Fußball

Wiescherhöfen stellt den Nachfolger von Trainer Steven Degelmann vor

Jamal Abbi, der Sportliche Leiter, begrüßte den neuen TuS-Trainer Sebastian Wessel (rechts) im Clubhaus der Wiescherhöfener.

Fast zwei Monate lang herrschte Ungewissheit, jetzt hat Fußball-Landesligist TuS Wiescherhöfen einen Nachfolger für Coach Steven Degelmann gefunden.

Hamm - Sebastian Wessel wird ab Sommer die sportlichen Geschicke leiten und das Team von der Wielandstraße unabhängig davon, ob der TuS den Klassenerhalt schafft oder nicht, in der kommenden Saison übernehmen. „Mit Sebastian ist es uns gelungen, einen modernen und mit seinem Alter von 37 Jahren sehr erfahrenen Trainer an die Wielandstraße zu locken. Die Gespräche waren von Beginn an sehr harmonisch, und ich habe sehr schnell festgestellt, dass wir auf einer Wellenlänge liegen“ ,sagt Jamal Abbi, der Sportliche Leiter der Wiescherhöfener. „Zusätzlich verfügt Sebastian über ein sehr dichtes Netzwerk zu Spielern. Dies ist und war für die Besetzung der Cheftrainerposition unabdingbar.“ 

Früh zu Borussia Dortmund gewechselt

Wessel, der mit der Tochter von Michael Brandt, dem Vorsitzenden des Rollhockey-Bundesligisten SK Germania Herringen, liiert ist, hatte zuletzt bewusst eine zweijährige Fußball-Pause eingelegt, freut sich jetzt aber umso mehr darauf, beim TuS einzusteigen und die gute Arbeit von Degelmann fortzusetzen. „Fußball gehört für mich seit ich 13 Jahre alt bin und damals zu Borussia Dortmund gewechselt bin, zu meinem Leben dazu“, erklärt der als Projektmanager tätige und in Wiescherhöfen lebende Wessel. Seitdem Degelmann Ende November bekannt gegeben hatte, dass er seine Tätigkeit im Hammer Westen nach sieben Jahren beenden will, hatten sich beim TuS zahlreiche Interessierte beworben. 

Manfred Roland mit in Gespräche involviert

Besonders intensiv beschäftigten sich die TuS-Verantwortlichen letztlich mit Wessel, der nach Meinung von Abbi „sehr viel mitbringt“. Mit involviert in die Gespräche war auch der TuS-Vorsitzende Manfred Roland. „Man wäre doch von allen guten Geistern verlassen, wenn man bei der Besetzung der wichtigsten Position im Verein auf die 30-jährige Erfahrung von Manni verzichten würde“, betonte der Sportliche Leiter, der Wessel vorher nicht kannte, aber von seiner Entscheidung absolut überzeugt ist: „Er passt mit dem, was er mitbringt und wie er denkt, zu unserem Verein.“ 

Abbi und Wessel machen Bestandsaufnahme

Für Abbi und Wessel geht es nun darum, eine schlagkräftige Mannschaft für die kommende Spielzeit zusammenzustellen. „Ich werde mit Sebastian in den nächsten Tagen eine Bestandsaufnahme machen“, erklärt Abbi. „Und er bekommt die Gelegenheit, sich bei der Mannschaft und dem Vorstand vorzustellen. Anschließend werden wir schnellstmöglich die Kaderplanung für die nächste Saison in Angriff nehmen.“ 

Die Anhänger des TuS werden sich aber nicht nur an einen neuen Trainer, sondern auch an eine andere Spielweise gewöhnen müssen. „Ich freue mich darauf, meine Ideen in Wiescherhöfen zu verwirklichen, wobei mein Fußball ein bisschen anders sein wird“, erklärt der 37-Jährige und verrät: „Ich setze gerne auf eine kontrollierte Defensive und auf ein schnelles Umschaltspiel mit vertikalen Pässen. Meine Mannschaft soll immer fußballerische Lösungen finden und die Bälle nicht lang nach vorne schlagen.“ 

Engagement ist unabhängig von der Liga

Sein Engagement ist dabei ligenunabhängig. Auch wenn der TuS am Ende der Saison den Klassenerhalt verpassen und in die Bezirksliga absteigen sollte, wird Wessel als Coach an der Wielandsraße einsteigen. Seine Zuversicht, dass er ein Landesliga-Team trainieren wird, ist aber sehr groß: „Die Qualität des Kaders ist gut genug. Ich denke, die Mannschaft hat sich an die neue Liga gewöhnt und wird das schaffen. Ich habe da keine Bedenken“, betont er. 

Mit dem scheidenden Steven Degelmann werden übrigens auch sein Co-Trainer Frank Degelmann sowie Betreuer Fred Pickhinke das Team des TuS verlassen.

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