Fußball

TuS Wiescherhöfen wollte wechseln - freut sich aber auf das Derby

Anfang des Jahres trafen sie in einem Freundschaftsspiel aufeinander, jetzt kommt es in der Meisterschaft wieder zum Duell zwischen der SG Bockum-Hövel und dem TuS Wiescherhöfen.
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Anfang des Jahres trafen sie in einem Freundschaftsspiel aufeinander, jetzt kommt es in der Meisterschaft wieder zum Duell zwischen der SG Bockum-Hövel und dem TuS Wiescherhöfen.

Es ist eine Mischung aus Freude und Respekt, die bei den Verantwortlichen der SG Bockum-Hövel und des TuS Wiescherhöfen mitschwang, als die Einteilung der Spielklassen für die Fußball-Saison 2020/21 veröffentlicht wurde.

Hamm - Die beiden Hammer Vereine spielen zusammen mit der IG Bönen, dem Werner SC, dem SV Herbern und dem SV Drensteinfurt in einer Liga. „Das ist natürlich toll, wenn fünf Teams aus der Nähe zusammen mit uns in einer Gruppe sind. Da gibt es viele Derbys“, freut sich Thorsten Heinze, Trainer des TuS Wiescherhöfen. Und auch David Schmidt, Coach des Aufsteigers aus dem Adolf-Brühl-Stadion, betont: „Diese Duelle sind eine tolle Sache. Das finde ich richtig gut, dass diese Teams mit uns in einer Staffel sind.“

Weniger gut finden die beiden Trainer, dass sie in der so genannten Münsterland-Staffel antreten werden. Beide Teams haben an diese Liga keine guten Erinnerungen. So stieg die SG Bockum-Hövel nach einem einjährigen Intermezzo als Aufsteiger in der Spielzeit 2018/19 direkt wieder ab. Und der TuS Wiescherhöfen lag nach der Umgruppierung aus der Staffel drei in die vier beim Corona bedingten Abbruch der Saison im März auf dem letzten Tabellenplatz. 

Schmidt sieht die SG Besser aufgestellt

„Aber wir wissen, woran es damals gelegen hat. Wir wollen es dieses Mal besser machen“, sagt Schmidt und erinnert sich an die Saison vor zwei Jahren, als die SG die Ausfälle wichtiger Leistungsträger nicht kompensieren konnte und lange Zeit in dieser Liga kein Bein auf die Erde bekam. „Jetzt sind wir in der Breite besser aufgestellt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass uns so etwas wie damals noch einmal passiert.“

Der TuS Wiescherhöfen hatte sogar extra den Wunsch geäußert, wieder zurück in die Staffel drei umgruppiert zu werden. Doch die Verantwortlichen vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) kamen diesem Antrag nicht nach. „Das ist schade“, sagt Heinze. „Die Ruhrgebiets-Staffel hat ein anderes Flair, da fühlen wir uns irgendwie wohler. Und wir fahren lieber kurz in den Ruhrpott rein als quer durch das Münsterland. Aber wir müssen da jetzt durch.“ 

Die Gründe für Heinzes Optimismus

Und Heinze ist zuversichtlich, dass sich seine neu zusammengestellte Mannschaft in der kommenden Spielzeit besser präsentieren wird als in der vergangenen Saison. „Zum einen kennen wir die Liga jetzt schon ein bisschen und wissen, was auf uns zukommt. Zum anderen hat unser Team nicht nur durch mich an der Seitenlinie, sondern auch auf dem Feld ein fast komplett neues Gesicht. Die jungen Spieler bringen frischen Wind rein, wollen sich beweisen und sind alle heiß.“

Neuland betritt dagegen die IG Bönen, die von der Staffel drei in die Gruppe vier zwangsversetzt wurde. „Das hat uns schon überrascht. Aber wir nehmen es so, wie es kommt“, sagt Trainer Ferhat Cerci, der sich natürlich sehr auf die Aufeinandertreffen mit Bockum-Hövel, Wiescherhöfen, Drensteinfurt und Werne freut, wo er viele alte Bekannte treffen wird. Zudem hat Cerci auch schon in seiner Zeit als U23-Trainer der Hammer SpVg in dieser Staffel gearbeitet. „Von daher kenne ich viele dieser Vereine bereits“, sagt er. 

Die IG wäre gerne ins Ruhrgebiet gefahren

Aber er findet es auch schade, dass er mit seinen Schützlingen nicht mehr in der Ruhrgebites-Staffel antreten kann, wo sie wussten, was auf sie zukommt. Vor allem auf das Duell mit Aufsteiger Türkspor Dortmund hatte sich Cerci sehr gefreut. „Das ist schon schade, dass es zu diesem Duell jetzt nicht kommen wird“, sagt er – und verrät: „Ich hatte es schon vorher im Gefühl, dass es so passiert.“

Weiter in der Staffel drei wird der SV Hilbeck antreten. Für Björn Wittchen, den Sportlichen Leiter der Hilbecker, ist die Einteilung „okay. Das muss man nehmen wie es ist“ – auch wenn er lieber nach Bockum-Hövel und Wiescherhöfen gefahren wäre.

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