"Vieles möglich"

Rhynerns Trainer Mehnert: „Regionalliga kein zusätzliches Ziel“

+
Westfalia Rhynern – hier mit David Schmidt (rechts) – sorgte in Beckum für einen Paukenschlag.

HAMM - Mit dem Heimspiel gegen den Tabellensechsten Arminia Bielefeld geht es am Sonntag für den SV Westfalia Rhynern in der Fußball-Oberliga weiter. „Das ist ein richtiges Spitzenspiel, denn Bielefeld ist ein Topteam, hat extreme Qualität und hat inzwischen seinen Rhythmus gefunden“, sagt Björn Mehnert, Trainer der auf Rang drei liegenden Papenloh-Elf.

Von Patrick Droste

Ob es am Ende der Saison Platz drei bleiben wird oder ob die Rhyneraner in der Tabelle sogar noch weiter vorrücken und damit den Aufstieg in die Regionalliga schaffen können, damit will sich Mehnert derzeit (noch) nicht beschäftigen. Der 4:0-Sieg am vergangenen Sonntag beim SC Roland Beckum war allerdings ein Paukenschlag, der zeigt, wie viel Potenzial in der Mannschaft steckt. 

Die Zwischenbilanz

Die Rhyneraner haben eine überaus gute Hinrunde gespielt und dabei 32 Punkte gesammelt. Zudem hat die Westfalia aus der ersten Serie das Nachholspiel gegen Stadtlohn in der Hinterhand, kann die Bilanz also noch weiter verbessern. „Das war wirklich gut, was die Jungs im vergangenen Jahr abgeliefert haben. Und unsere Leistung in Beckum war auch hervorragend“, bestätigt Mehnert, warnt aber gleichzeitig: „Es wäre fatal, jetzt aus dem einen Spiel etwas abzuleiten. Wir wissen, dass Vieles möglich ist, wenn wir am Maximum spielen. Rufen wir keine 100 Prozent ab, können wir schnell auf dem Hosenboden landen.“

Die Gründe

Rhynerns Trainer Björn Mehnert.

Es sind wohl mehrere Gründe, die für den derzeitigen Erfolg der Westfalia verantwortlich sind. So arbeitet Björn Mehnert bereits im vierten Jahr am Papenloh und konnte in dieser Zeit die Mannschaft kontinuierlich aufbauen und verbessern. Schon in seiner ersten Saison war er mit seiner Elf in der damaligen NRW-Liga nur knapp an der Relegation zur Regionalliga gescheitert. Anschließend verbesserte er das Team Schritt für Schritt und führte es nun auf Platz drei der Oberliga. „Dadurch, dass man so lange zusammenarbeitet, wissen die Jungs, was ich erwarte, welche Abläufe entscheidend sind und was sie auf welcher Position umsetzen müssen“, erklärt Mehnert. Hinzu kommt in dieser Saison, dass die Westfalia einen sehr ausgeglichenen Kader hat. Selbst die Ausfälle von Stammspielern wie Kapitän Dustin Wurst, Christoph Debowiak und Mathieu Bengsch kompensierte die Mannschaft beim SC Roland problemlos. „Ich habe darauf Wert gelegt, dass wir 20, 22 gleichstarke Jungs und wir dadurch eine hohe Qualität in der Breite haben. Es bringt mir doch nichts, 14 erstklassige Spieler zu haben, und dahinter ist der Leistungsabfall extrem hoch“, sagt Mehnert und weist zum Beispiel auf seine vier Außenverteidiger Michael Wiese, Ersin Kusakci, Jan Apolinarski und Markus Maier hin: „Die vier sind alle auf einem ähnlichen Leistungsniveau. Da entscheiden oft nur Nuancen, wer spielt. Das sorgt aber gleichzeitig wieder für einen Konkurrenzkampf, der die Jungs enorm pusht“, so Mehnert.

Die Aussichten

Sollte die Westfalia weiter auf diesem Topniveau spielen und von zusätzlichen verletzungsbedingten Ausfällen verschont bleiben, ist durchaus der Sprung auf Rang zwei und damit die sportliche Qualifikation für die Regionalliga möglich.

Lesen Sie HIER alles zu der Zwischenbilanz, den Gründen und Aussichten bei der Hammer SpVg.

„Wenn alles optimal läuft, können wir ziemlich weit vorne landen. Denn wir sind sehr unangenehm zu spielen, und es ist extrem schwierig, uns zu schlagen“, meint auch Mehnert. „Die Regionalliga ist für uns jetzt kein zusätzliches Ziel. Aber je mehr Siege man einfährt und je mehr Teams man hinter sich lässt, desto mehr will man auch. Als Trainer und als Mannschaft.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare