Fußball

Westfalia Rhynern wirft den Regionalligisten SC Wiedenbrück aus dem Pokal

Für die Angreifer aus Wiedenbrück gab es gegen die Rhyneraner Defensive kaum ein Durchkommen.
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Für die Angreifer aus Wiedenbrück gab es gegen die Rhyneraner Defensive kaum ein Durchkommen.

Vor einer Woche hatten sie sich beim Aus im Kreispokal beim Landesligisten TuS Wiescherhöfen noch bis auf die Knochen blamiert. Sieben Tage später haben sich die Fußballer des SV Westfalia Rhynern von einer ganz anderen Seite gezeigt und in der zweiten Runde des Westfalenpokals den Fußball-Regionalligisten SC Wiedenbrück mit 1:0 (0:0) besiegt.

Hamm – „Das war eine bärenstarke Leistung. Wir haben diesen Pokalabend sehr genossen“, freute sich Rhynerns Trainer Michael Kaminski nach dem Überraschungscoup, während SCW-Coach Daniel Brinkmann gefrustet zugeben musste: „Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben es über die 90 Minuten nicht geschafft, uns eine tatsächliche Torchance zu erarbeiten. Rhynern hat immer wieder Nadelstiche gesetzt und gut gekontert. Daher ist der Sieg hochverdient.“

Kaminski hatte im Vergleich zu Sonntag, als die Rhyneraner mit 3:0 gegen den FC Eintracht Rheine gewonnen hatten, drei Änderungen vorgenommen. Für Keeper Alexander Hahnemann und die beiden an leichten muskulären Problemen laborierenden Hakan Sezer sowie Gianluca Di Vinti standen Maximilian Eul, Jonas Michler und Tom Franke in der Anfangsformation der Gastgeber, die sich von der ersten Minute an in der Defensive sahen.

Denn Wiedenbrück übte von Beginn an viel Druck aus und drängte die Westfalia weit in ihre Spielhälfte. „Das war aber auch unser Plan. Wir wollten tief stehen und nach vorne unsere Schnelligkeit ausspielen“, erklärte Kaminski, der auf seiner Trainerbank recht entspannt sitzen konnte. Denn Chancen blieben im ersten Durchgang für die Ostwestfalen absolute Mangelware. Erst kurz vor der Pause, nachdem SCW-Trainer Daniel Brinkmann wiederholt „Wacht endlich mal auf“ reingerufen hatte, tauchten die Wiedenbrücker zweimal gefährlich vor dem Rhyneraner Gehäuse auf. Aber zuerst blockte die Defensive des Oberligisten einen Schuss von Ousman Touray ab (41.), dann faustete Eul einen direkten Freistoß von Fabian Brosowski zur Ecke (44.).

Die klar besseren Möglichkeiten hatten vor der Pause die Platzherren, die aus ihren kompakten Defensive viele Konter starteten. So wie bereits in der achten Minute, als Tom Franke seinen Gegenspieler Daniel Latkowski überlief, aber an SCW-Keeper Öuca Beermann scheiterte. Auch Patrick Franke mit einem Fernschuss (12.), erneut Tom Franke (21., (24.) und Eduard Probst (22.) besaßen gute Chancen, den Außenseiter in Front zu bringen. Großes Glück hatte Wiedenbrück in der 43. Minute, als Beermann mit einem starken Reflex den Schuss von Tom Franke abwehrte und sein Team vor einem Rückstand bewahrte. „Wir hätten durchaus mit einer 2:0-Führung in die Pause gehen können“, betonte Kaminski nach dem Abpfiff.

Am optischen Übergewicht und an der Harmlosigkeit der Gäste änderte sich auch in der zweiten Hälfte nichts. Sobald die Wiedenbrücker in die Nähe des Rhyneraner Strafraums kamen, wussten sie nicht mehr weiter, blieben an der aufmerksamen und leidenschaftlich kämpfenden Defensive der Westfalia hängen oder waren bei ihren wenigen Abschlüssen viel zu ungenau.

Und so war es nicht verwunderlich, dass der Oberligist in der 75. Minute mit 1:0 in Führung ging. Tom Franke hatte sich geschickt auf der rechten Seite durchgesetzt und auf Eduard Probst gepasst. Der 20 Jahre alte Angreifer behielt freistehend vor Beermann die Nerven und schob am Wiedenbrücker Torwart zum Siegtor ein.

Zwar warfen die Ostwestfalen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, selbst Torsteher Beermann stürmte am Ende mit. Doch als Oliver Zech in der vierten Minute der Nachspielzeit an einer Flanke vorbeisegelte, stand der Erfolg der Rhyneraner endgültig fest. „Wenn wir zuhause so gallig und leidenschaftlich spielen, schlägt uns hier keiner“, sagte Kaminski. „Das war ein Abend, wie wir ihn uns gewünscht haben. Unser Kader wird zwar immer kleiner, aber wir immer besser“

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