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Westfalia Rhynern will gegen Schermbeck das gute Gefühl wiederfinden

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Von: Patrick Droste

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In Rheine war die Westfalia – hier Patrick Franke – mit bitterbösen Folgen zu Fall gekommen.
In Rheine war die Westfalia – hier Patrick Franke – mit bitterbösen Folgen zu Fall gekommen. © Droste

Zum letzten Saisonspiel erwartet der SV Westfalia Rhynern am Montag den SV Schermbeck. Die Möglichkeit, den aufstieg in die Regionalliga zu schaffen, ist nach der 0:1-Niederlage in Rheine allerdings verschwindend gering.

Hamm – Es waren 90 Minuten, die alle Träume von einem Augenblick auf den anderen beendet hatten. Nichts war es mehr mit dem erhofften Aufstieg in die Regionalliga, nachdem der SV Westfalia Rhynern zuvor in diesem Jahr von Sieg zu Sieg geeilt war und vor der Partie beim FC Eintracht Rheine als Tabellenzweiter der Fußball-Oberliga aus eigener Kraft den Sprung in die vierthöchste Spielklasse hätte schaffen können. Doch nach der 0:1-Niederlage herrschten im Lager der Papenloh-Elf eine Menge Ernüchterung und großer Frust. „Anfang der Woche hat sich das nicht gut angefühlt. Die Köpfe bei uns allen waren leer. Wir haben da zwei Tage Trübsal geblasen, ehe wir das verarbeitet haben“, gibt auch Trainer Michael Kaminski offen und ehrlich zu. „Wir hätten das gerne geschafft. Aber jetzt können wir es nicht mehr ändern. So ist nun mal Fußball.“

Zumindest eine kleine Resthoffnung besteht allerdings noch, wobei diese schon verschwindend gering und eher theoretischer Natur ist. Denn nur dann, wenn sowohl die SG Wattenscheid als auch die U21 des SC Paderborn, die durch die Westfalia-Niederlage an den Rhyneranern vorbeigezogen sind, in ihren Heimspielen gegen Rheine und Erndtebrück patzen, könnte die Kaminski-Elf bei einem gleichzeitigen Sieg am Montag (15 Uhr) über den SV Schermbeck noch auf einen Aufstiegsplatz springen. „Aber damit rechnen wir nicht. Die werden sich das nicht nehmen lassen, davon gehe ich stark aus. Dafür waren gerade Wattenscheider zuletzt einfach zu stabil. Und wenn sie dann am Ende Zweiter hinter Kaan-Marienborn sind, dann haben sie das auch verdient“, stellt Rhynerns Trainer klar.

Dennoch will die Westfalia gegen den SVS unbedingt die drei Punkte behalten – und das gleich aus mehreren Gründen. Auf jeden Fall, um sich am Ende nicht doch noch zu ärgern, sollten die beiden Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg überraschenderweise auf der Zielgeraden stolpern. Dann, um die beeindruckende Heimbilanz weiter auszubauen. In bislang 14 absolvierten Partien in der Viactiv-Arena hat die Mannschaft um Kapitän Michael Wiese starke 13 Siege eingefahren, musste sich nur der Reserve von Preußen Münster geschlagen geben. „Zuhause haben wir unseren Fans viel Freude mit unserem Fußball bereitet. Das wollen wir auch am Montag wieder machen. Wir haben jedenfalls nichts zu verschenken und wollen den 14. Heimsieg einfahren“, sagt Kaminski. Und zu guter Letzt wollen die Rhyneraner mit einem guten Gefühl in die Sommerpause gehen, um dann bestens gewappnet und mit neuer Zuversicht in die nächste Saison zu starten. „Wir können auch so schon viel aus diesem Jahr mitnehmen und werden dieser Spielzeit viel Positives abgewinnen“, betont der Coach. „Die Mannschaft kann trotz der Niederlage in Rheine stolz sein auf das, was sie geleistet hat. Es hat leider nur die Krönung gefehlt.“

Allerdings haben die Rhyneraner in dieser Woche nicht nur die Niederlage in Rheine verdauen müssen, sondern auch den Abgang von Toptorjäger Hakan Sezer, der in 26 Partien 28 Treffer selbst erzielt und elf weitere vorbereitet hat. Zudem deutet vieles darauf hin, dass auch Sezer Toy, der sich in Gesprächen mit dem finanzstarken Oberliga-Aufsteiger TuS Bövinghausen befinden soll, und Eduard Probst, der mit seinen 21 Treffern das Interesse des Drittligisten SC Verl geweckt hat, die Westfalia verlassen werden. „Wir sind gerade in der Offensive auf der Suche nach adäquatem Ersatz und werden da schon gute Leute finden“, sagt Kaminski. „Das hat unsere sportliche Leitung zusammen mit dem Trainer in der Vergangenheit immer geschafft. Das werden wir auch jetzt wieder hinkriegen und die Abgänge gut auffangen.“

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