Wiescherhöfen fügt Rhynern II zweite Saisonniederlage zu

Hamm - Als in der Nachspielzeit auch der letzte Schussversuch des SV Westfalia Rhynern II das Tor des TuS Wiescherhöfen weit verfehlte, war das Endergebnis amtlich. Mit 1:0 (0:0) setzte sich der Gastgeber auf dem Sportplatz an der Wielandstraße zum Auftakt seiner Derbywochen gegen den Tabellenzweiten der Bezirksliga (7) durch und sorgte damit für die zweite Saisonniederlage der Gäste.

„Wir sind super reingekommen in unsere Derbyserie“, freute sich TuS-Spielertrainer Steven Degelmann, der die letzten Minuten der Partie wegen einer Muskelverletzung humpelnd auf dem Feld verbracht hatte, weil das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war. „Wir mussten zwar Rhynern zu weiten Teilen das Spiel überlassen, was auch an deren technischer Klasse liegt. Aber wir haben immer wieder Nadelstiche gesetzt.“ Das sah Gästecoach Thomas Schneider ähnlich, der feststellte, dass „wir katastrophale erste 45 Minuten abgeliefert haben. Und als wir die Partie im Griff hatten, hat Wiescherhöfen mit seiner einzigen Chance in der zweiten Halbzeit das Tor gemacht und dadurch gewonnen.“ Ausgerechnet dem Ex-Rhyneraner Andre Budde war der Siegtreffer in der 58. Minute gelungen, nachdem Marvin Nuß den Ball von der linken Außenbahn auf den zweiten Pfosten geflankt hatte, wo der TuS-Stürmer den Ball nur noch über die Linie schieben musste.

Es waren die Gastgeber, die den besseren Start in die Begegnung erwischten. Wie schon in der Partie gegen Spitzenreiter SpVg Beckum erarbeitete sich der TuS gleich mehrere gute Möglichkeiten – und genauso wie in dieser Partie, fand keine davon den Weg ins Tor. Zunächst war es ein langer Ball von Budde auf Dennis Steinke, der die Rhynerander Defensive zerlegte. Doch der Stürmer scheiterte ebenso an Westfalia-Keeper Maximilian Eul (6.) wie zwei Minuten später Budde selbst, der aus drei Metern über das Tor köpfte.

Auf der anderen Seite übernahm der Tabellenzweite zwar mit zunehemender Spielzeit immer mehr die Kontrolle über das Geschehen auf dem Feld, doch nach vorne agierte die Westfalia zu umständlich, stand im Spielaufbau zu eng, so dass sich nicht die nötigen Räume ergaben, um den Hausherren gefährlich werden. Zwei harmlose Schüsse von Jonas Michler in die zweite Etage waren der einzige Arbeitsbeweis der Rhyneraner Offensivabteilung (15./42.), während Nuß auf der anderen Seite auch die dritte Großchance der Gastgeber nicht verwertete (19.).

Das sollte sich nach dem Wechsel ändern, denn nun waren die Gäste wesentlich zielstrebiger, erarbeiteten sich gute Gelegenheiten. Doch Marcel Scholtysik (49.) verpasste zunächst, und acht Minuten später hätte die Führung fallen müssen, als nach einem sehenswerten Angriff über Jonas Michler und Scholtysik Sebastian Jakob aus kurzer Distanz TuS-Keeper Behrend das Leder in die Arme spielte. Nur eine weitere Minute später war es erneut Jakob, der an Behrend scheiterte. Mitten in diese Drangphase hinein machte Wiederhöfen das 1:0, „gerade, als die Westfalia am Drücker war“, atmete Degelmann auf. Rhynern hatte anschließend Pech, dass ein Freistoß von Jonas Michler vom Lattenkreuz wieder ins Feld zurücksprang (76.) und Patrick Knörnschild am Tor vorbeiköpfte (84.). „Ich denke, aufgrund der zweiten Halbzeit wäre ein 2:2 gerecht gewesen“, sagte Schneider, der immerhin einen auf dem Platz mit einer konstant starken Leistung gesehen hatte: Schiedsrichter Julian Siepmann aus Kamen

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