Der Westönner Elfmeterheld Matthias Gerke im Interview

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Westönnens Torwart Matthias Gerke wehrte gleich mehrere Neunmeter ab, darunter auch den entscheidenden im Finale gegen RW Mastholte.

WESTÖNNEN - Er war der Held des Abends. Als Torwart Matthias Gerke den Neunmeter von Mastholtes Tobias Edler abgewehrt hatte, war der Triumph von RW Westönnen beim 18. Warsteiner Masters perfekt. Anzeiger-Redakteur Dirk Wilms sprach mit dem Keeper der Rot-Weißen am Tag nach dem großen Auftritt der Werler Dreifachhalle.

Herr Gerke, ist so ein Ding wie am Sonntagabend überhaupt noch zu toppen?

Matthias Gerke: Ich glaube nicht! Ich habe das Masters ja schon einmal mit Hilbeck gewonnen. Doch das war etwas ganz Besonderes. Schließlich haben wir es mit unserem Heimatverein geschafft. Bis auf Christoph Ringe habe alle Jungs schon in der Jugend in Westönnen gespielt.

Welchen Anteil hatten die Fans an ihrem Erfolg?

Gerke: Ohne sie hätten wir das nicht gepackt. Sie haben uns in einen Rausch getrieben, dass wir Westernkotten mit 6:0 abschießen konnten. Vorher hatten sie uns gepusht, als wir nach elf Spielen Pause wieder ran mussten.

Bürgermeister Grossmann sagte im Anzeiger-Gespräch etwas von Gänsehaut-Gefühl. Kam Ihnen das auch so vor?

Gerke: Als wir vor dem Finale im Gang standen, hörten wir schon die Gesänge, das war schon verrückt, ein ganz besonderes Gefühl. Als ich dann den Neunmeter gehalten habe, musste ich alles raushauen. Vielleicht wäre ich aber besser stehen geblieben, denn nach dem Sprint habe ich kaum noch atmen können, zumal die Luft in der Halle ohnehin schon verbraucht war.

Was ist das Geheimnis des Westönner Erfolgs? Schließlich hat Ihre Mannschaft auch schon die Stadtmeisterschaft gewonnen.

Gerke: Es sind viele Spieler dabei, die schon höher gespielt haben und wissen, wie es in der Halle geht. Andere rennen einfach nach vorn, wir spielen diszipliniert hinten herum mit ganz viel Ruhe, da werde ich auch eingebunden. Die Verteidiger Schwarze und Wiemer sowie Holtkamp und Schneider sind perfekt eingespielt, die Übergaben funktionieren. Vorn gibt es immer eine Anspielstation, da beispielsweise Steffen Eschmann immer mit dem Rücken zum gegnerischen Tor steht. Dann kann er ablegen auf Heinz, Ringe oder Clarysse.

Nehmen Sie den Schwung jetzt mit nach draußen?

Gerke: Als wir damals mit Hilbeck gewonnen haben, standen wir auch oben in der Tabelle, haben auf dem Feld aber in der Rückrunde nichts mehr hingekriegt. Als Fußballer ist man eben schnell zufrieden. Wir dürfen das aber jetzt nur zwei, drei Tage genießen, dann müssen wir uns auf das Wesentliche konzentrieren. Der Sieg beim Masters kann uns einen Schub geben. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir auch am Ende der Saison ganz oben in der A-Kreisliga stehen.

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