Wiescherhöfen bezwingt TSC im hitzigen Derby mit 3:2

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Enges Derby: Der TuS Wiescherhöfen (Florian Becker, rechts) setzte sich mit 3:2 gegen den TSC Hamm (Vadim Baumbach) durch.

Hamm - In einem in der Schlussphase hitzigen Derby kam der TuS Wiescherhöfen zu einem 3:2 (1:1)-Erfolg gegen den TSC Hamm, der die Partie nach Platzverweisen gegen Emir Bajric (Gelb-Rot/77.) und Enes Akyüz (Rot/86.) nur mit neun Akteuren beendete.

Sehr unterschiedlich betrachteten die beiden Trainer die vorangegangenen 90 Minuten an der Wielandstraße. „Wir wollen nur gleich behandelt werden, bei uns werden die Karten immer sehr schnell gezogen. Warum wird nicht bei den Ursachen angesetzt“, prangerte TSC-Coach Erdal Akyüz die Leistung des Unparteiischen Marcel Skorupa (Dortmund) an. Vor allem eine Szene in der Anfangsphase, in der nach Ansicht von Akyüz Wiescherhöfens Spielertrainer Steven Degelmann wegen einer Tätlichkeit hätte Rot sehen müssen, stieß ihm übel auf. „In den letzten Partien hatten wir super Schiedsrichter, und komischerweise gewinnen wir dann. Und heute kommt immer, wenn es eng wird, ein komischer Pfiff gegen uns.“ Anders blickte Steven Degelmann auf die Partie zurück. „Ich bin enttäuscht, wie man sich immer wieder so benehmen kann. Wir werden unsere Konsequenzen ziehen und den TSC nicht mehr zu unserem Turnier einladen. Und ich hoffe, dass andere Vereine unserem Beispiel folgen.“

Vor gut 100 Zuschauern erwischte der TSC den besseren Start. Vadim Baumbach spitzelte den Ball in den Strafraum, wo Mustafa Akyüz souverän zum 0:1 einschoss (7.). Im Anschluss kontrollierten die Gäste das Geschehen, verschleppten jedoch das Tempo und investierten zu wenig, um einen zweiten Treffer nachzulegen. Eine Standardsituation bescherte den Grün-Weißen den Ausgleich, als Steven einen Freistoß von Dominik Degelmann zum 1:1 in die Maschen köpfte (26.). Wiescherhöfen bekam nun Aufwind, erspielte sich vor der Pause jedoch keine zwingende Gelegenheit mehr. Anders der TSC, der in Person von Abdullah Sahin aus 18 Metern nur knapp am Winkel vorbeizielte (43.).

Nach der Halbzeit rückte TuS-Schlussmann Marco Behrend in den Mittelpunkt, als er mit einer Glanzparade gegen einen Kopfball von Mustafa Akyüz den erneuten Rückstand verhinderte (51.). Beinahe im direkten Gegenzug verwertete Andre Budde einen langen Ball per Kopf zum 2:1 (52.). Zunächst war kein großes Aufbäumen beim TSC zu erkennen, doch dann setzte sich Emir Bajric am linken Flügel durch und bediente im Zentrum Ümit Marankoz, der platziert zum 2:2 einschob (66.).

Nach einer gefährlichen Flanke von Tamer Saglam, die Behrend mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte (73.), gelang kurz darauf dem TuS Wiescherhöfen das 3:2. Einen Freistoß von Eduard Lorengel köpfte der eingewechselte David Wündisch ungehindert ein. „Wir waren spielerisch die bessere Mannschaft, machen aber vorne unsere Chancen nicht rein und kassieren dumme Gegentore“, ärgerte sich Erdal Akyüz. Zu allem Überfluss kassierte Bajric wegen Meckerns die Ampelkarte und fehlte seinem Team für die Schlussoffensive (77.). Neun Minuten später sah Enes Akyüz knallrot.

Beinahe hätte Ismail Uysal zwei Minuten vor dem Ende den Ausgleich erzielt, doch David Wündisch blockte den Ball in letzter Sekunde (88.). Auf der anderen Seite verfehlte Ernur Algan nach einem Konter das verwaiste TSC-Tor (89.). „Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Wir haben drei Kopfballtore erzielt, was nicht alltäglich ist“, so Steven Degelmann. „Und Respekt dafür, dass wir uns nicht von der Hektik haben anstecken lassen.“

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