Wiescherhöfen verliert 3:4 – jetzt geht der Blick nach unten

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Spielertrainer Steven Degelmann (Mitte) erzielte das 3:3, doch am Ende verloren seine Wiescherhöfener gegen Drensteinfurt mit 3:4.

Hamm - Langsam aber sicher muss der Bezirksligist TuS Wiescherhöfen nach unten blicken. Beim 3:4 (0:1) gegen den Tabellenzwölften SV Drensteinfurt kassierten die Gastgeber nicht nur ihre dritte Niederlage in Folge, sondern haben mit den Drensteinfurtern nun einen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt im Nacken.

Die Gäste nutzten gleich die erste Chance des Spiels zur Führung. Oliver Logermann spielte das Leder steil in den Strafraum zu Jure Glavina, der Wiescherhöfens Schlussmann Marco Behrend aus rund zehn Metern keine Abwehrmöglichkeit ließ (5.). Beinahe wäre den Grün-Weißen der prompte Ausgleich gelungen, doch ein Schuss von Robin Gessinger strich am langen Pfosten vorbei (6.).

In der Folgezeit war Wiescherhöfen um einen konstruktiven Spielaufbau bemüht, doch die Gäste aus dem Münsterland waren immer dicht an den Gegenspielern, gingen aggressiv in die Zweikämpfe und waren dem TuS körperlich überlegen. Den Wiescherhöfenern blieb in der gegnerischen Hälfte kaum Zeit zur Entfaltung und so ging der Ball mangels freier Anspielstationen häufig weit vor dem Strafraum verloren. Der SVD scheiterte vor der Halbzeit in Person von Oliver Logermann (34., 45.) und Glavina (43.) gleich dreimal am starken Behrend.

Andre Budde und Jonas Stoffer sollten nach der Pause für frischen Wind sorgen. Und das taten sie. Zunächst bediente Stoffer nach einem Fehler der SVD-Hintermannschaft Dennis Steinke, der locker zum 1:1 einschob (50.). Kurz darauf war Budde nach einem langen Pass zur Stelle, umkurvte Drensteinfurts Keeper Christopher Kemper und brachte die Gastgeber in Führung (52.). Damit waren die verrückten Minuten aber noch lange nicht vorbei, denn nun schlugen wiederum die Gäste doppelt zu. Davor Brajkovic gelang mit einem platzierten Schuss der Ausgleich (53.) und wenig später traf Glavina von der Strafraumkante (55.).

„Unsere Abwehr war eine einzige Katastrophe, wir haben überhaupt keinen Zugriff bekommen“, war Wiescherhöfens Co-Trainer Frank Degelmann bedient. „Das war die schlechteste Leistung, die wir seit einem Jahr abgeliefert haben. Das einzige Positive war, dass wir immer wieder ins Spiel zurückgekommen sind.“

Spielertrainer Steven Degelmann markierte mit einem abgefälschten Distanzschuss den 3:3-Ausgleich, doch auch danach kehrte in eine nun zerfahrene Partie keine Ruhe ein. Budde verzog freistehend (66.), was sich eine gute Viertelstunde vor dem Ende rächen sollte. Behrend konnte einen Schuss von Glavina nur klatschen lassen, und Oliver Logermann staubte zum 3:4 ab (73.). In der Endphase verpasste es der SVD bei Kontern durch Brajkovic (83.) und Max Seib (85.), für die Entscheidung zu sorgen. Für Wiescherhöfen vergab Jan Borkmann die beste Chance (90.+3).

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