Rhynern vor schwerer Aufgabe in Neuenkirchen

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Felix Krellmann hat seinen Vertrag bei Westfalia Rhynern verlängert.

HAMM - Der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig, zumindest aber fragwürdig. Drei Spieltage vor dem Saisonende verkündete RW Ahlen offiziell, dass mit Felix Bechtold und Michael Wiese zwei Spieler des Oberliga-Rivalen SV Westfalia Rhynern zur neuen Saison ins Wersestadion wechseln werden. „Ich weiß, was die Ahlener damit bezwecken wollen. Aber dadurch gibt es bei uns keine Unruhe. Wir sind ganz gelassen“, sagt Team-Manager Andreas Kersting vor dem Auswärtsspiel am Sonntag beim SuS Neuenkirchen (15 Uhr).

Und auch Trainer Björn Mehnert betont, dass am Papenloh keine schlechte Stimmung aufgekommen ist. „Wir sind ganz gelassen“, erklärt der Coach. „Das ist das Normalste der Fußball-Welt: Spieler gehen, Spieler kommen.“

Und auch über die derzeitige Tabellenkonstellation haben sich die Rhyneraner keine großartigen Gedanken gemacht. Als das Team vor einigen Wochen RW Ahlen geschlagen und sich intensiv mit dem möglichen Aufstieg in die Regionalliga beschäftigt hatte, war es anschließend extrem verkrampft und kassierte vier Pflichtspielniederlagen in Folge. Nach dem 5:0-Erfolg über den SV Zweckel und dem gleichzeitigen 2:2 der Ahlener zuhause gegen den VfB Hüls rangieren die Rhyneraner nun auf einem Aufstiegsplatz – doch darüber geredet wird laut Mehnert nur am Rande. „Das ist absolut kein Thema bei uns. Wir beschäftigen uns vielmehr damit, dass wir am Sonntag ein extrem schweres Spiel vor der Brust haben.“ Und auch Kersting betont: „Wir haben im Gegensatz zu den Ahlenern doch überhaupt keinen Druck. Und wenn man sich unser Restprogramm anschaut mit Neuenkirchen, dann zuhause gegen Ekenschwick und zum Abschluss nach Lippstadt, dann gehen wir erst einmal davon aus, dass wir nicht aufsteigen werden. Denn man kann nicht damit rechnen, dass wir diese drei Spiele alle gewinnen und neun Punkte holen. Daher sind wir ganz locker und werden so diese Partien angehen.“

Verzichten muss die Westfalia in Neuenkirchen neben dem langzeitverletzten Markus Maier auch auf David Schmidt (Rücken) und Felix Böhmer (Bauchmuskelzerrung). Für Schmidt wird wie gegen Zweckel wieder Tim Neumann in der Innenverteidigung an der Seite von Mannschaftskapitän Dustin Wurst agieren. „Wir haben eben nicht nur einen Kader mit elf Spielern“, sagt Kersting. „Tim hat das zuletzt mit Bravour gemacht und David sehr gut vertreten.“ Erneut zum Kader gehören wird auch Mathieu Bengsch, der nach seiner langwierigen Verletzung am vergangenen Montag erstmals wieder zum Einsatz gekommen war.

Zudem konnte Rhynerns Team-Manager vor der Partie im Münsterland noch eine weitere Personalie vermelden. Denn auch Eigengewächs Felix Krellmann, der in Köln studiert, hat seinen Vertrag verlängert und wird in der kommenden Saison für den SV Westfalia auflaufen. „Das hat uns sehr gefreut, denn Felix hat sich toll entwickelt“, erklärt Kersting.

Weniger gut entwickelt hat sich dagegen in dieser Spielzeit der SuS Neuenkirchen. Das Team rangiert lediglich auf Platz 14 und hat nur fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsrang. Mit einem Sieg über Rhynern könnte sich das Team also aller Sorgen endgültig entledigen. „Das wird eine ganz schwere Aufgabe für uns“, sagt Mehnert. „Wir haben da noch nie gut ausgesehen, uns immer schwer getan.“

Auch Kersting befürchtet, dass es eine hohe Hürde sein wird, die die Rhyneraner am Sonntag zu überspringen haben. „Im Hinspiel haben wir zwar 3:0 gewonnen, aber das war schon eine zähe Angelegenheit. Meiner Meinung nach ist die Mannschaft besser als es der aktuelle Tabellenplatz aussagt.“

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