Fußball

Unterschiedliche Voraussetzungen beim TuS Wiescherhöfen und bei der SG Bockum-Hövel

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David Schmidt (links) und Thorsten Heinze

Sie wollen beide das Gleiche. Sowohl für den TuS Wiescherhöfen als auch für die SG Bockum-Hövel zählt ab Sonntag mit dem Start in die neue Saison in der Fußball-Landesliga einzig und allein der Klassenerhalt.

Hamm - Dennoch gehen die zwei Hammer Vereine unter verschiedenen Voraussetzungen die Aufgabe an. Während die SG und Spielertrainer David Schmidt nach dem Aufstieg das Team nur punktuell verstärkt haben und somit auf eine eingespielte Mannschaft zurückgreifen können, hat an der Wielandstraße im Hammer Westen unter der Regie des neuen Trainers Thorsten Heinze ein großer personeller Umbruch stattgefunden.

TuS Wiescherhöfen 

Beim TuS Wiescherhöfen hat Heinze daher auch kurz vor dem Start der Saison den Umbau seines Teams noch lange nicht abgeschlossen. „Wir arbeiten weiter fleißig“, sagt der Coach vor dem Saisonstart am Sonntag bei Mitaufsteiger Vorwärts Wettringen. Gleich zwölf neue Akteure sind in diesem Sommer zum TuS dazugestoßen, daher ist Heinze auch nicht sonderlich verwundert, dass seine Mannschaft in den Testspielen und auch am Sonntag bei der überraschenden 0:2-Niederlage in der ersten Runde des Kreispokals beim A-Kreisligisten TuS Uentrop neben der Reife vor allem die nötige Konstanz hat vermissen lassen: „Das ist eben ein riesen Umbruch. Da kann nicht alles sofort glänzen und jedes Rädchen ineinandergreifen. So etwas benötigt Zeit.“

Besonders im Torabschluss haperte es bei den Wiescherhöfenern bei den Testspielen gewaltig – eine Tatsache, die den Coach allerdings auch nicht sonderlich verwundert. Denn im TuS-Team fehlt ein Knipser ein kaltschnäuziger Torjäger, der auch mal aus dem Nichts einen Treffer erzielen kann. „Wir haben keinen nominellen Stoßstürmer“, sagt Heinze – und fügt mit sorgenvoller Mine hinzu: „Das könnte noch zu einem Problem für uns werden.“

Denn nur wer ausreichend Tore markiert, kann auch genügend Punkte im Kampf im Kampf gegen den Abstieg einfahren. Und das Rennen um den Klassenerhalt wird dadurch noch erschwert, dass es durch die Vielzahl von Aufsteigern, die es nach dem corona-bedingten Abbruch der vergangenen Saison gegeben hatte, am Ende der kommenden Spielzeit nun fünf Absteiger geben wird. „Das macht es für uns natürlich noch einmal deutlich schwieriger“, gesteht der Wiescherhöfener Trainer ein.

Dennoch sieht er seine Mannschaft keineswegs chancenlos und setzt auf den starken Zusammenhalt im Team. „Wir haben ein super Mannschaftsgefüge“, erklärt er und ist überzeugt: „Das wird uns sicherlich den einen oder anderen Punkt bescheren.“ Hinzu kommen, so betont Heinze, die große Lernbereitschaft und der Wille seiner Schützlinge. „Alle geben Gas und wollen sich verbessern. Aber für einige ist der Sprung aus den A-Junioren hoch in die Landesliga zu den Senioren schon ein großer. Es ist wichtig, dass es schnell bei allen klick macht und jeder weiß, dass es ab Sonntag ernst wird.“

Heinze hofft, dass seine Mannschaft zum Auftakt in den beiden Partien gegen die Mitaufsteiger Wettringen und TuS Haltern II schon die ersten Punkte einfährt und dadurch gleich Selbstvertrauen sammelt. „Ein guter Start würde uns natürlich schon enorm helfen“, sagt er. Und was wäre, wenn sein Team leer ausgeht? „Dann arbeiten wir halt hart weiter“, stellt er unmissverständlich klar.

SG Bockum-Hövel 

Anders als der TuS Wiescherhöfen hat die SG Bockum-Hövel bereits in der Vorbereitung einige Erfolgserlebnisse eingefahren und geht daher mit breiter Brust in die erste Partie der neuen Saison am Sonntag beim SC Altenrheine. „Bis auf wenige Ausnahmen war ich mit den Testspielen sehr zufrieden. Wir haben gegen einige höherklassige Mannschaften gespielt und dabei Werbung in eigener Sache betrieben“, sagt Spielertrainer David Schmidt. „Ich bin sehr zufrieden.“

Vor allem auf die Zahl der erzielten Treffer und die zahlreichen Chancen, die sich seine Mannschaft in jeder Partie der Vorbereitung herausgearbeitet hat, ist der Coach stolz. Weniger gut gefällt ihm allerdings noch das Umschaltspiel seiner Schützlinge in die Defensive. „Im Fußball geht es nicht immer nur nach vorne, auch nach hinten muss man arbeiten“, betont er.

Dennoch ist er davon überzeugt, dass sein Team deutlich besser aufgestellt ist als vor zwei Jahren, als die SG nach dem Aufstieg direkt wieder zurück in die Bezirksliga musste. „Mit der Art und Weise, wie wir Fußball spielen, müssen wir uns in der Landesliga vor keinem Gegner verstecken. Wir sind gestandener geworden und haben an Qualität durch die neuen Spieler dazugewonnen. Wir können mit breiter Brust in die Saison gehen“, stellt Schmidt klar. „Wir sind nicht so schlecht aufgestellt.“

Daher hofft er, dass er sich mit seinem Team schnell ein Polster zu den Abstiegsrängen erarbeiten kann und sich dann in naher Zukunft mit der SG in der Landesliga etablieren kann. Ein genaues Ziel will er allerdings nicht bekannt geben. „Wir sind da in Bockum-Hövel etwas vorsichtig. Wir wollen erst einmal die ersten sechs Spieltage abwarten und dann schauen, wo wir leistungsmäßig stehen“, meint er. „Es hängt viel davon ab, wie viel jeder bei uns bereit ist zu investieren. Wenn sich jeder reinhängt, dann können wir für jeden Gegner sehr unangenehm werden.“

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