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Wiescherhöfen darf nur kurz von einer weiteren Überraschung träumen

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Von: Patrick Droste

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Nach einer 1:0-Führung verliert Wiescherhöfen mit 2:4 gegen die Hammer SpVg.
Nach einer 1:0-Führung verliert Wiescherhöfen mit 2:4 gegen die Hammer SpVg. © Reiner Mroß/Digitalbild

Nur kurz durfte der Landesligist träumen - dann verlor der TuS Wiescherhöfen im Kreispokal-Viertelfinale nach einer 1:0-Führung noch mit 2:4 gegen die Hammer SpVg.

Hamm – Etwas mehr als eine halbe Stunde durfte der TuS Wiescherhöfen von einer erneuten Überraschung wie in der zweiten Runde des Kreispokals mit dem Sieg über den Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern träumen. Dann aber egalisierte die Hammer SpVg in der 35. Minute den frühen Führungstreffer des Außenseiters und zog letztlich mit einem verdienten 4:2 (2:1)-Sieg in das Halbfinale ein. „Zuerst bekommen wir wieder unser typisches Pokalgegentor durch einen Freistoß. Dann aber waren wir dominant“, zeigte sich HSV-Trainer Steven Degelmann zufrieden mit dem Auftritt seines Teams, während sein Gegenüber Thorsten Heinze nicht so recht wusste, wie er den Auftritt seiner Schützlinge einschätzen sollte. „Einerseits ist man stolz und freut sich, dass die Jungs so eine Leistung gezeigt, geackert und so mitgehalten haben. Andererseits fragt man sich aber auch, warum wir nicht immer so spielen“, sagte der Coach des punktlosen Landesliga-Schlusslichts.

Die erste Aktion der Partie hatte dem Oberligisten gehört, als Andrei Lorengel in der siebten Minuten mit seinem Kopfball am Pfosten gescheitert war. Vier Minuten später zappelte der Ball dann im Netz, aber auf der Gegenseite, als Florian Becker mit einem direkten Freistoß aus 20 Metern zum 1:0 getroffen hatte (11.) – unter Mithilfe des unglücklich agierenden HSV-Keepers Tim Oberwahrenbrock. Dieser Treffer zeigte Wirkung, denn der TuS hatte anschließend durch einen Heber des agilen Jannis Ritter, der aber über das Tor ging (18.), und einen Diagonalschuss von Thorsten Renk, den Oberwahrenbrock stark parierte (22.), weitere Chancen. Anschließend aber fand die HSV immer besser in die Partie und lag zur Pause durch die beiden Treffer von Halil Dogan (34.) und Rion Latifaj (41.) verdient mit 2:1 in Front. „Es ist dann einfach schwer gegen einen Oberligisten, der eine hohe Qualität in den Einzelaktionen hat“, meinte Heinze.

Nach dem Wechsel war die Begegnung dann schnell entschieden. Zuerst lenke Becker eine Flanke von Tobias Fuest zum 1:3 ins eigene Tor (56.), dann ließ der ansonsten starke Jan Pankauke zwischen den Pfosten der Gastgeber einen Schuss nur abklatschen. Lorengel reagierte schnell und bediente Frederik Falk, der zum 1:4 einschoss (62.) Doch Wiescherhöfen gab sich noch nicht geschlagen. Nach einer Ecke bediente der eingewechselte Paulker Emmanuel Mittelstürmer Otitochukwu Caleb Uwechue, der aus kurzer Distanz auf 2:4 verkürzte (70.). Zu mehr reichte es letztlich für die leidenschaftlich kämpfenden Wiescherhöfener nicht mehr. „Wir haben das schon gut gemacht“, resümierte Heinze, und Degelmann fügte hinzu: „Die Führung zur Halbzeit hätte schon deutlicher sein können. Aber wir haben nach dem Wechsel schnell nachgelegt. Das war zufriedenstellend.“

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