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Wiescherhöfens neuer Trainer setzt auf den treuen Kern

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Von: Patrick Droste

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Der neue TuS-Chefcoach Recep Alkan (rechts) mit Co-Trainer Thomas Holdack (links) und Wiescherhöfens Vorsitzendem Marc Lapcevic.
Der neue TuS-Chefcoach Recep Alkan (rechts) mit Co-Trainer Thomas Holdack (links) und Wiescherhöfens Vorsitzendem Marc Lapcevic. © Abbi

Der neue Trainer des Landesliga-Absteigers TuS Wiescherhöfen Recep Alkan verspürt keinen Druck beim Neustart in der Bezirksliga. Er will den Kader auffüllen und langfristig wieder die viertstärkste Mannschaft in Hamm werden.

Hamm - Es war eine deftige Packung, die Trainer Recep Alkan mit dem FC Overberge an diesem 22. August des vergangenen Jahres gegen den TuS Wiescherhöfen kassiert hatte. Mit 3:8 verlor der A-Kreisligist in der 2. Runde des Kreispokals gegen den Landesligisten. Dennoch hat dieser Sonntag für den 37-Jährigen noch ein für ihn sehr positives Nachspiel. „Ich habe an diesem Tag Jamal Abbi wieder getroffen, den ich schon lange kenne. Wir haben uns ausgetauscht und haben seitdem den Kontakt gehalten“, sagt Alkan, der in der vergangenen Woche als neuer Trainer des TuS Wiescherhöfen vorgestellt worden war und an der Wielandstraße nach dem Rückzug des Landesliga-Teams nun in der Bezirksliga eine neue Mannschaft aufbauen soll. „Recep ist uns bereits bei dem Pokalspiel in Overberge in der Hinrunde positiv aufgefallen. Er ist ein emotionaler Trainer, der von Beginn an sehr überzeugend war“, erklärt Abbi, der Sportliche Leiter des TuS, den Grund für die Verpflichtung von Alkan.

Kein Unbekannter in der Hammer Szene

Der neue TuS-Coach, der in Hamm aufgewachsen ist, jetzt in Weddinghofen lebt und als selbstständiger Handelsvertreter im Online-Marketingbereich arbeitet, ist in der Hammer Fußballszene kein Unbekannter, auch wenn er im Seniorenbereich eher bei Eintracht Werne, dem VfK Weddinghofen, dem SC Capelle und in Overberge gespielt hat. Im Jugendbereich lief er allerdings viele Jahre lang für den damaligen SCE Hamm auf und absolvierte auch seine erste Seniorensaison beim TuS Lohauserholz. Dass er nun wieder in Hamm tätig sein kann, freut ihn sehr. Und auch die Tatsache, dass der TuS Wiescherhöfen in den vergangenen Wochen und Monaten eher negative als positive Schlagzeilen produziert hat, kümmert ihn dabei nicht. „Natürlich habe ich mitbekommen, dass beim TuS zuletzt nicht alles nach Wunsch gelaufen ist. Aber das interessiert mich nicht“, sagt Alkan, der in den Gesprächen mit Abbi schnell einen positiven Eindruck gewinnen konnte. „Wir haben da mit offenen Karten gespielt. Ich habe grünes Licht für meine Ideen und meine Pläne bekommen.“

Zusagen von 19 Spielern liegen bereits vor

In erster Linie soll der in der vergangenen Saison viel zu kleine Kader wieder vergrößert werden. Derzeit haben 19 Akteure ihre Zusage gegeben, in der kommenden Spielzeit für den TuS aufzulaufen. Sieben weitere Zugänge sollen noch dazu kommen. „Der Kern des Teams werden die Jungs sein, die trotz des Rückzugs der Mannschaft weiter in Wiescherhöfen spielen werden. Die haben sich zum Verein bekannt. Und um sie herum werden wir die neuen Leute integrieren“, erklärt Alkan, der als Coach mit der in der Bezirksliga spielenden U19 des FC Overberge und in der vergangenen Saison als Trainer der ersten Mannschaft erste Erfahrungen an der Seitenlinie gesammelt hat.

Gutes Netzwerk vorhanden

Bei der Suche nach weiteren Verstärkungen setzt er vor allem auf das gute Netzwerk, das er selber und auch sein Co-Trainer Thomas Holdack haben. „Ich kenne mich im Kreis Unna/Hamm von der Kreis- bis zur Landesliga bestens aus, Thomas hat seine Beziehungen in den Bereichen Beckum und Münster. Wir könnten auch noch mehr Jungs holen, wollen wir aber nicht. Wir wollen mit dem Kern arbeiten“, stellt er klar und will dann für die Bezirksliga ein Team formen, dass den TuS-Anhängern wieder viel Freude bereitet: „Nach den vielen Klatschen, die die Mannschaft kassiert hat, geht es darum, dass alle wieder Spaß haben, dass wir eine Einheit werden und dass der Zusammenhalt groß geschrieben wird.“

Und dann soll sich der TuS auch nicht mehr mit Abstiegsgedanken beschäftigen. So wünscht es sich zumindest der neue Coach: „Zuerst einmal denken wir in Etappenzielen. Wir haben da keinen Druck und werden nicht sagen, dass wir direkt wieder hoch wollen“, betont er. „Langfristig wollen wir aber nach Westfalia Rhynern, der Hammer SpVg und der SG Bockum-Hövel wieder die viertstärkste Mannschaft in Hamm werden. Der eine oder andere wird sich jedenfalls noch über uns wundern.“

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