Trotz möglichem Ausfall eines Leistungsträgers

Warum Westfalia Rhynern in Herne kühlen Kopf bewahren muss  

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Der Einsatz von Lennard Kleine ist fraglich.

Der SV Westfalia Rhynern will bei Westfalia Herne den ersten Dreier der Saison einfahren - bangt aber um den Einsatz seines besten Torjägers.

Hamm - Es ist ein dickes Fragezeichen, das hinter Lennard Kleine steht. Der Angreifer, der mit seinen drei Treffern fast die Hälfte der Tore des SV Westfalia Rhynern (8) geschossen hat, laboriert an einem grippalen Infekt und droht für das Auswärtsspiel der Fußball-Oberliga am Sonntag bei Westfalia Herne (15.15 Uhr) auszufallen. 

„Noch hoffen wir, dass er spielen kann. Aber wenn nicht, dann wäre das natürlich schon schwerwiegend“, sagt Trainer Michael Kaminski, der dennoch keinen Zweifel an der Zielsetzung für die Partie auf dem Kunstrasenplatz am Schluss Strünkede aufkommen lässt. 

Zwar stehen die Rhyneraner nach sechs Spieltagen auf dem fünften Tabellenplatz, haben aber bislang noch keinen Auswärtssieg eingefahren. Das will der Coach mit seinen Schützlingen in Herne ändern. „Nach zwei Unentschieden in Meinerzhagen und Siegen sowie einer Niederlage in Ahlen ist es an der Zeit. Wenn wir da gewinnen, wäre das nicht nur für unser Selbstvertrauen eine feine Sache, sondern es würde sich auch in der Tabelle gut machen“, sagt der Coach, der die Leistungen in der Fremde als „ganz okay“ bezeichnet, aber dennoch zugibt, „dass wir uns zuhause wohler fühlen.“ 

Kaminski erwartet körperbetontes Spiel in Herne

Das hatten die Rhyneraner am vergangenen Sonntag eindrucksvoll unterstrichen, als sie sich vor den heimischen Fans gegen den unangenehm zu bespielenden SV Schermbeck mit 2:0 durchgesetzt und von Anfang an keinen Zweifel an einem Sieg aufgekommen gelassen hatten. Das wollen sie in Herne wiederholen, zumal Kaminski davon ausgeht, dass der SC Westfalia auf ein ähnliches Konzept setzt wie der SV Schermbeck.

„Wir wissen, was uns erwartet. Es wird körperlich gut zur Sache gehen“, sagt der Trainer, der damit rechnet, dass die Schützlinge von Trainer Christian Knappmann, die am vergangenen Sonntag dem TuS Ennepetal die erste Saisonniederlage zugefügt hatten, viele lange Pässe nach vorne schlagen und dann auf den zweiten Ball gehen. „Das haben wir gegen Schermbeck ja schon gut gelöst.“ 

Rhynern hat Luxusprobleme in der Defensive

Dabei dürften sich die Rhyneraner, so mahnt Kaminski an, nicht von außen ablenken lassen, sondern sollen sich voll und ganz auf sich konzentrieren: „Bei Herne kommt von der Seite viel Hektik rein. Wir müssen da Ruhe und einen kühlen Kopf bewahren.“ 

Um nicht den Überblick zu verlieren, setzt Kaminski vor allem auf seine Defensive, die mit vier Gegentreffern zusammen mit RW Ahlen derzeit die stärkste der Liga ist. „Hinten stehen wir richtig stabil“, bestätigt der Coach, der am Sonntag mit dem routinierten Patrick Polk, dem starken Neuzugang Jeffrey Malcherek, dem wiedergenesenen Tim Neumann sowie dem Regionalliga erfahrenen Marvin Joswig stehen Kaminski für die zwei Plätze in der Innenverteidigung gleich vier Kandidaten zur Verfügung. 

Rückt Salvatore Gambino auf die Zehn?

„Da haben wir die Qual der Wahl“, sieht er darin einen Grund für die derzeit so kompakte Defensive: „Jeder muss in jedem Training Vollgas geben und Leistung abliefern.“ 

Aber er macht sich nicht nur Gedanken über die Besetzung der Viererkette, auch im Offensivbereich hat er sich schon für den möglichen Ausfall von Lennard Kleine einen Plan B zurecht gelegt. „Wenn Lennard tatsächlich passen muss, dann können wir Yasin Acar nach vorne schieben und die Zehnerposition mit Salvatore Gambino oder Robin Ploczicki besetzen“, sagt Kaminski.

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