Wiescherhöfen feiert 2:0-Sieg gegen Warendorf

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Erkan Baslarli (links) bemühte sich, doch Wiescherhöfens Stürmer ging gegen die Warendorfer SU leer aus.

HAMM -  Gleich drei Ziele auf einen Schlag hat der TuS Wiescherhöfen durch einen glücklichen 2:0 (1:0)-Erfolg gegen die Warendorfer Sportunion erreicht. Neben der Festigung des dritten Tabellenranges in der Fußball-Bezirksliga und der Revanche für die Hinspielniederlage in Warendorf leisteten die Grün-Weißen mit diesem Sieg vor allem den Ortsnachbarn vom SVF Herringen und der SG Bockum-Hövel Schützenhilfe im Abstiegskampf.

„Das war heute das Glück des Tüchtigen“, freute sich Wiescherhöfens Co-Trainer Jürgen Behrend. „Wir haben effektiv gespielt. Am Ende geht der Sieg in Ordnung.“ Dabei mussten die Gastgeber neben den bekannten Ausfällen kurzfristig auch auf ihren Spielertrainer Steven Degelmann verzichten, der sich am Donnerstag in einer Partie der Polizeiauswahl das Knie verdreht hat und am Mittwoch genauer untersucht wird.

Somit fehlten dem TuS insgesamt sieben Stammspieler. Akteure wie Thorsten Heinze oder Kapitän Michael Mryka fanden sich auf ungewohnter Innenverteidigerposition wieder. Dementsprechend zerfahren war das Spiel der Wiescherhöfener vor rund 75 Zuschauern an der Wielandstraße über weite Strecken. „Dennoch muss ich der Mannschaft und vor allem den Jungs aus der A-Jugend ein Kompliment machen. Wir haben zum ersten Mal in dieser Aufstellung gespielt“, gab Behrend zu bedenken. „Da ist es verständlich, dass nicht alle Laufwege und die Passfolge optimal sind.“ Aus dem Spiel heraus gelang es den Wiescherhöfenern in Durchgang eins nicht, sich klare Torchancen zu erarbeiten, weil Erkan Baslarli und Dennis Steinke von der Warendorfer Verteidigung eng bewacht wurden und sie kaum verwertbare Zuspiele aus dem Mittelfeld erhielten. Eine Standardsituation brachte schließlich die Führung, als Simon Peper nach einer Ecke von Hüseyin Kücük zum 1:0 einköpfte (23.).

Zum Glück für die Gastgeber präsentierte sich die Sportunion in der Offensive äußerst harmlos. Weder Ramazan Bas vor der Pause (28.), noch Diego Bortolozzo (46.) oder Bernd Kieskemper (61.) nach dem Kabinengang stellten TuS-Schlussmann Martin Kliem vor unlösbare Aufgaben. Zwar bauten die Gäste aus dem Münsterland mit zunehmender Spieldauer immer größeren Druck, doch zwingend und konsequent im Abschluss war die WSU nie. Stattdessen erhielt der TuS Räume zum Kontern und nutzte sie in Person von Christopher Lübeck. Der A-Jugendliche wurde auf der rechten Seite freigespielt, setzte sich gegen einen Abwehrspieler durch und überwand WSU-Keeper Sebastian Völzow ganz abgezockt mit einem klasse Heber (63.).

Echte Spannung hätte noch einmal aufkommen können, als Schiedsrichter Martin Pier (Holzwickede) Warendorf nach einem Foul an Bortolozzo einen Strafstoß zusprach. Aber auch aus elf Metern brachten die Gäste das Leder nicht im TuS-Tor unter, weil Ramazan Bas mit einem schwachen Schuss an Martin Kliem scheiterte (66.). In der Schlussphase hatte Erkan Baslarli nach einem Konter sogar das 3:0 auf dem Fuß, verzog aber knapp (84.). - St

TuS Wiescherhöfen: Kliem – Chart, Peper, Kücük, Lorengel (62. Hilbk-Kortenbruck), Mryka, Lübeck (71. Korkmaz), Heinze, Steinke (86. Özdemir), Baslarli, Rohlmann

Warendorfer SU: Völzow – P. Grothues, Witlandt, Kieskemper, Simon, Kuhlmeier (80. Tünte), Bortolozzo (77. Steiner), Bonin, Bas, B. Grothues, Schwienhorst

Zuschauer: 75

Tore: 1:0 Peper (23.), 2:0 Lübeck (63.)

Schiedsrichter: Martin Pier (Holzwickede)

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