Wiescherhöfen nach 3:1 über Lohauserholz Herbstmeister

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Zweikampf zwischen Germania-Akteur Rudi Bieche (links) und Wiescherhöfens Stefan Degelmann. Am Ende siegte Wiescherhöfen mit 3:1. 

HAMM - Es war ein gesangsfreudiger Kreis, den die Spieler des TuS Wiescherhöfen nach dem 3:1 (2:0)-Erfolg im Bezirksliga-Derby gegen den TuS Germania Lohauserholz bildeten. Dem Grölen der Gastgeber auf dem Sportplatz an der Wielandstraße war zumindest ein Wort deutlich zu entnehmen: Spitzenreiter.

„Wir haben natürlich die Herbstmeisterschaft gefeiert“, sagte Wiescherhöfens Spielertrainer Steven Degelmann. Er sah wie die 200 Zuschauer eine Partie, die aufgrund des frühen Führungstors der Gastgeber durch Erkan Baslarli (11.) einen etwas anderen Verlauf genommen hatte, als es zu erwarten gewesen war. „Klar hat das 1:0 viel Positives für unser Spiel gehabt“, stellte Degelmann fest. „Denn wenn man so ein Ziel wie die Herbstmeisterschaft plötzlich erreichen kann, verkrampft man anfangs schon ein bisschen. Trotzdem wollten wir an unserer Devise festhalten und möglichst früh ein Tor machen. Das gibt ein gutes Gefühl, wenn der Plan funktioniert.“ Es war ein wenig Hilfe der Gäste im Spiel, die den Wiescherhöfenern den Traumstart ermöglichten. Nach ausgeglichenem Beginn resultierte der Führungstreffer aus einer eigentlich harmlosen Flanke aus dem Halbfeld. Doch die Hölzkener Deckung leistete sich Stellungsfehler, die es Wiescherhöfens Torjäger Baslarli ermöglichten, an den Ball zu kommen und Simon Grote sowie Igor Braun aussteigen zu lassen. Danach schob er den Ball eiskalt ins linke untere Eck. Ein Treffer, der das Urteil von Lohauserholz-Coach Michael Scheffler zu einem Muster ohne Wert machte, der feststellte, dass „wir eine gute Partie abgeliefert haben, spielerisch und von der Anlage her besser waren. Zwischen den Strafräumen haben wir es ganz gut gemacht. Aber wir waren zu ungefährlich vor dem Tor.“

So hatten die Gäste nach dem 1:0 zwar mehr vom Spiel. Doch mehr als ein Schuss von Rudi Bieche, der das Ziel verfehlte (18.), kam dabei nicht heraus. Wiescherhöfen konzentrierte sich seinerseits darauf, das schnelle Konterspiel der Daberger zu verhindern, verlegte sich ganz auf die Spielkontrolle, um auf weitere Fehler der Gäste zu lauern. Der zweite folgte in der 36. Minute, als sich Raffael Wichert zu einem Foul an der Strafraumgrenze hinreißen ließ (36.). Baslarli legte sich den Ball zurecht, traf erneut – und das auch noch mit einem Schuss durch die Mauer.

Das Tor sorgte dafür, dass der Tabellenführer die Räume vor dem eigenen Tor noch enger machte. „Hölzken ist stark, wenn es mit langen Bällen aus der Defensive agieren kann“, begründete Degelmann die Passivtaktik seines Teams in Durchgang zwei. „Und wir waren vorne gnadenlos effektiv.“ Denn während Felix Hennig eine Hereingabe von Rudi Bieche einen Meter vor dem Tor verfehlte, brauchte Baslarli für Treffer Nummer drei nur noch zwei weitere Anläufe. In der 67. Minute lupfte er zwar noch über Gästekeeper Thomas Goeke und neben das Tor, doch nach der folgenden Ecke folgte sein dritter Streich. Dominik Degelmann hatte geflankt, Baslarli volley abgeschlossen (68.). „Erkan ist immer eine Wucht da vorne“, lobte sein Trainer, „vom Verhalten mit Ball, aber auch von den Laufwegen her.“ Was Scheffler weniger freute.

„Beim zweiten und dritten Gegentor haben wir sehr dumme Fehler gemacht“, sagte er. „Wiescherhöfen hat halt einen, der die Bälle wegmacht. Das ist der Unterschied.“ So reichte es nur zum 3:1 durch eine Direktabnahme des eingewechselten Daniel Riemer (78.), während der Torschütze (90.+2) und Rene Guboff (90.+3) in der Nachspielzeit zwei Großchancen vergaben. - güna

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