Westfalia will Erfolgsserie gegen Lippstadt ausbauen

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Rhynerns Salvatore Gambino (links) will auch dem Tabellenzweiten SV Lippstadt ein Beinchen stellen.

Hamm - Drei Spiele seit Ende der Winterpause, drei Siege – es läuft beim SV Westfalia Rhynern. Die wiedergewonnene Stärke soll am Sonntag (15 Uhr, Sportplatz Papenloh) auch die vielleicht beste Mannschaft der Fußball-Oberliga zu spüren bekommen: der SV Lippstadt. „Wir sind nach unseren Erfolgen sicher nicht am Boden zerstört“, sagt Rhynerns Trainer Björn Mehnert augenzwinkernd.

Der Tabellenzweite Lippstadt darf die gute Laune als Warnung nehmen. So wie auch Rhynerns Leistung im Nachholspiel am Donnerstagabend gegen den SuS Neuenkirchen. Die Elf vom Papenloh bog einen 0:2-Rückstand zur Pause mit Glück und Geschick zu einem 4:2-Erfolg um. „Neuenkirchen spielt schnellen und wirklich guten Fußball. Umso höher ist es einzuschätzen, dass wir die Partie noch gewonnen haben“, sagt Mehnert. „Wenn der SuS ein großer Brocken war, dann ist Lippstadt jetzt ein riesiger.“

So ist es: Der SVL hat sich nach einem mäßigen Saisonstart kontinuierlich nach oben gearbeitet. Das Team steht auf dem zweiten Platz – es wäre wohl der erste, wenn es am vergangenen Sonntag nicht gegen die SpVgg. Erkenschwick seine erste Heimniederlage in dieser Saison kassiert hätte (1:3). „Lippstadt ist von der individuellen Qualität der Spieler die beste Mannschaft der Oberliga“, sagt Mehnert und nennt beispielhaft Akteure wie Moritz Kickermann, Stefan Parensen, Fabian Lübbers, Ardian Jevric und den früheren Rhyneraner Björn Traufetter. „Der weiß noch sehr genau, wo am Papenloh die Tore stehen“, sagt Mehnert. Das wissen aber auch seine Spieler. In den drei Pflichtspielen in diesem Jahr gelangen ihnen bereits acht Treffer.

„Lippstadt ist sehr stark, aber es gibt im Moment sicher angegenehmere Gegner in der Liga als uns. Wir werden nicht mutlos an die Aufgabe rangehen“, sagt Mehnert, warnt zugleich aber davor, die Grenze zwischen Mut und Übermut zu überschreiten: „Wir haben dreimal in Folge gewonnen, das ist schön und gut. Aber nichts ist im Fußball so vergänglich wie der Sieg von gestern. Lässt du einmal nach, geht es in dieser ausgeglichenen Liga sofort wieder runter.“

Personell könnte es bei Rhynern kaum besser aussehen. Aus der Partie gegen Neuenkirchen ging das Team ohne Blessuren. Zwar ist Matthieu Bengsch nach seiner Verletzung noch nicht wieder so weit, und auch Markus Maier soll sich erst durch weitere Einsätze in der – an diesem Wochenende allerdings spielfreien – U 23 Wettkampfpraxis holen. Dafür steht der zuletzt gesperrte Gerrit Kaiser zur Verfügung. Auch Jan Apolinarski hat wieder mittrainiert, ist also eine Option für die Partie am Sonntag.

Nicht zuletzt geht es dann auch um Wiedergutmachgung für die Niederlage in der Hinrunde. 2:4 hatte eine schwache Rhyneraner Elf im September verloren, Kapitän Dustin Wurst wegen einer Roten Karte noch dazu, und war auf einen Abstiegsplatz gerutscht. Wie sich die Zeiten ändern: Mit einem Erfolg über Lippstadt könnte das Team am Sonntag sogar ins obere Tabellendrittel klettern.

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