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Westfalia Rhynern will die gute Ausbeute in Herne vergolden

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Von: Patrick Droste

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Westfalia Rhynern hofft auf einen Dreier in Herne.
Westfalia Rhynern hofft auf einen Dreier in Herne. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Der SV Westfalia Rhynern geht am Sonntag als klarer Favorit in die Partie in Herne - und setzt dabei wieder auf sein starkes Offensivduo.

Hamm – Michael Kaminski hatte am Freitagmittag sichtlich gute Laune. „Läuft ganz gut bei uns, oder?“, fragte der Trainer des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern und wartete erst gar nicht auf die Antwort. Denn die Zahlen sprechen für sich beziehungsweise für das Team vom Papenloh: zuletzt die beiden beeindruckenden Erfolge bei der starken U21 des SC Paderborn 07 (3:0) und der Kantersieg über den RSV Meinerzhagen (6:0); und damit nach 14 Spielen starke 27 Zähler auf dem Konto. „Wenn wir jetzt am Sonntag noch einen Dreier mitbringen, haben wir aus 15 Partien 30 Zähler geholt, das wären zwei pro Spiel. Wir könnten also unsere tolle Ausbeute vergolden und beruhigt in die Winterpause gehen“, sagt Kaminski vor dem Gastspiel (15.15 Uhr) bei Liga-Schlusslicht SC Westfalia Herne.

Allerdings haben sich die Gastgeber, seitdem David Zajas auf dem Trainerposten Christian Knappmann abgelöst hat, ein wenig stabilisiert, auch wenn sich das in der mageren Erfolgsbilanz von lediglich zwei Punkten auf der Habenseite bislang noch nicht niederschlägt. „Wir dürfen Herne auf keinen Fall unterschätzen. Da ist nach dem Trainerwechsel deutlich mehr Ruhe eingekehrt, und die Spiele von Herne waren, auch wenn sie verloren gingen, meist enger als vorher“, warnt der Rhyneraner Coach die Aufgabe beim Schlusslicht als Selbstläufer anzusehen.

Kaminski mit einem guten Gefühl

Doch Kaminski ist zuversichtlich, dass seine Schützlinge hungrig und ehrgeizig genug sind, um am Schloss Strünkede den nächsten Sieg einzufahren. Zumindest fahren die Gäste mit viel Selbstvertrauen nach Herne. „Wir haben zuletzt einige Duftmarken gesetzt. Daher machen wir uns mit einem guten Gefühl auf den Weg. Wir sind Favorit und haben uns zuletzt Respekt verschafft“, bestätigt Kaminski.

Dass die Partie dabei auf einem Kunstrasen stattfindet, sehen die Rhyneraner keineswegs als Nachteil. Wie gut sie mit diesem Geläuf zurecht kommen, haben sie Anfang November bei ihrem klaren 4:1-Sieg in Erndtebrück bewiesen. Zudem hat Kaminski in dieser Woche jedes Training auf dem Kunstrasenplatz am Tünner Berg absolviert, so dass der SV Westfalia bestens vorbereitet ist: „Kämpferisch gibt die Truppe sowieso immer alles. Das hat sie auch am vergangenen Sonntag gegen Meinerzhagen gezeigt. Und jetzt kommen uns auf Kunstrasen hoffentlich wieder unsere spielerischen Qualitäten zugute.“

Dabei setzen die Rhyneraner vor allem erneut auf ihre beiden Toptorjäger Hakan Sezer und Eduard Probst, die mit 15 beziehungsweise 14 Treffern die ersten beiden Plätze der Oberliga-Torschützenliste anführen und auch in Herne nur zu gerne wieder einnetzen würden. „Die beiden haben definitiv Lust auf weitere Tore und sind echt eiskalt“, lobt Kaminski seine beiden Offensivkräfte. „Wie abgebrüht Eduard für seine 20 Jahre vor dem gegnerischen Tor ist, und wie Hakan auch bei Standards trifft, das ist schon klasse. Aber stark ist auch, wie die beiden immer wieder von den anderen Jungs in Szene gesetzt werden.“

Hahnemann kehrt ins Tor zurück

Allerdings will sich Rhynerns Coach noch gar nicht mit irgendwelchen personellen Plänen beschäftigen. Denn die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass durch immer wieder geänderte Corona-Schutzmaßnahmen Gedankenspiele schnell über den Haufen geworfen werden. „Ich gehe erst einmal davon aus, dass mir der gleiche Kader wie zuletzt zur Verfügung steht. Aber das geht ja heutzutage ruckzuck, dass alles schon wieder anders ist“, betont Kaminski.

Fest steht allerdings, dass Alexander Hahnemann seine Magen-Darm-Grippe überwunden hat und wieder im Kader stehen wird. Und dass Gianluca Di Vinti seine Sperre nach seiner fünften Gelben Karte abgesessen hat und ebenfalls wieder einsatzbereit ist.

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