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Wiescherhöfens Trainer setzt gegen die IG Bönen auf die äußeren Umstände

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Von: Boris Baur, Rainer Gudra

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Jan Greitemeier (links) ist beim TuS Wiescherhöfen wieder ins Training eingestiegen. Ein Einsatz im Nachbarschaftsduell mit Bönen ist aber eher unwahrscheinlich.
Jan Greitemeier (links) ist beim TuS Wiescherhöfen wieder ins Training eingestiegen. Ein Einsatz im Nachbarschaftsduell mit Bönen ist aber eher unwahrscheinlich. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Es ist ein Duell, wie es ungleicher in einer Liga kaum stattfinden kann: Der TuS Wiescherhöfen, punktloses Schlusslicht der Fußball-Landesliga (4) mit einem aussagekräftigen Torverhältnis von 6:38 in acht Spielen, empfängt am Freitag (19.30 Uhr, Wielandstraße) die IG Bönen, die mit einem ebenso aussagekräftigen Torverhältnis von 30:4 an der Tabellenspitze steht.

Hamm - „Auch wenn wir elf oder 14 Punkte hätten, wäre Bönen immer noch der klare Favorit“, sagt TuS-Trainer Thorsten Heinze, der auf einen besonderen Effekt setzt: „Ich hoffe, dass sich gegen einen richtig starken Gegner in den Köpfen etwas tut, dass die Spieler wacher und konzentrierter sind als zuletzt – wie zum Beispiel beim Sieg im Pokal gegen Rhynern oder in der Vorbereitung gegen die Hammer SpVg, wo wir ganz anders zu Werke gegangen sind“, sagt Heinze, denn: „Bönen hat ja einen richtig starken Kader, der locker Oberliga spielen kann.“

Nach der wenig schmeichelhaften 0:5-Niederlage beim Vorletzten SV Herbern kann der Wiescherhöfener Coach nur darauf hoffen, „dass die IG uns ein wenig unterschätzen wird und wir möglichst lange die Null halten werden“. Heinze hofft zudem darauf, dass die Bönener mit den äußeren Umständen nicht so gut zurecht kommen werden: „Unter Flutlicht, auf Kunstrasen, der enger und kleiner ist...“, sagt er. Allerdings dürfte das eher den technischen Fähigkeiten der Gäste – auch auf engerem Raum – entgegenkommen.

Die Grippewelle geht in Wiescherhöfen um

Problematisch ist bei den Hausherren weiterhin die personelle Situation. Die Grippewelle hat Daniel Gass, Florian Becker, Klaudio Aga und Caleb Uwechue erfasst. Florian Kahlert verletzte sich gegen Herbern und auch Mike Mierau steht deshalb wohl nicht zur Verfügung. Immerhin hat Jan Greitemeier nach langer Verletzungspause am Dienstag das Training wieder aufgenommen. „Ich glaube aber nicht, dass er schon spielen kann“, sagt Heinze. Offen ist, ob Marco Behrend, der in Herbern mit Adduktorenproblemen ausgewechselt worden ist, wieder zwischen den Pfosten stehen wird. „Das ist bei uns das geringste Problem“, sagt Heinze, denn Behrends Kollege Jan Pankauke ist für ihn die „1b“ und keine zweite Wahl. Beide Torhüter teilten derzeit zudem das gleiche Schicksal, sagt der TuS-Trainer: „Sie sind bei uns die ärmsten Säue.“ Bei 4,75 Gegentoren im Schnitt pro Spiel widerspricht da niemand.

Cerci fordert Respekt und Konzentration

Die IG kommt auf stolze 4,28 erzielte Treffer pro Partie. Die drei Punkte hat Bönens Trainer Ferhat Cerci daher fest eingeplant. Dennoch: „Ich erwarte, dass wir das Spiel mit Respekt und hoher Konzentration angehen. Das hat der Gegner auch verdient. Ich bin ein Gegner von Überheblichkeit und Arroganz.“ Im Vergleich zur Vorwoche muss er auf Toptorjäger Zübeyir Kaya und Allrounder Muhammed Bulut (beide Oberschenkel) verzichten. Weiter ausfallen werden Arif Et, Emre Demir, Jesse Kuhn (alle verletzt) und Okan Güvercin (Arbeit).

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