ASV will in Essen seine Durststrecke beenden

Einsatz in Essen: Den ASV Hamm-Westfalen (links Björn Wiegers) erwartet am Freitag ein schweres Auswärtsspiel. J Foto: Wiemer

HAMM - Zuletzt hakte es bei der Anreise und im Angriff. Beides soll am Freitag (19.30 Uhr) besser werden, wenn der Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen nach der kürzesten Auswärtsfahrt der Saison bei Tusem Essen spielt. Den 76 Kilometer langen Rückweg will die Mannschaft mit einem Sieg im Gepäck antreten.

Es wäre der erste nach zuletzt drei Partien ohne doppelten Punktgewinn. „Es wird Zeit“, sagt ASV-Trainer Kay Rothenpieler.

Die Tabelle macht den Tabellensechsten Hamm zum Favoriten bei den abstiegsbedrohten Essenern. Doch so einfach ist das nicht. Gerade dann nicht, wenn der Traditionsclub von der Margarethenhöhe in der eigenen Halle „Am Hallo“ antritt. Für Rothenpieler bietet die Partie einen Vorgeschmack etwa auf das Folgespiel gegen Henstedt-Ulzburg: „Wir bekommen es mit Teams zu tun, die um ihre Existenz kämpfen. Diesen Kampf müssen wir annehmen“, sagt der 44-Jährige.

Denn eines will er nicht: dass seine Spieler die Saison austrudeln lassen. „Wir wollen viel investieren und unbedingt gewinnen. Auch wenn wir bei fünf Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz ein bisschen im Niemandsland stehen und vielleicht nicht mehr viel nach oben geht, müssen sich die Jungs zeigen“, fordert Rothenpieler. „Es gehört zu der Entwicklung einer jungen Mannschaft dazu, dass sie lernt, nicht zufrieden zu sein, dass sie den inneren Schweinehund überwindet. Wir wollen bis Saisonende eine Serie hinlegen. Dass das geht, haben wir in der Hinrunde gezeigt. Diese Ziele müssen wir uns setzen“, betont Hamms Trainer-Manager.

Der letzte Auftritt seines Teams beim Schwabenclub TV Neuhausen brachte dem ASV zwar keinen Sieg, aber immerhin die Erkenntnis, dass es um die Abwehr gut bestellt ist. Nur 21 Gegentreffer sind klasse, lediglich 21 eigene Tore – davon acht Siebenmeter – hingegen nicht. „Wir haben in Neuhausen gut gedeckt, aber wir haben zu wenig daraus gemacht. Wir waren im Tempospiel nicht konsequent und im aufgebauten Angriff nicht durchschlagskräftig genug“, sagt Rothenpieler, dessen Team es im Vergleich zur offensiven 3:2:1-Deckung der Schwaben mit Essens 6:0-Variante zu tun bekommen wird.

Der Kader verändert sich im Vergleich zur Begegnung gegen Neuhausen nicht. Die langzeitverletzten Marian Orlowski und Fabian Huesmann (beide Kreuzbandriss) fehlen, und auch Georg Pöhle wird nicht dabei sein. Rothenpieler rechnet nicht mehr damit, dass der mit einem Zweitspielrecht ausgestattete Akteur des TBV Lemgo in dieser Saison zu einem weiteren Einsatz im ASV-Dress kommt: „Aber wir schauen von Spiel zu Spiel.“ Angeschlagen geht Edgar Landim in die Partie. Er zog sich im Training eine Blessur am Knie zu.

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