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Westfalia Rhynerns Patrick Franke ist in Sachen Aufstieg „guter Dinge“

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Von: Patrick Droste

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Hofft auf den Regionalliga-Aufstieg: Rhynerns Patrick Franke.
Hofft auf den Regionalliga-Aufstieg: Rhynerns Patrick Franke. © Reiner Mroß

Mit einem Sieg im Heimspiel gegen den TuS Erndtebrück kann Fußball-Oberligist Westfalia Rhyern am Sonntag einen weiteren Schritt Richtung Aufstieg in die Regionalliga machen. Vor der Partie gegen die Siegerländer sprach Patrick Droste mit Patrick Franke, dem 25 Jahre alten Linksverteidiger der derzeit auf Rang zwei und damit auf einem Aufstiegsplatz stehenden Papenloh-Elf, über sein Profil-Bild bei Whatsapp,

Herr Franke, Ihr Profilbild beim Messenger-Dienst Whatsapp zeigt Sie im Trikot des VfB Stuttgart, mit dessen zweiter Mannschaft Sie bereits in der Regionalliga gespielt haben. Ist dieses Bild ein Fingerzeig, wohin es mit Rhynern gehen soll?

Nein, das ist absoluter Zufall. Ich habe zuletzt ein paar alte Bilder rausgekramt und fand dieses im Stuttgarter Trikot ganz cool.

Mit der VfB-Reserve haben Sie in der Regionalliga Süd/West gespielt, mit dem FC St. Pauli II in der Regionalliga Nord. Es fehlt also noch die Regionalliga West in Ihrer Sammlung.

Das stimmt. Und es wäre natürlich ein Traum, hier im Westen in der Regionalliga zu spielen. Mit der Hammer SpVg habe ich 2017 und 2018 jeweils knapp den Aufstieg verpasst. Mal gucken, ob das dieses Jahr mit Rhynern klappt.

Es sind nur noch drei Spiele in dieser Saison zu absolvieren, dann könnte der Traum Wirklichkeit werden. Wie hat es die Westfalia so weit nach oben geschafft?

Uns hatte ja vor der Saison niemand als Aufstiegskandidat auf dem Zettel. Daher konnten wir die ganze Zeit ohne Druck in die Spiele gehen. Und irgendwann hatten wir dann so einen Flow, haben in diesem Jahr nur knapp beim 1. FC Kaan-Marienborn verloren, sind ansonsten von Sieg zu Sieg geeilt. Und wenn es einmal läuft, lässt es sich einfacher Fußball spielen. Wir haben eine unfassbar gute Stimmung bei uns im Team. Alle haben Bock. Und auch die Jungs, die nicht so viele Einsatzzeiten bekommen, ziehen mit. Jeder gönnt jedem alles. Wir hatten zum Beispiel vor ein paar Wochen einen freiwilligen Mannschaftabend, da war dann jeder da. Das ist ein klares Zeichen, wie gut es passt. Wir sind eben ein Team, eine richtige Gemeinschaft – das ist das Geheimrezept.

Mischen sich in die gute Stimmung aus Spaß, Freude, Zuversicht nicht auch langsam eine gewisse Anspannung und vielleicht auch Nervosität?

Nein, das ist einfach nur Euphorie bei uns. Druck spüren wir überhaupt nicht. Wir haben jede Woche eine Riesenlust auf die Spiele. Wir finden dieses System klasse, dass man sich in der Aufstiegsrunde nur mit den Topteams der Liga messen darf. Wir machen uns eigentlich auch keine Gedanken darüber, was in zwei Wochen passieren könnte. Wir versuchen uns immer nur auf den nächsten Gegner zu konzentrieren und blenden alles andere aus.

Mit den Partien gegen Erndtebrück und am letzten Spieltag gegen den SV Schermbeck haben Sie noch zwei Heimspiele. Zwischen diesen beiden Begegnungen geht es nach Rheine. Wird dies das Schlüsselspiel?

Wenn man sich unsere Bilanz anschaut, dann spielen wir wirklich lieber zuhause, wo wir in dieser Saison nur gegen Münster verloren, alle anderen Spiele aber gewonnen haben. Aber jetzt ist es egal, wo man spielt. Man muss in diesen letzten Partien jedes Mal alles raushauen und alles geben.

Was würde Ihnen persönlich ein Aufstieg mit Rhynern in die Regionalliga bedeuten?

Das wäre für mich die Bestätigung, dass ich mit meinem Wechsel vor zwei Jahren von der Hammer SpVg nach Rhynern alles richtig gemacht habe. Ich bin beim SV Westfalia komplett zufrieden, und ein Aufstieg wäre das i-Tüpfelchen auf die ganze Geschichte. Dafür spielt man ja auch Fußball, um erfolgreich zu sein und um Erfolge zu feiern.

Ihr Tipp für die letzten drei Spieltage?

Natürlich müssen wir auch noch auf die Paderborner schauen, was die am Mittwoch im Nachholspiel gegen Kaan-Marienborn machen. Und dann müssen wir weiter auf uns schauen, unsere Hausaufgaben machen. Wir haben zwar die Top-Teams von oben alle weg, aber auch die anderen Mannschaften, die vermeintlich schwächeren, sind ekelig zu bespielen, weil wir da das Spiel machen müssen. Es ist alles noch sehr eng da im Aufstiegsrennen, zumal auch noch Teams hinter uns lauern. Aber wir wollen das zu Ende bringen, was wir auf den Weg gebracht haben. Und ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen.

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