert der frühere Rhyneraner und verrät, dass er sich auf die neue Saison sehr freut: „Die individuellen Pläne an die Spieler sind bereits verteilt. Es kribbelt wieder in den Füßen. Wir wollen die vergangene Saison vergessen machen.“

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